Bauen

Um Sommerhitze im Gebäude zu vermeiden, empfiehlt die DBU-Kampagne eine Sanierung. (Foto: Bilderbox)

06.08.2015

Außenhülle dämmen

DBU-Kampagne: Sommerhitze im Gebäude vermeiden

Häufig wird die Freude über den Sommer durch überhitzte Räume und schlaflose Nächte getrübt. Wer hohe Temperaturen in den Zimmern von Grund auf vermeiden möchte, sollte über eine energetische Sanierung seines Hauses nachdenken. So schützt zum Beispiel das Dämmen der Außenhülle im Sommer vor Überhitzung, im Winter davor, dass die Wärme das Haus verlässt. In einer Serie gibt die Klimaschutz- und Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) Tipps, wie unbehagliches Wohnen durch einfache Änderungen oder eine energetische Sanierung behoben werden kann.
„Dämmstoffe halten im Sommer sehr lange die von außen auftreffende Wärme ab. Im Winter verhalten sie sich ähnlich, nur dass die Wärme im Haus und die Kälte draußen bleiben“, erklärt Andreas Skrypietz, Leiter der DBU-Kampagne. Welche Dämmung geeignet ist, hängt von der vorhandenen Wandkonstruktion und von der Fassadengestaltung ab. Ein Energie-Checker der DBU-Kampagne kann eine erste Einschätzung dazu abgeben. Wenn etwa das unsanierte Haus ohnehin neu gestrichen oder der Putz saniert werden muss, bietet sich eine gute Gelegenheit, die Außenwände zu dämmen, so Skrypietz. Baulich ergibt es sich dann häufig, dass der Dachüberstand wegen der dicker gewordenen Außenwand verlängert werden muss. Der verlängerte Dachüberstand könnte dann so weit gezogen werden, dass eine permanente Verschattung an dieser Wand möglich wäre. „Alleine dass die Direktstrahlung der Sonne die Fenster nicht mehr erreicht, macht eine Menge an Kühleffekt aus. Denn sobald die wärmende Solarstrahlung auf das Glas trifft, erwärmt sie das Zimmer. Ein Rollo hinter dem Fenstern richtet dann nicht mehr viel aus, denn nur ein Teil der Strahlung wird durch die Scheiben nach draußen zurückreflektiert. Deshalb ist es wichtig, dass Innenrollos in Fensterrichtung hochreflektierend sind“, so Skrypietz, der selbst Zimmerermeister ist.
Weniger aufwendig, aber mit Geduld zu genießen ist das Bewachsen der Fassade mit Rankpflanzen oder das Einsetzen von Bäumen, die später zu Schattenspendern werden. Grüne Fassaden können die sommerliche Energiebilanz eines Hauses aufwerten: einerseits halten sie die Sonnenstrahlung ab, andererseits sorgen sie über verdunstendes Wasser für einen Kühleffekt. „Interessierten, die sich näher mit ihrem Haus beschäftigen oder es vielleicht dämmen möchten, empfehle ich", so Skrypietz, "den kostenlosen Energie-Check unserer Kampagne, der zu nichts verpflichtet, aber einen ersten Eindruck über die Beschaffenheit der einzelnen Bauteile vom Keller bis zum Dach gibt.“ Auf der Kampagnenhomepage www.sanieren-profitieren.de lassen sich mit einem Klick die Energie-Checker und Ansprechpartner der DBU-Initiative finden. (BSZ)

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