Wirtschaft

19.07.2013

Große Irritationen

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Mit seinen Äußerungen hinsichtlich einer schnelleren Änderung der Geldpolitik in den USA hat Notenbankpräsident Bernanke für große Irritationen unter den Investoren und zugleich einen starken Anstieg der Aktienmarktvolatilität gesorgt. Allerdings beschränkten sich die Turbulenzen nicht allein auf die Aktienmärkte: besonders die Renten- wie auch Rohstoffmärkte litten unter starken Einbußen. Jedoch dürften die jüngsten Kursverluste vor allem den Wachstumsunsicherheiten in den Schwellenländern zuzuschreiben sein. Enttäuschende Wirtschaftsdaten sowie eine nur halbherzige Geldpolitik Japans sorgten dafür, dass sich Investoren von den dortigen Börsen verabschiedeten und ihr Geld lieber in den USA anlegten. Auch die Schwellenländerwährungen gerieten unter Druck. So verwundert es nicht, dass das 1. Halbjahr 2013 für viele Anleger eher enttäuschend zu Ende ging.

Scheinbar selbst überrascht von der Marktreaktion nach seinem Statement zur künftigen Geldpolitik ruderte Bernanke jüngst zurück, indem er die Märkte durch die Aussage beruhigte, dass von einer Änderung der bisherigen Politik selbst bei einer Arbeitslosenrate von 6,5 % noch nicht die Rede sein könnte. Die Investoren deuteten dies so, dass der Einstieg in den Ausstieg sich weiter ins Jahr 2014 schieben dürfte und gingen erneut in den „Risk on“ Modus über. Ob dies jedoch ausreicht, eine neue Liquiditätsrallye auszulösen, ist eher unwahrscheinlich. Gemischten Konjunkturdaten aus den USA und auch Deutschland stehen wohl eher Enttäuschungen aus den Schwellenländern gegenüber. Erst wenn sich das konjunkturelle Bild der Weltwirtschaft deutlicher zeigt, werden die Notenbanken Farbe bekennen müssen. Bis dahin können die Anleger hoffen oder bangen, was eher für eine Seitwärtsbewegung an den Märkten spricht.

 

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