Bauen

Minister Bernreiter: "Doppelhaushalt mit 14 Milliarden Euro für Wohnen, Bau und Verkehr ist Stabilitätsanker". (Foto: StMB/Atelier Krammer)

23.04.2026

Budget wächst

Minister Bernreiter: "Doppelhaushalt mit 14 Milliarden Euro für Wohnen, Bau und Verkehr ist Stabilitätsanker"

Bezahlbares Wohnen, zuverlässige Verkehrs- und Mobilitätsinfrastruktur sowie gezielte Unterstützung für Kommunen – das sind die zentralen Punkte im Doppelhaushalt 2026/27 des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr. Insgesamt sind rund 14 Milliarden Euro an Investitionen vorgesehen. Zwischen 2022 und 2027 wächst das Budget um rund 2,4 Milliarden Euro – ein Zuwachs von rund 50 Prozent. Der Bayerische Landtag hat dafür jetzt grünes Licht gegeben. „Das ist ein klares Signal: Die Staatsregierung investiert entschlossen in die Aufgaben, die vor uns liegen“, so Staatsminister Christian Bernreiter (CSU): „Unser Doppelhaushalt ist ein Stabilitätsanker in bewegten Zeiten und die Grundlage für vielfältige Projekte in allen Regionen. Wir tun alles, was möglich ist, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern.“

Ein Schwerpunkt liegt bei der Wohnraumförderung: Seit 2023 investiert der Freistaat jährlich über eine Milliarde Euro in die Wohnraumförderung und setzt dies auch in 2026 und 2027 mit jeweils 1,27 Milliarden Euro fort. Insgesamt ergeben sich damit einschließlich der Milliarde aus dem Sondervermögen rund 3,6 Milliarden Euro. Der Freistaat schafft darüber hinaus selbst bezahlbaren Wohnraum: Unter dem Dach der Holding Baunova haben BayernHeim, Stadibau und Siedlungswerk Nürnberg aktuell rund 5300 Wohnungen im Bau; der Bestand umfasst etwa 19.500 Einheiten. „Damit stärken wir die Bauwirtschaft und schaffen die Voraussetzungen für mehr bezahlbaren Wohnraum“, so Minister Bernreiter. „Klar ist aber auch: Der Staat kann nicht alle Wohnbedarfe allein stemmen.“ Deshalb verlangt Bayern bundesseitige Entlastungen, weniger Bürokratie und Rechtssicherheit für neue Gebäudetypen, damit die private Bauwirtschaft wieder an Fahrt gewinnt.

Ein weiterer wichtiger Baustein für gleichwertige Lebensverhältnisse ist eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur im Flächenland Bayern. Sie ist die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und soziale Teilhabe. Bernreiter: „Die Staatsstraßen-Milliarde ist Zeichen für leistungsfähige und sichere Straßen und Brücken. In 2026 und 2027 stehen jeweils 500 Millionen Euro bereit. Mehr als die Hälfte fließt in Erhalt und Sanierung, zugleich bauen wir aber auch neu, um Verbindungen zu verbessern.“ Die Staatsregierung investiert zudem massiv in die Schiene und das Bahnangebot. Ziel ist, die Potenziale der Schiene bestmöglich zu nutzen – für die Fahrgäste, die Wirtschaft und die Umwelt. Bayern stellt heuer 2,51 Milliarden Euro und 2027 sogar 2,61 Milliarden Euro für den Schienenpersonennahverkehr bereit. Das sind zwölf respektive 17 Prozent mehr als 2025. Bernreiter mahnt jedoch auch: „Alle Bundesländer haben das gleiche Problem: Die Regionalisierungsmittel reichen nicht aus. Der Bund muss hier endlich handeln, sonst müssen wir über kurz oder lang Züge abbestellen.“ Mit einer breiten Förderung des ÖPNV unterstützt der Freistaat zudem verlässliche Linien, dichte Takte und flexible Angebote im ganzen Land.

Gleichzeitig treibt die Staatsregierung mit der Städtebauförderung die Weiterentwicklung von Städten, Ballungsräumen und ländlichen Regionen voran. „Wir sichern lebenswerte Zentren und stärken die Attraktivität unserer Ortskerne“, sagt Bernreiter. Gemeinsam mit dem Bund stellt der Freistaat 2026 insgesamt 349 Millionen und 2027 sogar 353 Millionen Euro zur Verfügung – gut zehn Prozent mehr als 2025. (BSZ)

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