Wirtschaft

Ein Bus der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) steht an einer Haltestelle. In neun Städten Bayerns stehen am Freitag große Teile des öffentlichen Nahverkehrs still. (Foto: dpa/Hoppe)

17.05.2023

Großer Nahverkehrs-Warnstreik in mehreren Städten

Ein Warnstreik folgt dem nächsten. An diesem Freitag bestreikt Verdi die kommunalen Verkehrsbetriebe in neun bayerischen Städten. Die Auswirkungen für die Fahrgäste werden voraussichtlich erheblich sein

Die Gewerkschaft Verdi kündigt für diesen Freitag einen ganztägigen Nahverkehrs-Warnstreik in München, Nürnberg und weiteren Städten an. In fünf Tarifverhandlungsrunden über höhere Einkommen habe es bislang kein Ergebnis gegeben, teilte Verdi am Mittwoch in München mit. "Die logische Folge sind diese Warnstreiks", erklärte Verhandlungsführer Sinan Öztürk.

In München rechnet die städtische Verkehrsgesellschaft MVG mit großen Auswirkungen: U-Bahnen und Trambahnen stehen voraussichtlich still, ansonsten plant das Unternehmen laut Mitteilung, etwa die Hälfte der Münchner Busse fahren zu lassen.

In Nürnberg will das örtliche Verkehrsunternehmen VAG eine "Grundleistung" mit Bussen im Halbstundentakt aufrechterhalten, U-Bahn und Tram werden in Bayerns zweitgrößter Stadt voraussichtlich ebenfalls nicht fahren. Allerdings ist der Freitag ein Brückentag zwischen Christi Himmelfahrt und dem Wochenende, traditionell von vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für einen freien Tag genutzt.

Es geht nicht nur ums Geld

In Bayern gilt für den Nahverkehr öffentlicher Unternehmen der Tarifvertrag TV-N, der separat vom sonstigen öffentlichen Dienst oder der Bahn ausgehandelt wird. Streiken sollen Bus- und Tramfahrerinnen am Freitag auch in Augsburg, Regensburg, Fürth, Landshut, Schweinfurt, Bamberg und Bayreuth. Mit Ausnahme Augsburgs soll überall die Arbeit ganztägig ruhen. Züge und S-Bahnen werden am Freitag nicht bestreikt, da der TV-N nicht für die Bahn gilt.

Bei den Tarifverhandlungen geht es einerseits um mehr Geld, andererseits aber auch um die Laufzeit. Verdi möchte einen kurzfristigen Tarifvertrag durchsetzen, der nur bis Ende Dezember gilt, um im nächsten Jahr erneut verhandeln zu können. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern lehnt das strikt ab und will einen bis Ende 2024 geltenden Tarifvertrag abschließen. (Carsten Hoefer, dpa)

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