Bauen

Die Visualisierung zeigt den Innenhof der Wohnanlage Reesepark II mit Blick in Richtung Nordwesten. (Visualisierung: Büro Raumflug)

19.05.2021

Der Reesepark II

Startschuss für 135 neue Wohnungen im Augsburger Reesepark II

Mit dem Spatenstich von letzter Woche fiel der Startschuss für den „Reesepark II“, ein weiteres Neubauprojekt der Wohnbaugruppe Augsburg. Auf dem Areal der ehemaligen Reese-Kaserne entsteht – zwischen Reeseallee, Sepp-Mastaller-Straße und Langemarckstraße (künftig Familie-Einstein-Straße) und in unmittelbarer Nachbarschaft zum bald fertiggestellten „Reesepark I“ – eine neue Wohnanlage. „Nach dem Spatenstich in Pfersee freue ich mich, so schnell den Start eines weiteren wichtigen Bauprojekts unserer Wohnbaugruppe zu begleiten“, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU).  „Weitere 135 geförderte Wohnungen entstehen im Reesepark in den kommenden zwei Jahren. Unser städtisches Wohnungsunternehmen schafft damit nicht nur weiterhin dauerhaft bezahlbaren Wohnraum, sondern macht die Kasernenflächen für viele Augsburgerinnen und Augsburger wieder nutz- und erlebbar.“

Die 1- bis 5-Zimmer Wohnungen verteilen sich auf acht Gebäude, die um einen zentralen Innenhof angelegt sind. Das Konzept für die Gestaltung der Grünanlage steht unter dem landschaftsarchitektonischen Thema „Waldlichtung“ und beinhaltet die Neupflanzung von 30 Bäumen. Zusätzlich wird im Erdgeschoss der Wohnanlage ein Begegnungszentrum mit Quartiersmanagement und Mehrgenerationentreff einziehen. Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für das 2. Quartal 2023 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf etwa 48 Millionen Euro. Vom Freistaat Bayern wurde im Rahmen der Einkommensorientierten Förderung ein Zuschuss in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro für das Vorhaben gewährt.

Um das Neubauprojekt wirtschaftlich errichten zu können, wurde eine Zielmiete von 12,50 Euro pro Quadratmeter von der zuständigen Bewilligungsstelle, dem Amt für Wohnbauförderung und Wohnen der Stadt Augsburg, genehmigt. Hintergrund hierfür sind die aktuell hohen Bau- und Grundstückskosten. Dank der Einkommensorientierten Förderung erhalten alle Mieter jedoch einen monatlichen Zuschuss. „Das Förderprogramm des Freistaats berücksichtigt weite Teile der Augsburger Bevölkerung. Dadurch haben gerade Familien gute Chancen auf eine dauerhaft bezahlbare Wohnung in unserer Stadt“, betont Sozialreferent Martin Schenkelberg. Die Höhe des Zuschusses hängt unter anderem vom jährlichen Einkommen ab: Bei der niedrigsten Einkommensstufe liegt die Belastung für den Mieter bei 7,00 Euro pro Quadratmeter, in der höchsten werden die Kosten auf 9,00 Euro pro Quadratmeter gemildert. Beispielsweise kann eine fünfköpfige Familie mit einem Bruttojahreseinkommen von rund 100.000 Euro hier eine bezahlbare Wohnung finden.

Die benachbarte Wohnanlage „Reesepark I“ befindet sich derweil auf der Zielgeraden. Die ersten der 141 Wohnungen wurden bereits zum 1. Mai von ihren neuen Mieterinnen und Mieter bezogen, der letzte Abschnitt wird bis Anfang Herbst dieses Jahres bezugsfertig sein. Im Erdgeschoss befindet sich zudem ein Nahversorgungszentrum mit REWE Center, Rossmann-Filiale und Ihle Bakers, von dem das ganze Quartier profitiert. Neben dem „Reesepark I“ wird auch das Projekt „Anton“ mit 58 Wohneinheiten und die Wohnanlage „Nordfriedhofstraße“ mit 35 Wohneinheiten 2021 fertiggestellt. „Wir werden in diesem Jahr insgesamt 234 Wohnungen an ihre neuen Mieter übergeben. Parallel dazu arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Bau von weiteren 318 bezahlbaren Wohneinheiten mit einem Investitionsvolumen von rund 109 Millionen Euro voranzubringen“, erklärt Mark Dominik Hoppe, Geschäftsführer der Wohnbaugruppe Augsburg. (BSZ)

 

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