Politik

Autos stauen sich auf dem "Frankenschnellweg", einem Streckenabschnitt der A73 in Nürnberg. (Foto: dpa)

14.07.2014

Weniger Stau oder noch mehr Verkehr?

Der Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg ist seit Jahren höchst umstritten. Heute verhandelt das Verwaltungsgericht Ansbach über das Projekt. Es gibt Gründe dafür und dagegen

Für viele Nürnberger ist das Wort Frankenschnellweg ein Paradoxon - kommt man auf dem Verbindungsstück der Autobahn 73 innerhalb des Stadtgebiets doch meist nur langsam voran. Viele nennen die Straße daher nur "Frankenschleichweg". Auf dem knapp zwei Kilometer langen Nadelöhr zwischen den Stadtteilen Gostenhof/Sündersbühl und Steinbühl müssen die Fahrzeuge drei Ampel-Kreuzungen überqueren - lange Staus sind die Regel. Seit Jahren wird in Nürnberg über den Ausbau des Frankenschnellwegs gestritten - das ständig verstopfte Verbindungsstück der Autobahn 73 durch das Stadtgebiet. Nun hat ein Gericht das Wort. Entscheidend könnte sein, wie die Straße definiert wird.
Weniger Stau oder noch mehr Verkehr? Was spricht für den Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg und was dagegen?

PRO:

  • Dauerstau: Jeden Tag stehen Autofahrer auf dem Frankenschnellweg und den querenden Straßen im Stau - egal in welcher Richtung. In den angrenzenden Stadtteilen werden Schleichwege genutzt, um dem Chaos auszuweichen. Durch einen Tunnel könnten diese Fahrzeuge nach Ansicht der Stadt flüssiger fahren.
  • Grün in der Stadt: Ein Teil der Tunneldecke soll mit umliegenden Grünflächen zu einem Park mit Spiel- und Erholungsmöglichkeiten werden. Entlang des Frankenschnellwegs sollen außerdem viele Bäume und Büsche neu gepflanzt werden.
  • Weniger Lärm und Dreck: Tunnel und Schutzwände sollen die Anwohner künftig besser vor Lärm schützen. Da es keine täglichen Staus mehr gebe, werde die Abgasbelastung geringer. Durch den Tunnel und die Lärmschutzwände würden Feinstaub und Stickstoffdioxid von den Wohngebieten ferngehalten.


CONTRA:

  • Noch mehr Verkehr: Wenn der Frankenschnellweg zu einer kreuzungsfreien Stadtautobahn ausgebaut wird, fürchten die Gegner noch mehr Verkehr. Gerade Lastwagen würden sich dann den langen Umweg im Norden der Stadt sparen.
  • Hohe Abgaskonzentration: Vor allem an den Tunnelenden könnten sich die Abgase konzentrieren, die dort nach Angaben der Kritiker ungefiltert herausgeblasen werden sollen. Die Anwohner dort würden künftig stärker von Feinstaub und Stickoxiden belastet.
  • Hohe Kosten: Die Kritiker fürchten, dass die für den Ausbau geplanten 450 Millionen Euro bei weitem nicht ausreichen. Auch die Folgekosten seien immens. Dieses Geld sollte man ihrer Ansicht nach besser in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Radnetze stecken. (dpa)
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Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 17. August 2018 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Johannes Schnell,
Referatsleiter beim Landesfischereiverband Bayern

(JA)

Leopold Herz, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Freien Wähler im Landtag

(NEIN)

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