Wissenschaft

Operationsbesteck liegt während einer Operation in der Neurochirurgie auf einem Tisch: Die antibakterielle Wirkung basiere auf einem rein physikalischen Effekt. (Foto: dpa/Marijan Murat)

01.09.2021

Beschichtung gegen Bakterien

Ein Startup der Uni Würzburg bietet Kliniken und Arztpraxen die Möglichkeit zu klinisch sterilen Geräten

Das Startup Flux Polymers mit Wurzeln an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg hat einen Investor gefunden und kann nun das operative Geschäft aufnehmen. Es bietet eine Lösung, um Kunststoffoberflächen von Bakterien frei zu halten.

In Kliniken und Arztpraxen ist es enorm wichtig, mit sterilen Geräten zu arbeiten und generell einen hohen Hygienestandard zu gewährleisten. Für diesen medizinischen, aber auch für andere Bereiche bietet das Unternehmen Flux Polymers GmbH eine innovative und simple Lösung für bessere Hygiene an. „Unser einfaches Verfahren macht Kunststoffoberflächen in wenigen Minuten antibakteriell“, sagt Geschäftsführerin Anita Luxenhofer. „Wir produzieren dazu ein Polymer, das durch Sprühen oder Eintauchen auf die Oberflächen aufgebracht und anschließend durch eine kurze UV-Beleuchtung dauerhaft fixiert wird.“

Die patentierte Beschichtung verhindere, dass sich Bakterien an den Kunststoffoberflächen anheften können. Die antibakterielle Wirkung basiere auf einem rein physikalischen Effekt. Toxische Substanzen, die Bakterien womöglich resistent machen, könnten aus der Beschichtung nicht freigesetzt werden. „Das Verfahren ist schnell, kosteneffizient und verändert weder Optik noch Haptik des beschichteten Materials“, versichert die Geschäftsführerin.

Sie und ihr Team freuen sich sehr darüber, eine Finanzierung von Investoren erhalten zu haben. „Diese Investition wird unsere Go-to-Market-Strategie beschleunigen und uns helfen, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen“, erklärt der kaufmännische Geschäftsführer des Teams, Joachim Schramm.

Ins Leben gerufen wurde Flux Polymers im Jahr 2014 von PRobert Luxenhofer am Lehrstuhl für Chemische Technologie der Materialsynthese der Uni Würzburg. In seinen ersten Jahren wurde das Projekt durch Gründungsstipendien aus den Programmen Exist des Bundeswirtschaftsministerium und Flügge des bayerisches Wirtschaftsministeriums gefördert. Mit starker Unterstützung durch das Innovations- und Gründerzentrum Würzburgs und das Servicezentrum Forschung- und Technologietransfer derUni kristallisierte sich schließlich ein vielversprechendes Konzept und Team heraus. Sitz des Unternehmens ist heute in Mainz. (Robert Emmerich)

 

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