Bauen

In keinem Bundesland ist der Fertigbau so stark nachgefragt wie in Baden-Württemberg, aber auch Hessen kratzt an der 40-Prozent-Marke. In Berlin war 2025 fast jeder dritte Neubau ein Fertighaus, in NRW nur gut jeder fünfte. (Grafik: BDF/Statistisches Bundesamt)

16.03.2026

Fertigbau kommt schneller aus der Baukrise

Allzeithoch von 26,5 Prozent Marktanteil für Fertighäuser

Im Jahr 2025 wurde in Deutschland wieder mehr gebaut. Gerade der Holz-Fertigbau hat gegenüber den Jahren der Baukrise deutlich zugelegt und überdurchschnittlich viele Baugenehmigungen für sich verbucht. In seinem Kerngeschäft, den Ein- und Zweifamilienhäusern, stieg der Marktanteil auf ein Allzeithoch von 26,5 Prozent, wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) mit Blick auf die amtlichen Zahlen bekannt gibt.

Von Januar bis Dezember 2025 wurden deutschlandweit 50.755 Ein- und Zweifamilienhäuser (+14,6 %) genehmigt, davon 13.473 in Fertigbauweise (+16,7 %). Der Fertigbauanteil von 26,5 Prozent bedeutete einmal mehr einen Anstieg gegenüber dem Wert im Vorjahreszeitraum (26,1 %). Höher war der Marktanteil noch nie. Im Jahr 2019 hatte er erstmalig die 20-Prozent-Hürde überschritten und zur Jahrtausendwende noch bei 13 Prozent gelegen.

Nach zehn Jahren Aufwärtstrend hatten die Baugenehmigungszahlen für Ein- und Zweifamilienhäuser ihren vorläufigen Höhepunkt im Jahr 2021 mit rund 110.000 Häusern, davon mehr als 25.000 Häuser in Holz-Fertigbauweise. In Folge gestiegener Bauzinsen, Material- und Energiekosten sowie gehemmter Investitionsbereitschaft und unsicherer Förderbedingungen setzte 2022 eine Baukrise ein, die innerhalb von drei Jahren einen Einbruch von 60 Prozent bei Ein- und Zweifamilienhäusern insgesamt und von 54 Prozent bei Fertighäusern bedeutete.

Verbands-Präsident Mathias Schäfer erklärt: „Der Fertigbau kommt schneller aus der Baukrise und baut seine Bedeutung für einen zukunftsweisen Gebäudebestand, für kosten- und ressourcenoptimiertes Bauen weiter aus. Seine Vorreiterrolle beim nachhaltigen, seriellen Bauen zeigt sich über den Ein- und Zweifamilienhausbau hinaus immer öfter auch bei größeren Wohnungs- und Objektbauten, bei der Quartiersentwicklung und Nachverdichtung. Die Fertighaushersteller sind zunehmend auch in diesen Geschäftsfeldern im Einsatz.“ (BSZ)

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