Bauen

Gesamtansicht des neuen sonderpädagogischen Förderzentrums. (Foto: Julia Schambeck)

20.03.2026

Klar funktional gegliederter Baukörper

Neue Außenstelle des sonderpädagogischen Förderzentrums „Schule an der Altmühl“ in Kösching

Am Standort der Rudolf-Winterstein-Grundschule in Kösching wurde eine neue Außenstelle des sonderpädagogischen Förderzentrums „Schule an der Altmühl“ im Passivhausstandard realisiert. Mit der Planung beauftragt war die Dömges Architekten AG. Der Neubau ergänzt den bestehenden Schulcampus mit einem eigenständigen Lernort für Kinder und Jugendliche. Förderschwerpunkte sind Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung.

Ziel der Planung war es, Synergien mit der parallel laufenden Sanierung und Erweiterung der Grundschule zu nutzen. Eine gemeinsame Adressbildung mit klarem Haupteingang stärkt den Campusgedanken und verbessert die Erschließung. Der Eingangsbereich an der Ingolstädter Straße entlastet zudem den angrenzenden Stadtweg.
Der dreigeschossige Baukörper folgt der dreieckigen Grundstücksform und ist klar funktional gegliedert: Verwaltung und SVE-Bereiche im Erdgeschoss, Grundschulstufe im ersten, Mittelschulstufe im zweiten Obergeschoss.

Die innere Organisation orientiert sich an einem modernen pädagogischen Konzept mit Marktplätzen, flexiblen Lernlandschaften und klar zugeordneten Bereichen. Eine großzügige Aula mit Sitzstufen bildet das kommunikative Zentrum. Ergänzt wird das Raumangebot durch mehrere Dachterrassen. Diese erweitern die Innenräume, ermöglichen Unterricht im Freien und holen Tageslicht in das Gebäude.

Reduktion
versiegelter Flächen

Der Neubau erfüllt hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Holz prägt Konstruktion, Fassade und Innenausbau. Dachbegrünungen, reduzierte Versiegelung und ein integriertes Regenwassermanagement tragen aktiv zum Klimaschutz bei. Das Förderzentrum ist barrierefrei und unterstützt durch ruhige Materialität und farbige Akzente die besonderen Bedürfnisse der Nutzer.
Die Grundkonstruktion des Gebäudes erfolgt als Massivbau, Holzstützen kommen als tragende Elemente im Fassadenbereich zum Einsatz. Holz wird darüber hinaus als baukonstruktives und gestalterisches Mittel verwendet.

Das Projekt leistet, wie bereits kurz erwähnt, auch einen konkreten Beitrag zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz durch eine konsequente Reduktion versiegelter Flächen, eine hohe Durchbegrünung und ein integriertes Regenwassermanagement.

Alle Nebengebäude sind mit einer extensiven Dachbegrünung vorgesehen. Diese erhöht zusätzlich den Grünflächenanteil, verbessert die Regenwasserrückhaltung, wirkt wärmedämmend und trägt zur Biodiversität bei. Gleichzeitig unterstützen die begrünten Dächer die Verzögerung des Regenwasserabflusses und leisten einen weiteren Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas.

Im Rahmen des Regenwassermanagements wird das Regenwasser teilweise über Baumrigolen versickert, über eine Gartenwasserstation zur Versorgung der automatischen Bewässerungsanlage der Außenbereiche genutzt und an die bestehende Regenwasserleitung angeschlossen. Ein Regenrückhaltebecken mit 195 Kubikmeter Fassungsvermögen bedient die Anlagen und sichert die Zisternennutzung sowie kontrollierte Ableitung bei Starkregen. Das Regenwassermanagement folgt dem Prinzip „Rückhalten und Nutzen“.

Das Förderzentrum mit den Schwerpunkten Lernen, Sprache und emotional-soziale Entwicklung ist als öffentlich zugängliches Gebäude, wie bereits erwähnt, barrierefrei. Darüber hinaus gibt es ein ruhiges, abgestimmtes Farb- und Materialkonzept, das speziell auf die Bedürfnisse der Förderschüler angepasst ist. Ferner wurden erhöhte Maßnahmen der Raumakustik umgesetzt.
(Claudia Eckert-Büttner)
 

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