Bauen

Im Südwesten der Bundesrepublik ist der Fertigbauanteil am höchsten, aber auch im Norden wächst das Interesse an Fertighäusern. (Grafik: Statistisches Bundesamt/BDF)

25.02.2025

Fertighäuser gewinnen in der Baukrise an Marktanteil

Bundesverband Deutscher Fertigbau fordert Sofortprogramm, um das Bauen wieder anzukurbeln

Erstmals war im Jahr 2024 mehr als jedes vierte neu genehmigte Ein- und Zweifamilienhaus ein Fertighaus. Das vermeldet der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) bezugnehmend auf die neuesten Baugenehmigungszahlen des Statistischen Bundesamtes. Hiernach entsprachen 11.543 Fertighäuser von 44.293 neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern insgesamt einem Fertigbauanteil von 26,1 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 24,5 Prozent.

BDF-Präsident Mathias Schäfer ordnet die Zahlen ein: „Zwar ist die Zahl der neu genehmigten Einfamilienhäuser gegenüber dem Vorjahr erneut um rund 20 Prozent zurückgegangen. Dem Fertigbau ist es aber gelungen, sich in der Baukrise zu behaupten und Marktanteile hinzuzugewinnen.“ Neben dem privaten Eigenheim spielt die serielle und modulare Fertigbauweise zunehmend auch im Mehrfamilienhausbau eine Rolle. 2024 stieg deren Marktanteil an allen in Deutschland neu genehmigten Mehrfamilienhäusern mit mehr als zwei Wohneinheiten auf 8,2 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 7,0 Prozent.

Jetzt fordert der Bundesverband ein Sofortprogramm, um den gesamten Bausektor wieder anzukurbeln. „Wir brauchen besser heute als morgen weniger Vorschriften, schnellere Verfahren und eine bessere Bauförderung für alle Bürgerinnen und Bürger und für alle Wohnformen“, so Schäfer. „Für eine Durchschnittsfamilie muss es endlich wieder möglich werden, Wohneigentum zu bilden. Dazu gehört ausdrücklich auch das Einfamilienhaus in einer modernen, flächen- und energieeffizienten Bauweise.“

Schnelle Steuererleichterungen etwa bei der Grunderwerbssteuer auf selbst genutztes Wohneigentum oder Abschreibungsmöglichkeiten für private Bauherren können nach Ansicht des Fertigbauverbandes eine erste wirkungsvolle Maßnahme für Bauinteressierte sein und würden im Bundeshaushalt mittelfristig durch eine wieder anziehende Baukonjunktur und eine starke deutsche Bauwirtschaft kompensiert. Gerade serielle, modulare und systemische Bauweisen könnten dazu beitragen, die Produktivität der Bauwirtschaft zu steigern und in Zukunft kostengünstiger zu bauen.

„Die Fertighausbranche ist Vorreiter für nachhaltiges, serielles Bauen, für industrielle Vorfertigung und planungssichere Bauvorhaben – vom Einfamilienhaus bis hin zum großen Wohnungs- und Objektbau sowie bei der Nachverdichtung und Quartiersentwicklung“, so Schäfer. (BSZ)

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Ist der Tankrabatt sinnvoll?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

„Die Bundesregierungskoalition hat noch schnell Reformen angekündigt, ehe sie sich in die Berliner Sommerpause verabschiedete. Eine Sommerpause übrigens, die sich die Wirtschaft nicht leistet. Unternehmer und Manager sind stets am Sprung“, sagt Bertram Br

> Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung ist online

Die Suche nach dem sichersten Ort für unseren Atommüll ist eine staatliche Jahrhundertaufgabe. Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt vier Menschen vor, die diese Mission bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit ihre

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Passwort vergessen?

Geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail ein um Ihr Passwort zurückzusetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: vertrieb(at)bsz.de

Zurück zum Anmeldeformular 

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Passwort vergessen?

Geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail ein um Ihr Passwort zurückzusetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: vertrieb(at)bsz.de

Zurück zum Anmeldeformular 

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.