Bauen

Entwurf der Südfassade des Zentrums für seelische Gesundheit, wie sie einmal aussehen soll. (Visualisierung: Arbeitsgemeinschaft FC Generalplanung GmbH | Eckl Architektur + Klinikplanung)

25.03.2026

Drei Kliniken unter einem Dach

Klinikum Nürnberg feiert Grundsteinlegung für das Zentrum für seelische Gesundheit

Mit dem Zentrum für seelische Gesundheit entsteht am Klinikum Nürnberg ein moderner Ort rund um die Behandlung von Menschen mit seelischen Erkrankungen aus allen Altersklassen. Dazu werden drei Kliniken unter einem Dach gebündelt, Kompetenzen noch besser vernetzt und tragfähige Strukturen geschaffen. Denn seelische Gesundheit ist eine Voraussetzung für Teilhabe, Bildung und gesellschaftliche Stabilität und damit Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Auch deshalb versteht sich das Zentrum bewusst als offenes Haus: Neben der medizinischen Versorgung soll der Neubau Teil des öffentlichen Raumes und Begegnungsort sein, der sichtbar und gut erreichbar ist. Menschen mit und ohne eigene Betroffenheit, Angehörige und alle Interessierten sind eingeladen, hier in Kontakt zu kommen. Diese Offenheit schafft Vertrauen, fördert Begegnung und leistet einen aktiven Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen. So entsteht eine echte Kontaktfläche für Patientinnen und Patienten sowie Gesunde und damit ein lebendiger Dialog über seelische Gesundheit.

Neubau am Campus Nord

Der Neubau entsteht auf dem Campus Nord des Klinikums Nürnberg im Stadtteil St. Johannis am nordwestlichen Rand des Campus, angrenzend an die Heimerichstraße. Im neuen Zentrum erhalten die schon jetzt dezentral auf dem Campus ansässigen drei Kliniken für seelische Gesundheit neue Räumlichkeiten:
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Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
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Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
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Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter.
Diese Struktur ermöglicht eine Versorgung über alle Altersgruppen hinweg und erleichtert Übergänge zwischen unterschiedlichen Behandlungsangeboten.

Inbetriebnahme: Die Aufnahme des Klinikbetriebs ist für Anfang 2029 geplant.

Baukosten und Förderung: Die Gesamtkosten des Baus belaufen sich auf rund 130 Millionen Euro. Der 1. und 2. Bauabschnitt werden mit über 116 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern gefördert. Damit unterstützt der Freistaat die langfristige Stärkung der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung in der Region. Über die staatliche Förderung hinaus sind zusätzlich private Mittel erforderlich, um das Wohl der Patientinnen und Patienten weiter zu stärken und ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Nutzfläche des Gebäudes: Der fünfgeschossige Neubau umfasst rund 12.500 Quadratmeter Nutzfläche und bietet Platz für stationäre, teilstationäre und ambulante Angebote.

Behandlungskapazität: Im Zentrum für seelische Gesundheit entstehen 182 Betten für die stationäre Behandlung von Patientinnen und Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Zusätzlich sind 110 tagesklinische Plätze vorgesehen. Diese ermöglichen eine intensive Therapie bei gleichzeitigem Verbleib im häuslichen Umfeld.

Moderne Therapie- und Begegnungsräume: Neben Behandlungsbereichen entstehen Gruppen- und Einzeltherapieräume, Aufenthaltsbereiche sowie therapeutisch nutzbare, begrünte Außenflächen, die eine zeitgemäße und patientenorientierte Therapie unterstützen. (BSZ)

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