Bauen

In den Neubau wurden knapp 18,6 Millionen Euro investiert. (Foto: Landkreis Eichstätt)

04.12.2018

In Holz-Hybridbauweise errichtet

Neues Dienstleistungsgebäude Lenting des Landratsamts Eichstätt

Im Beisein von zahlreichen Gästen wurde das neue Dienstleistungsgebäude Lenting der Landkreisverwaltung Eichstätt offiziell eröffnet. Eichstätts Landrat Anton Knapp bedankte sich im Rahmen der Einweihungsfeier für die vertrauensvolle und gelungene Zusammenarbeit besonders bei dem Generalunternehmer Hans-Jörg Reisch, dem verantwortlichen Architekten Florian Nagler sowie allen am Bau beteiligten Firmen, die ihr Bestes zum Gelingen dieses großen Projekts beigetragen haben.

Mit dem Spatenstich zum Neubau am 27. Juni 2017 und dem Richtfest am 21. März 2018 ist es gelungen, in der Lentinger Bahnhofstraße innerhalb kürzester Planungs- und Bauzeit ein hochmodernes, effizientes Gebäude zu errichten, das allen Erfordernissen der Verwaltungsbereiche entspricht und damit auch die Raumnot der Landkreisverwaltung wie auch Probleme mit Zufahrt und Parkplätzen beseitigt.

„Es ist tatsächlich so, dass wir als Landkreisverwaltung besonders den Damen und Herren Kreisräten zu danken haben, dass sie aufgeschlossen und mutig waren, mit uns zusammen den Weg hin zu diesem Neubau gegangen sind“, so Knapp. Der Entscheidungsfindungsprozess führte bereits in der letzten Wahlperiode des Kreistags zu den Ergebnissen, in Eichstätt an der Gemmingenstraße und in Lenting jeweils neue Dienstleistungszentren des Landratsamts zu errichten.

In Abwägung von Kosten und Nutzen hat sich der Kreistag deshalb in seiner Sitzung vom 17. Oktober 2013 für die Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes in Lenting als Ersatz für das bisherige Dienststellengebäude „Auf der Schanz“ in Ingolstadt ausgesprochen. Die Landkreisverwaltung wurde beauftragt, dieses Konzept weiterzuverfolgen und den notwendigen Grunderwerb zu tätigen. Nach dem Erwerb des Grundstücks schloss die Gemeinde Lenting das eingeleitete Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans sehr zügig und erfolgreich ab.

Und zügig ging es weiter voran. Aus Gründen des Klimaschutzes bestand der Wunsch, das Verwaltungsgebäude in Lenting mit dem nachwachsenden und CO2-neutralen Baustoff Holz – vornehmlich in Holzständerbauweise – zu errichten. Die Kreisverwaltung schlug schließlich dem Kreisausschuss in der Sitzung vom 27. Juli 2015 vor, das Verwaltungsgebäude in Lenting von einem Generalunternehmer schlüsselfertig errichten zu lassen und das Vergabeverfahren in Form eines öffentlichen Teilnahmewettbewerbs mithilfe eines einschlägig erfahrenen Ingenieurbüros durchzuführen.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 18,6 Millionen Euro hat der Landkreis ein herausforderndes und herausragendes Projekt bestens gestemmt.

Nach Informationsgesprächen mit im Objektbau erfahrenen Holzbauunternehmen kam die Verwaltung zu der Überzeugung, dass die Errichtung des viergeschossigen Verwaltungsgebäudes in Holzbauweise wirtschaftlich realisiert werden kann. Der Kreistag fasste nach entsprechender Empfehlung des Kreisausschusses den Beschluss, dass dem zur Errichtung des Verwaltungsgebäudes durchzuführenden Vergabeverfahren die Ausführung in Holz- beziehungsweise Holzständerbauweise zugrunde gelegt werden.

Neubau war richtig

Die Vorbereitung, Durchführung und Begleitung des öffentlichen Vergabeverfahrens konnte, wie bereits kurz erwähnt, von der Hochbauverwaltung mithilfe eines einschlägig erfahrenen Ingenieurbüros, der rheform-ImmobilienManagement GmbH, München, durchgeführt werden.

Das Büro rheform berichtete in der Kreistagssitzung vom 28. November 2016 über den Stand des Vergabeverfahrens und stellte die Entwürfe und Angebote der am Wettbewerb teilnehmenden Generalunternehmer ausführlich vor. Nach Auswertung der verbindlichen Angebote beschloss der Kreisausschuss schließlich die Beauftragung der Firma Georg Reisch GmbH & Co. KG, Bad Saulgau, mit dem Neubau des Verwaltungsgebäudes in Lenting zum Pauschalfestpreis von knapp 18,6 Millionen Euro. In der Kreisausschusssitzung vom 30. Januar 2017 wurde die Firma rheform zudem mit den Projektsteuerungsleistungen während der Planungs- und Ausführungsphase zum Neubau beauftragt.

„Ich bin heute mehr denn je davon überzeugt, dass der Weg eines Neubaus richtig ist, denn wir erhalten ein Dienstgebäude nach dem neuesten Stand, dessen Raumplanung auf die Erfordernisse unserer Sachgebiete und Einrichtungen maßgeschneidert ist und an einem optimalen Standort im Herzen unseres schönen Landkreises angesiedelt ist“, betonte Landrat Knapp. Mit dem Neubau würden sicherlich die Kapazitäten der Landkreisverwaltung strapaziert, aber die Vorteile eines neuen Dienstgebäudes lägen klar auf der Hand: Ein Dienstgebäude nach dem neuesten Stand, dessen Raumplanung auf die Erfordernisse von Sachgebieten und Einrichtungen maßgeschneidert werden konnte.

Am gesamten Bau wurde ressourcenschonend mit regionalen Unternehmern gearbeitet, nachdem das Gebäude in Holz-Hybridbauweise errichtet wurde samt Fassadenverschalung aus Lärchenholz. Auf dem Dach ist eine Photovoltaik-Anlage installiert sowie östlich am Gebäude gibt es eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Fahrräder.

Heutige zukunftsfähige Neubauten müssen sich weit höheren Anforderungen stellen, als vom Gesetzgeber verlangt wird. Diesem Konzept der Nachhaltigkeit der Gebäude hat der Landkreis Eichstätt Rechnung getragen und die wirtschaftliche Gesamtkonzeption entsprechend darauf abgestellt: Sowohl Wärmeversorgung als auch Gebäudeversorgung, Lüftungsanlage, Beleuchtungstechnik und Sonnenschutzsteuerung bis hin zu den Außenanlagen und den befestigten Flächen sind wohldurchdacht.

Selbstverständlich wurde bei der Planung großer Wert auf Barrierefreiheit gelegt, damit auch Menschen mit Behinderung die neue Dienststelle gut erreichen und besuchen können. Von der barrierefreien Bushaltestelle geht ein barrierefreier Weg bis hin zum Infoportal im Eingangsbereich. Hörgeschädigte Menschen haben die Möglichkeit, mobile Induktionsschleifen zu verwenden und im ganzen Haus zu nutzen. Auch auf barrierefreie Arbeitsplätze wurde geachtet. Ab sofort ist das Dienstleistungszentrum Lenting übrigens auch mit dem ÖPNV bestens zu erreichen.

Die Realisierung dieses Gebäudes innerhalb von zwei Jahren ist eine hervorragende Leistung und nach den Worten von Landrat Knapp nur möglich gewesen, da auf dieser Baustelle wirklich alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben. So hob er hervor, dass sowohl Zeitplan als auch Budget eingehalten werden konnten. Ab sofort finden hier folgende Sachgebiete eigene Büros:
– Erdgeschoss: Zulassungsstelle, Staatsangehörigkeitsrecht, Information und Poststelle.
– 1. Obergeschoss: Das Amt für Soziales und Senioren, Veterinärwesen, Gesundheitlicher Verbraucherschutz sowie Gewerbe- und Gaststättenrecht.
– 2. Obergeschoss: Das Amt für Jugend und Familie sowie im
– 3. Obergeschoss: Bauverwaltung Bezirk Süd, der Planungsverband Region Ingolstadt sowie Büros der Hauptverwaltung und das Besprechungsbüro des Landrats.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme sind nach Worten des Landkreischefs „gut investiertes Geld, denn die bisherige Raumnot der Landkreisverwaltung hat damit hoffentlich ein Ende“. (Petra Preis)

(Blick ins neue Dienstleistungsgebäude Lenting - Fotos: Landkreis Eichstätt)

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