Bauen

Der Eingang zum Verwaltungsgebäude. (Foto: Weber)

12.09.2022

Bauen in der Heimat

Erweiterung des Firmensitzes und Neubau eines Parkhauses der Weber Schraubautomaten GmbH in Wolfratshausen

Seit über 60 Jahren bleibt die Weber Schraubautomaten GmbH ihrem Firmensitz treu. Damit die innovativen Maschinen und Systeme des Weltmarktführers auch künftig von Wolfratshausen aus in die Welt verschickt werden können, hat das Unternehmen jetzt die Kapazitäten für Produktion und Verwaltung deutlich erweitert.

Der Firmensitz der Weber Schraubautomaten im oberbayerischen Wolfratshausen war für die Geschäftsführung des Familienunternehmens schon immer mehr als ein reiner Verwaltungsbau, von dem aus den internationalen Produktions- und Vertriebsniederlassungen Anweisungen erteilt werden. Ein Stammsitz bedeutet für Weber auch Verpflichtung im Hinblick auf den Standort, die Region und ihre Menschen.

In dieser engen Verbindung zu den Beschäftigten und ihren Familien liegt offenbar ein Grund für den bereits weit über 60 Jahre währenden Erfolg des Hauses. Weber bestimmt seit Jahrzehnten den internationalen Markt für Maschinen, Anlagen und Systemlösungen für automatisierte Schraubverbindungen. Dieser Erfolg und das Versprechen von Stabilität haben nun ein sichtbares Zeichen bekommen. Um den Anforderungen der globalen Märkte gewachsen zu sein, Trendsetter und Innovationstreiber zu bleiben, müssen auch die baulichen und strukturellen Voraussetzungen geschaffen werden. Im Frühjahr 2019 erfolgte deshalb der Spatenstich für die umfangreiche An- und Erweiterungsbebauung des Firmensitzes am Hans-Urmiller-Ring in Wolfratshausen.

Karl Bujnowski, Geschäftsführer bei Weber, formulierte damals: „Der Spatenstich ist immer ein besonderer Tag, weil damit für alle sichtbar wird, dass es ein Unternehmen mit der Zukunft und dem Standort ernst meint. Nach Abschluss der Arbeiten werden wir noch leistungsfähiger, flexibler und damit erfolgreicher sein können. Das ist gut für den Betrieb und nicht zuletzt auch ein Gewinn für die Stadt, die Region und ihre Menschen.“
Das Errichten von Industriebauten ist immer auch eine Investition in die Zukunft. Für die beauftragten Architektur- und Planungsbüros bedeutet es zudem, die Werte einer Firma im Inneren zusammenzutragen und gestalterisch nach außen hin sichtbar zu machen. Der An- und Erweiterungsbau der Produktionshalle und des Verwaltungsgebäudes von Weber spiegelt genau das wider: Funktionalität für höchstmögliche Effizienz der eigentlichen unternehmerischen Prozesse einerseits – Zurückhaltung im Verbrauch von Ressourcen und die symbiotische Verschmelzung mit dem Umfeld andererseits. Globalisierung und Heimatliebe als untrennbare Einheit auch in der Architektur und Bauausführung.

Die Pfeiffer Baugesellschaft mbH aus Rosenheim hatte als Generalunternehmer Planung und Umsetzung der Bauarbeiten übernommen. Ziel war es, den bestehenden zweigeschossigen Verwaltungsbau um zwei Etagen aufzustocken sowie durch einen viergeschossigen Anbau zu verlängern. Gleichzeitig sollte die bestehende Produktionshalle von 3100 auf 5600 Quadratmeter erweitert werden. Ergänzend zu diesen Bauabschnitten war auf dem Werksgelände ein eigenes Parkhaus mit mehr als 200 Stellplätzen zu errichten, das auch Unterstellmöglichkeiten für über 60 Fahrräder und Lademöglichkeiten für 24 Elektrofahrzeuge bietet.

Beim Bau auf dem Werksgelände von Weber wurden von Beginn an die Bedürfnisse der Belegschaft berücksichtigt. Das betrifft sowohl deren verändertes Mobilitätsverhalten zur und von der Arbeitsstätte als auch die Konzepte zur Raumgestaltung und Nutzung. Beispiel Verwaltungsbau: Die offene und transparente Architektur im Inneren ist sowohl Zeichen von flachen Hierarchien als auch Einladung dazu, schnell und unkompliziert Besprechungen und Meetings zu organisieren. Die Wege zwischen den Abteilungen im Gebäude werden so verkürzt, der Austausch erleichtert.

Auch die inzwischen auf über 300 gewachsene Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Stammsitz des Unternehmens sollte direkt von den umfangreichen Bau- und Erweiterungsmaßnahmen profitieren. Bujnowski: „Die Menschen verbringen täglich viel Zeit im Unternehmen. Es ist nur naheliegend, dass beim Bauen und dem Gestalten der Arbeitsplätze auch der Wohlfühlfaktor eine Rolle spielt – also angenehme und großzügige Gestaltung der Räume, Tageslicht, Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten sowie Plätze zur Regeneration. Mit unserer großen Sonnenterrasse als Verlängerung der Werkskantine setzen wir nicht nur optisch ein Achtungszeichen – dieser Platz ist eine Art Kraftort im Haus, der sich optimal für Pausen oder Besprechungen eignet und eine grandiose Sicht Richtung Alpen bietet.“

Last but not least und eigentlich eine Selbstverständlichkeit aus Sicht eines Bauherrn – im Angesicht anderer Bauinvestitionen aber unbedingt zu erwähnen: „Die sorgfältige Planung des Bauvorhabens, ein reibungsloses Ineinandergreifen der Gewerke durch zentrale Steuerung des Generalunternehmens sowie optimale Witterungsbedingungen haben dafür gesorgt, dass die Bauarbeiten im geplanten Kosten- und Zeitrahmen umgesetzt werden konnten – trotz der Widrigkeiten der Corona-Pandemie“, so Bujnowski bei der Einweihung des Parkhauses als letzten Bauabschnitt Ende April 2022.

Derzeit werden die letzten Verschönerungsarbeiten in den Außenanlagen des Werksgeländes umgesetzt – auch das eine Maßnahme dafür, dass Menschen gern bei Weber arbeiten und stolz auf ihr Unternehmen sind. Der Bau insgesamt hat dieses Selbstverständnis eines mittelständischen Familienunternehmens, das bereits 1956 gegründet wurde, vitalisiert und erneuert. Fortschritt wächst aus Innovation und Ideenreichtum – er gründet aber auch auf einem sicheren Fundament, wie es im doppelten Wortsinn die Weber Schraubautomaten GmbH nun gestaltet und damit wichtige bauliche und soziale Fragen aufgegriffen hat, die sich schon morgen stellen werden.
(Marko Junghänel)
 

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