Bauen

Die Dreidimensionalität der Fassade entsteht durch das lebendige Schattenspiel der abwechselnd konvex und konkav angeordneten V-Elemente, deren Oberflächen ihr Aussehen je nach Lichteinfall verändern. (Foto: Roland Halbe)

26.03.2024

Eine neue Landmarke

Das neue Tor zum Münchener Werksviertel – OPTINEO

Das Werksviertel im Münchener Osten ist ein vielfältiges Stadtquartier mit einer lebendigen Geschichte, dessen beispielhafte Entwicklung vom Industriestandort zum pulsierenden Stadtviertel für Kultur, Arbeiten und Wohnen mit dem Deutschen Städtebaupreis 2023 ausgezeichnet wurde. Auf dem fast 40 Hektar großen Areal entsteht ein vielgestaltiger Nutzungsmix mit hoher Aufenthaltsqualität, an dem viele renommierte Architekten mit ihren Entwürfen beteiligt sind. Eines der architektonischen Highlights ist das OPTINEO des spanisch-deutschen Architekturbüros Nieto Sobejano: Ein städtebaulich überzeugendes Konzept mit modernen New-Work-Spaces und offenem Innenhof für ein zukunftsweisendes Miteinander in dem außergewöhnlichen Stadtteil.

Der Neubau greift die historische städtebauliche Form der ehemaligen Optimol-Ölwerke auf. Ein 17-geschossiges Hochhaus und ein 5-geschossiger Flachbau umschließen wie eine Umarmung einen offenen Innenhof, der sich zum Knödelplatz öffnet. Über nahezu alle Stockwerke hinweg zeugen offene Loggien und begrünte Dachterrassen von dem Ziel, Orte der Begegnung und Entspannung zu integrieren. Neben der hohen Aufenthaltsqualität und seiner mit LEED Gold zertifizierten Nachhaltigkeitswerte überzeugt das Gebäude durch maximale Flexibilität bei der Nutzung der Büroetagen. Mit dem einladenden Innenhof und den im Erdgeschoss angrenzenden Restaurants schufen die Architekten einen geschützten Ort der Kommunikation in dem lebendigen Stadtteil und damit eine gelungene Ergänzung zum belebten Knödelplatz.

Mit ihren vorgelagerten V-Elementen verleiht die dreidimensionale Fassade des OPTINEO dem gesamten Baukörper eine einzigartige Dynamik. Je nach Sonnenstand und Tageszeit changiert die Fassadenfarbe in einem anderen Licht. Das liegt an den großen Aluminium-Strangpressprofilen, die sich jeweils über zwei Geschosse erstrecken. Ihre abwechselnd konkav-konvexe Anordnung erzeugt eine spannungsvolle Tiefenwirkung und ein lebendiges Schattenspiel auf der Fassade. Hinter den V-Profilen lassen sich in der durchlaufenden Elementfassade, vor Wind und Wetter gut geschützt, Lüftungsklappen öffnen. Die Gestaltung der Fassade war von dem Ziel bestimmt, mit einem hohen Vorfertigungsgrad und der Wiederholung der gleichförmigen Elemente ein möglichst vielfältiges Erscheinungsbild zu erreichen.

In den Obergeschossen konnten die transparenten Bereiche der Elementfassade als raumhohe Festverglasungen ausgeführt werden, da die Belüftung hinter den V-Profilen erfolgt. Im Bereich der Loggien geben außerdem raumhohe Prallscheiben und Ganzglasgeländer zusätzliche Sicherheit. Die Erdgeschossfassade ist maximal transparent ausgebildet, mit großen Glasformaten und einer schlank ausgebildeten Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Stahl. In allen transparenten Fassadenelementen kam eine 3-fach-Isolierverglasung CLIMATOP mit der farbneutralen Sonnenschutzbeschichtung  COOL-LITE SKN 176 bzw. SKN 176 II und der Low-E- Wärmeschutzbeschichtung PLANITHERM XN/ XN II zum Einsatz.

Für die organisch geformte Fassade mussten sowohl konvexe als auch konkave Glaselemente hergestellt werden. Insgesamt wurden von CLIMAplusSECURIT-Partner vandaglas döring rund 155 Isolierglaseinheiten mit einer Gesamtfläche von 635 Quadratmetern aus CLIMATOP CONTOUR zylindrisch gebogen, teilweise mit Stufen. Die Lieferung der für den Gebäudekomplex insgesamt benötigten 6175 Quadratmeter Verglasungselemente mit ihren unterschiedlichen Abmessungen teilten sich der CLIMAplusSECURIT-Partner vandaglas döring aus Berlin mit dem CLIMAplusSECURIT-Partner vandaglas Eckelt aus Steyr und Interpane Isolierglas aus Parndorf in Österreich, eine Zusammenarbeit, die von allen Beteiligten als erstklassig beschrieben wurde. Das Ergebnis: hocheffiziente Glaslösungen von hochprofessionellen Glasveredlern. (BSZ)

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