Bauen

Ein Blick aus der Luft zeigt die neue Straßenführung bei Altgmain. (Foto: Martin Gloss, StBAPA)

04.02.2026

Erhöhte Verkehrssicherheit

Ausbau der Bundesstraße 20 nördlich von Falkenberg

Mit dem Ausbau der Bundesstraße 20 (B 20) nördlich von Falkenberg (Landkreis Rottal-Inn) hat das Staatliche Bauamt Passau die Verkehrssicherheit auf der vielbefahrenen Bundesstraße erhöht. Ein zentrales Ziel war es, durch zusätzliche Fahrstreifen sichere Überholmöglichkeiten zu schaffen und damit Unfallrisiken nachhaltig zu reduzieren. Ende letzten Jahres fand die offizielle Verkehrsfreigabe nach dem dreistreifigen Ausbau statt.

Um den Verkehrsteilnehmern ein sicheres Überholen zu ermöglichen, wurde die B 20 zwischen den Einmündungen der Kreisstraße PAN 50 bei Kenoden und der Staatsstraße 2327 bei Unterbinder auf einer Länge von 4,1 Kilometern ausgebaut. Dabei entstanden zusätzliche Fahrstreifen mit einer Länge von rund 2,0 Kilometern in Fahrtrichtung Straubing und von 1,7 Kilometern in Fahrtrichtung Eggenfelden.

Großes Projekt,
wenig Sperrungen

Die Beseitigung zahlreicher Grundstückszufahrten und Anschlüsse von Feldwegen sowie Gemeindestraßen verringern zudem die Unfallgefahr erheblich. Dafür wurde in Oberbinder auch eine neue Anschlussstelle gebaut. Den querenden respektive auf- und abfahrenden Verkehr bündeln nun drei Brücken.

Die ersten vorbereitenden Maßnahmen begannen im Jahr 2020 mit Arbeiten an der Fernwasserleitung sowie Kanalarbeiten durch die Gemeinde. Der eigentliche Ausbau der Bundesstraße startete im Mai 2021 mit dem Bau des ersten Brückenbauwerks bei Schern.

Im August 2021 wurden in einer spektakulären nächtlichen Aktion die Fertigteilträger für das neue Überführungsbauwerk über die B 20 eingehoben. Dafür wurde die Bundesstraße eine Nacht lang gesperrt. Drei Schwertransporter brachten die Fertigteilträger zur Baustelle, wo die 25 Meter langen und 48 Tonnen schweren Betonträger auf die Widerlager gehievt wurden.
Ab 2022 folgte der Bau der zweiten Brücke im südlichen Bereich der Ausbaustrecke: Das Unterführungsbauwerk auf Höhe Vogging wurde im Mai 2023 fertiggestellt.

Im April 2023 begannen die Arbeiten am dritten Brückenbauwerk bei Altgmain. Diese Brücke unterführt die Gemeindeverbindungsstraße Altgmain-Hochholzen, sie wurde im Juni 2024 fertiggestellt.

Für den Anbau des Zusatzfahrstreifens wurde die Fahrbahn von 7,50 Meter auf jetzt 12,00 Meter verbreitert. Im Bereich des höhenfreien Knotenpunkts bei Altgmain entstanden auf 110 Meter Länge vier Fahrspuren durch die beidseitige Verbreiterung der Bundesstraße. Einige Grundstückszufahrten sowie Anschlüsse von Feldwegen und Gemeindestraßen wurden verlegt oder neu gebaut. Zudem wurden drei Regenrückhaltebecken und fünf Lärmschutzwände errichtet.

Gebaut wurde im Zuge des Projekts auch eine 63 Meter lange Stützmauer an der Gemeindeverbindungsstraße Kenoden-Altgmain mit einer Wandhöhe zwischen 1,50 und 3,70 Meter.
Für eine Baumaßnahme dieser Dimension hielten sich die Auswirkungen auf den Verkehr in Grenzen. Dank temporärer Baustellenumfahrungen konnte der Verkehr auf der B 20 während des größten Teils der Bauzeit ungehindert auf der Bundesstraße bleiben.

Zu Beginn der Maßnahme war die B 20 aufgrund von Rodungsarbeiten für drei Wochen gesperrt. 2025 war für den Anbau des dritten Fahrstreifens ab April bis Ende November die Umleitung einer Fahrtrichtung erforderlich, in diesen Zeitraum fiel zudem eine zweiwöchige Vollsperrung.

Die B 20 ist in der Region ein wichtiger Zubringer zur A 92 und zur A 94. Zwischen Straubing und Piding ist sie auch als die „Blaue Route“ bekannt: Ursprünglich während der Olympischen Spiele 1972 als Umgehung von München genutzt, besitzt sie bis heute eine zentrale Bedeutung im Fernverkehr und verbindet zahlreiche beliebte Reiseziele vom Vorderen Bayerischen Wald über den Gäuboden und das Rottal hin zum Königssee.

Eine Herausforderung stellt die zunehmende Verkehrsbelastung dar: Auf der B 20 fahren in diesem Abschnitt täglich rund 9500 Fahrzeuge, der Anteil des Schwerlastverkehrs beträgt rund 20 Prozent. (Sabine Süss)
 

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