Bauen

Engpass beim Wohnungsbau: Kommunen spielen Schlüsselrolle und Wohnungsunternehmen wünschen sich einfachere Verfahren, weniger Hürden und mehr Bauland. (Foto: Wolf-Bild, VdW Bayern)

09.02.2026

Engpass beim Wohnungsbau: Wohnungsunternehmen wünschen sich einfachere Verfahren

Die Wohnungsunternehmen fordern zudem weniger Hürden und mehr Bauland

Bezahlbare Wohnungen sind in bayerischen Städten Mangelware. Seit Jahresbeginn stuft der Freistaat 285 Kommunen als Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt ein. Die hohen Mieten und die mangelnde Verfügbarkeit von Wohnungen sind ein zentrales Thema bei der Kommunalwahl 2026 am 8. März. Eine Umfrage des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen zeigt: Die Wohnungswirtschaft erwartet für 2026 keine Trendwende. Für den Wohnungsbau wünscht sich die Branche weniger kommunale Sonderanforderungen.

Was die Wohnungsunternehmen erwarten

Die 506 Mitgliedsunternehmen rechnen auch 2026 nicht mit einer Belebung des Wohnungsbaus. Viele Vorhaben hängen von knappen Wohnraumfördermitteln ab. Umso wichtiger sind passende Rahmenbedingungen in den Kommunen. Die Zusammenarbeit mit den Städten wird unterschiedlich bewertet. 32 Prozent der befragten Wohnungsunternehmen beurteilen sie als gut oder sehr gut. 29 Prozent hingegen empfinden sie als schlecht oder sehr schlecht. „Bezahlbare Wohnungen lassen sich nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf kommunaler Ebene und mit einem Verständnis für die gegenseitigen Belange schaffen“, so Verbandsdirektor Hans Maier.

Mehr als die Hälfte der Befragten nennt die Reduzierung kommunaler Sonderanforderungen als wichtigste Maßnahme, um Baukosten und Bauzeiten zu senken. Für schnellere Genehmigungen wünschen sich 18 Prozent die Anwendung des „Bau-Turbos“. Auch die konsequente Nutzung bestehender Erleichterungen im Bau- und Planungsrecht wird gefordert.

Mehr Handlungsspielraum bei Grundstücksvergabe gefordert

Eine große Hürde ist auch der Zugang zu Bauland. Deshalb wird die frühzeitige Einbindung der Wohnungsunternehmen bei neuen Bebauungsplänen als stärkstes Instrument der kommunalen Gebäude- und Grundstückspolitik gesehen (25%). An zweiter Stelle folgt die Vergabe nach Konzept statt nach Höchstpreis. Vergünstigte Konditionen oder langfristige Erbpacht kann aus Sicht von 14 Prozent der Befragten dazu beitragen, den Wohnungsbau signifikant anzukurbeln.

„Wir brauchen eine kommunale Baupolitik, die das Machbare in den Mittelpunkt stellt. Bayerns Wohnungswirtschaft steht als verlässlicher, langfristiger Partner der Kommunen bereit“, sagt Verbandsdirektor Hans Maier. (BSZ)

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