Bauen

Symbolischer Spatenstich für das Building Lap in Regensburg - v.l. Ewald Weber, Thomas Schmid, Wolfgang Baier, Petra Schmid (Immobilien Freistaat Bayern), Mathias Obergrießer und Thomas Donhauser. (Foto: Bau Industrie Bayern)

22.04.2021

Ein Millionenprojekt

Spatenstich für das Building Lab Innovationszentrum Digitalisiertes Bauen in Regensburg

Spatenstich für ein Millionenprojekt: Der Bayerische Bauindustrieverband e.V.
errichtet an der Rudolf-Vogt-Straße 6 das sogenannte Building Lab. Als neues Element des
TechCampus Regensburg soll es zum „Innovationszentrum für die Digitalisieru ng des Bauens“
werden, sagt Ewald Weber, Vorsitzender des Bezirksverbands Ostbayern des
Bauindustrieverbands. Das Building Lab diene dem „interdisziplinären Knowhowtransfer
zwischen Wissenschaft und Bauwirtschaft“. Bestes Beispiel dafür: Hauptmieter wird die
Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg, die in dem modernen Gebäude Labore
einrichtet, in denen sich Forschung und Lehre dem Thema Building Information Modeling (BIM)
widmen sollen.

Building Information Modeling steht weltweit für die durchgehende Digitalisierung der Prozesse
und Arbeitsmethoden im Bauwesen. Mithilfe dieser Methode entsteht aus sämtlichen für ein
Gebäude erforderlichen Planungs-, Produktions- und Betriebsdaten ein virtuelles Modell, der
sogenannte Digitale Zwilling.

Der Bayerische Bauindustrieverband sieht im Building Lab eine „Begegnungsstätte für
Handwerk und Industrie, Gründer und Investoren, Wissenschaft, Verwaltung und Politik“, wie
Hauptgeschäftsführer Thomas Schmid beim Spatenstich sagte. Schmid und Weber bezeichneten den Standort Regensburg als ideal für das Building Lab. Die OTH Regensburg sei nach der TU München „die größte Bauingenieurschule Bayerns“. Und nirgendwo sonst lägen „so viele so starke Baufirmen so eng beieinander, wie in Ostbayern“.

„Es gibt wohl kaum einen besseren Standort für das Building Lab, als die nach dem ersten
Präsidenten unserer Hochschule, Rudolf Vogt, benannte Straße“, sagte Wolfgang Baier.
Der Präsident der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg machte deutlich, die
Ausbildung der Studierenden solle künftig einen noch engeren Bezug zur Praxis erhalten, „indem
sie erlernen, wie die existierenden theoretischen BIM-Ansätze praxisgerecht in die Bauindustrie
integriert werden können“. Spannend werde es zu erforschen, wie mit Methoden der Künstlichen
Intelligenz (KI) energetisches Planen und Bauen, ein ressourcenschonendes Verwalten von
Baumaterialen oder ein effizientes Betreiben von Bauwerken verbessert werden könne.

Bereits seit dem Jahr 2018 gibt es an der OTH Regensburg den Studienschwerpunkt „Digitales
Bauen“ im Masterstudium Bauingenieurwesen. Die Stiftung des bayerischen Baugewerbes fördert
den Studiengang mit einer Stiftungsprofessur „Digitalisiertes Bauen“ einschließlich einer
wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle maßgeblich. Prägend in Forschung und Lehre ist der
intensive Austausch zwischen Bauingenieurwesen, Architektur, Maschinenbau, Betriebswirtschaft
und Informatik. Eine Philosophie, die auch im neuen Building Lab verfolgt werden soll. Davon
soll letztlich die gesamte bayerische Bauwirtschaft profitieren.

Läuft alles nach Plan, wird das Gebäude, dessen Konzept aus einem studentischen Wettbewerb
stammt, im November 2022 fertiggestellt sein. Generalunternehmer ist die Schwandorfer Gebr.
Donhauser Bau GmbH & Co. KG. Etwa ein Drittel der Fläche des „Building Lab“ wird gemäß
Vorgabe der Stadt als kostengünstiger Wohnraum vorrangig für Studierende und
Wissenschaftler*innen zur Verfügung stehen. „Auch dies prägt die kreative Atmosphäre des
lebendigen Building Lab Regensburg“, teilt der Bauindustrieverband mit. (BSZ)

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