Wirtschaft

Die Menschen müssen noch tiefer in die Tasche greifen. (Foto: dpa/Christoph Soeder)

21.11.2022

Es wird noch teurer

Ifo-Umfrage: Unternehmen geben hohe Einkaufspreise verzögert weiter

Die deutsche Unternehmen geben ihre gestiegenen Einkaufspreise laut einer Umfrage des Ifo-Instituts nur langsam und unvollständig an ihre Kunden weiter. "Die Firmen haben in den vergangenen Monaten ihre Einkaufspreise erst zu 34 Prozent durchgereicht", wie das Forschungsinstitut am Montag in München mitteilte. Erst in den kommenden Monaten wollen die Firmen die hohen Kosten beispielsweise beim Einkauf von Rohstoffen stärker durchreichen, heißt es. "Bis April planen sie, auf 50 Prozent zu erhöhen." Das Ifo-Institut befragte im Oktober 6500 Unternehmen aus allen Branchen.

Eine schwache Nachfrage, Wettbewerbsdruck und langfristige Vertragslaufzeiten hemmten die Firmen nach ihren eigenen Angaben bei Preiserhöhungen. Die verzögerte Weitergabe der Einkaufspreise wird nach Einschätzung des Ifo-Instituts Einfluss auf die künftige Preisdynamik haben. "Dies führt voraussichtlich zu weiterem Inflationsdruck bei den Verbraucherpreisen in den nächsten Monaten", sagt Ifo-Forscher Manuel Menkhoff.

Die Ifo-Forscher haben bei der Umfrage erhebliche Unterschiede in einzelnen Bereichen der deutschen Wirtschaft festgestellt. Demnach planen die Industriebetriebe, die höhere Einkaufspreise für Energie, Rohstoffe und Vormaterialien am stärksten durchzureichen, mit 68 Prozent. Es folgt der Bausektor mit 66 Prozent. Im Handel sind es demnach 53 Prozent und bei den Dienstleistern nur 36 Prozent.

Allerdings haben die Ifo-Experten im verarbeitenden Gewerbe ebenfalls starke Unterschiede feststellen können. "In der Industrie allein reicht die Spanne von 89 Prozent bei den Produzenten von Schuhen und Lederwaren bis zu 38 Prozent in der Getränkeherstellung", heißt es in der Mitteilung.
(Jürgen Krämer, dpa-AFX)

 

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Soll es einen Energiesoli für Besserverdienende geben?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Jahresbeilage 2022

Nächster Erscheinungstermin:
09. Dezember 2022

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 11.12.2021 (PDF, 15 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.