Bauen

Eine separate Souterrainwohnung bietet zuhause mehr Flexibilität. (Foto: GÜF/KAMPA)

31.03.2026

Einliegerwohnung im Keller

Souterrainwohnung bietet praktische Gestaltungs- und Finanzierungsoptionen

Wer sich daran macht, ein Eigenheim zu bauen oder bauen zu lassen, kann mit überschaubarem Mehraufwand eine zweite Wohneinheit realisieren. Beliebt ist eine separate Einliegerwohnung im Souterrain. „Ganz besonders auf Baugrundstücken in Hanglage bietet ein Kellergeschoss nicht nur ein sicheres Fundament für den Neubau sowie Nutzfläche etwa für die Haustechnik oder für eine Garage, sondern auch hochwertige Wohnfläche, die gerne für eine lichtdurchflutete, idealerweise barrierefreie Souterrainwohnung genutzt wird“, sagt Stephan Braun von der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF).

Eine Einliegerwohnung im Keller? – „Da ist es doch dunkel, feucht und muffig. Da möchte ich bestimmt nicht wohnen“, wird sich früher manch einer gedacht haben. Heute ist das ganz anders, was nicht etwa daran liegt, dass man gerade in Ballungsgebieten jede Wohnung nehmen muss, die man kriegen und bezahlen kann. Nein, vielmehr ermöglichen auch Wohnungen im Kellergeschoss inzwischen echtes Wohlfühlwohnen. „In fast jedem Einfamilienhaus mit Keller wird dieser als vollwertiges Wohngeschoss mit modernen Lösungen für Frischluft und Tageslicht sowie mit effizienter Heizung und effektiver Wärmedämmung geplant“, erklärt Braun.

Die entstehende Wohnfläche im Untergeschoss des Hauses kann zum Beispiel für eine Wellnessoase oder für ein Homeoffice selbst genutzt oder aber für eine separate Wohneinheit verwendet werden. Eine Einliegerwohnung dient beizeiten etwa dem heranwachsenden Nachwuchs als Starthilfe; oder sie vergrößert durch Mieteinnahmen das Einkommen und die Altersvorsorge; nicht zuletzt bietet sie Flexibilität für das eigene Wohnen im Alter. „Mit separatem Eingang und Terrasse sowie einer barrierefreien Wegeführung ausgestattet, eignet sich die Souterrainwohnung ideal für die besten Jahre in den eigenen vier Wänden“, merkt Kellerexperte Braun an. „Die darüberliegende Haupt-Wohneinheit kann nach Möglichkeit familienintern bewohnt werden, um sich nach Art eines typischen Mehrgenerationenhauses bestmöglich gegenseitig zu unterstützen. Das ist eine Vorstellung, die bei vielen Baufamilien gut ankommt.“ Eine andere Möglichkeit ist, die Wohnung eines Tages für eine häusliche Pflegekraft zu nutzen. Oder aber sie wird vermietet und hilft auf diese Weise dabei, die Rente aufzubessern. „Richtig geplant trägt ein Eigenheim mit Keller in doppelter Hinsicht zur attraktiven Altersvorsorge bei: Statt Miete zu zahlen, werden Mieteinnahmen generiert“, so Braun.

Die Kosten für ein unterkellertes Haus liegen ungefähr 20 Prozent höher als bei einem Haus ohne Keller. Die Wohnfläche vergrößert sich jedoch um beachtliche 40 Prozent. Je nach Topografie und Straßenführung kann der Keller mit ebenerdiger Anbindung zum hangseitigen Garten des Grundstücks ausgestattet sein. In einer Souterrainwohnung kann hier durch große Fenster und Türen reichlich Sonnenlicht ins Innere des Wohnbereichs strömen und eine barrierefreie Terrasse leicht zugänglich positioniert werden. Eine Alternative hierzu ist ein sogenannter Lichthof, der beispielsweise über eine Rampe barrierefrei erschlossen werden kann. In die bergseitigen Räume des Kellers können Sonnenlicht und frische Luft etwa durch Lichtschächte gelangen. Schlaf- und Badezimmer sind in diesem Bereich der Wohnung sinnvoll platziert und bleiben an heißen Sommertagen vergleichsweise kühl. (BSZ)

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