Bauen

Ein ebenerdiger Bungalow bietet gute Voraussetzungen für das Älterwerden in den eigenen vier Wänden. (Foto: BDF/WeberHaus)

22.11.2018

Hausbau in der zweiten Lebenshälfte

Die Generation 50+ zieht gerne nochmal um

Jeder vierte Bauherr eines Fertighauses ist älter als 50 Jahre. Das geht aus einer aktuellen Branchenumfrage des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) hervor. Damit sind die Best Ager hinter Familien mit Kindern die wichtigste Kundengruppe der Fertighaushersteller. Warum das so ist, erklärt eine repräsentative Umfrage der Techniker Krankenkasse: Vier von fünf Deutschen möchten im eigenen Zuhause alt werden.

„In der zweiten Lebenshälfte ändern sich die Wünsche und Ansprüche an das Wohnen. Deshalb möchten gerade dann viele Menschen noch einmal in ein exakt auf ihre Wünsche zugeschnittenes Eigenheim umziehen“, sagt BDF-Sprecher Christoph Windscheif. Nicht zu klein und nicht zu groß, modern geschnitten und komfortabel eingerichtet sowie leicht zu pflegen und barrierefrei zu bewohnen – so sieht das Traumhaus vieler (nicht nur) älterer Bauherren aus.

„Das Zauberwort beim Fertigbau heißt ‚Konfigurieren‘. So ähnlich wie beim Auto können Bauherren ihr neues Zuhause individuell gestalten und ausstatten – und das geht auch im fortgeschrittenen Alter noch ganz problemlos“, so Windscheif. Bauherren jeden Alters werden beim Fertighausbau von einem persönlichen Fachberater begleitet. Während er jungen Familien, die ihr erstes Eigenheim planen, viele allgemeine Informationen und Hilfestellungen an die Hand gibt, weiß die Generation 50+ oft schon besser, was auf sie zukommt – und vor allem, wie ihr neues Zuhause aussehen soll. Diese Vorlieben können mit Details zum modernen, barrierefreien Bauen ergänzt werden.

„Die bodentiefe Dusche, breitere Durchgänge auch für Gehhilfen und sogar das komplett barrierefreie Wohnen auf einer Ebene sind bei vielen Hausherstellern an der Tagesordnung – und das zunehmend auch für jüngere Baufamilien, die sich von Anfang an für das Älterwerden in den eigenen vier Wänden rüsten wollen“, sagt der Fertighausexperte. Deutschlandweit sei aktuell rund jedes fünfte neu genehmigte Ein- und Zweifamilienhaus ein Fertighaus. „Die komfortable Hauskonfiguration sowie die kurze und stressfreie Bauphase bis hin zum termingenauen Einzug in ein schlüsselfertiges Zuhause kommen generationenübergreifend sehr gut an“, weiß Windscheif.

Weitere Besonderheiten von Häusern, die ideal für die zweite Lebenshälfte geeignet sind, sind technische Hilfsmittel wie automatische Belüftungsanlagen, Saugroboter oder ein elektrischer Sicht- und Sonnenschutz an den Fenstern. Diese und viele weitere Komponenten können in ein intelligentes Smart Home-System integriert werden, das mehr Komfort, aber auch mehr Sicherheit garantiert. Gerade bei älteren Menschen sei das Sicherheitsbedürfnis ohnehin stärker ausgeprägt, so der BDF-Sprecher.

Beim Grundriss planen Bauherren fortgeschrittenen Alters außerdem gerne ein Extra-Zimmer ein. Das kann zunächst als Gästezimmer und später als Unterkunft für eine häusliche Pflegekraft genutzt werden. „Oder wenn noch etwas mehr Spielraum zur Verfügung steht, kann auch eine separate Einliegerwohnung mit eingeplant werden. Die bietet beste Voraussetzungen für das heute wieder gefragte Mehrgenerationenwohnen unter einem Dach“, sagt Windscheif. Wer diese Voraussetzungen schon in der ersten Lebenshälfte schaffe, brauche dann in der zweiten Lebenshälfte womöglich nur noch innerhalb des Hauses umzuziehen. (BSZ)

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