Bauen

Dank der kurzen Bauzeit sind manche Versicherungen beim Fertighausbau um mehr als 30 Prozent günstiger. (Foto: BDF/DFH)

08.11.2018

Gut abgesichert

BDF rät: Bauherren sollten ihr Fertighaus in der Bauphase gut absichern

Ein Hausbau wird begleitet von großer Vorfreude, aber auch von Verpflichtungen. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) nennt die wichtigsten Versicherungen, mit denen Bauherren ihr Fertighaus in der Bauphase absichern sollten.

Dank der kürzeren Bauzeit sind die Beiträge bei Fertighäusern teils um mehr als 30 Prozent günstiger. Die wohl wichtigste Versicherung für den Hausbau ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung. Sie sollte zusätzlich zur privaten Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, sobald der erworbene Grund und Boden als Baugrundstück gilt. Denn fortan steht der Bauherr in der Verantwortung, wenn beispielsweise Bauarbeiter, spielende Kinder oder Verkehrsteilnehmer – etwa infolge unterlassenen Winterdienstes oder verunreinigter Straße – zu Schaden kommen. Auch Sachschäden, wie sie zum Beispiel durch umstürzende Bäume oder herabfallendes Werkzeug oder Baumaterial am Auto des Nachbarn entstehen können, sind durch die Bauherrenhaftpflichtversicherung in aller Regel abgedeckt.

Ebenfalls wichtig ist die Bauleistungsversicherung. Sie greift während der Bauphase bei Schäden am Haus, die durch höhere Gewalt entstehen. Hierzu zählen außergewöhnliche Witterungseinflüsse wie Erdbeben oder Überschwemmung, nicht aber jahreszeittypische Phänomene wie Frost im Winter oder Sturm im Herbst. Auch Schäden durch Vandalismus und Fahrlässigkeit sowie Konstruktions- und Materialfehler können zum Leistungsumfang dieser Versicherung zählen. Der Diebstahl von Baumaterialien, die noch nicht fest verbaut sind, wird hingegen nicht mit abgedeckt.

„Die Bauherrenhaftpflicht- und die Bauleistungsversicherung sollten bei keinem Hausbau fehlen. Sie werden einmalig für die Dauer des Bauvorhabens fällig. Beim Fertighausbau belohnen viele Versicherungsanbieter die vergleichsweise kürzere Bauzeit mit geringeren Kosten“, sagt BDF-Sprecher Christoph Windscheif.

Wer sich statt eines schlüsselfertigen Fertighauses für ein Ausbauhaus entscheidet und Freunde und Bekannte in die Ausbauarbeiten mit einbezieht, sollte sich mit der Bauhelferversicherung befassen. Auch müssen Helfer bei der zuständigen Baugenossenschaft gemeldet werden. Wichtig ist auch eine Rohbaufeuerversicherung, die bei Brand und Blitzeinschlag greift. Diese geht nach Fertigstellung des Hauses oftmals in eine notwendige Wohngebäudeversicherung über.

„Auch die Finanzierung des Bauvorhabens sollte gut abgesichert sein“, rät Windscheif. Die meisten Fertighaus-Hersteller bieten eine Festpreisgarantie an, was gegenüber dem konventionellen Bauen schon mal ein Vorteil ist. Dennoch sollten Bauherren von Anfang an Rücklagen bilden, um auch in Ausnahmesituation handlungsfähig zu bleiben. Eine Risikolebensversicherung hilft, wenn einer der beiden Ehepartner verstirbt, bevor die Kreditsumme abbezahlt ist. Eine Restschuldversicherung greift auf Wunsch auch dann schon, wenn die Kreditraten infolge unverschuldeter Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit nicht mehr gezahlt werden können. Eine weitere Möglichkeit ist die Arbeitslosenversicherung. Diese Versicherungen können dabei helfen, Zahlungsschwierigkeiten über einen Zeitraum von meist nicht mehr als zwölf Monaten zu überbrücken.

Ist der Neubau schließlich bezugsfertig, braucht es neben der Wohngebäudeversicherung idealerweise noch einen Elementarschadenschutz, eine Hausrat- und eine Gebäudehaftpflichtversicherung. Weitere spezifische Versicherungen können je nach Ausstattung des Fertighauses ebenfalls Sinn machen. So werden zum Beispiel immer mehr Fertighäuser als „Smart Home“ mit teurer Digitaltechnik konfiguriert. Für sie gibt es inzwischen eine spezielle Elektronikversicherung, die Schäden zum Beispiel durch unsachgemäße Bedienung, Sabotage oder Diebstahl abdeckt.

„Bereits mit wenigen Hundert Euro lässt sich ein Hausbau umfassend absichern. Die Versicherungen beugen allen Eventualitäten vor und lassen Bauherren noch entspannter auf ihr Bauvorhaben schauen – erst recht bei einem Fertighaus mit kürzerer Bauphase und weniger Eigenleistungen“, schließt Windscheif. (BSZ)

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