Bauen

Christian Paulus, Geschäftsführender Gesellschafter der PAULUS Immobiliengruppe, Jan Neusiedl, Erster Bürgermeister der Gemeinde Grünwald und Ines Stenzel, Geschäftsführung bei Blaesig Architekten GmbH (v.l.). (Foto: PAULUS Immobiliengruppe / SCRIVO Communications)

03.03.2026

Massiv auf Holz gebaut

Spatenstich für grünes Wohnbauprojekt in der Gemeinde Grünwald

Mit dem Spatenstich Ende Februar starteten die Bauarbeiten für ein besonders nachhaltiges Wohnbauprojekt in Grünwald: Am Hirtenweg 10-12 errichtet die PGH Grundstücksgesellschaft Hirtenweg mbH, ein Unternehmen der PAULUS Immobiliengruppe, zwei moderne Holzwohnhäuser mit vier Geschossen. Bei dem Vorzeigeprojekt im Münchner Süden zeigt die Grünwalder Immobilienfirma, was sie bei großen Holzbauvorhaben wie in Frankfurt am Main gelernt hat, wo PAULUS maßgeblich am Holzhochhaus Timber Pioneer sowie dem F.A.Z.-Tower mitgewirkt hat.

Insgesamt entstehen zwölf Wohneinheiten zwischen 61 und 135 Quadratmetern. Die Baugenehmigung für das Projekt liegt bereits vor. „Mit dem Projekt 'Green Living' zeigen wir, dass nachhaltiger Wohnungsbau, Baugeschwindigkeit, Wohnkomfort und Haltbarkeit mit Holz als Baustoff sehr gut darstellbar sind", sagt Christian Paulus, Geschäftsführender Gesellschafter der PAULUS Immobiliengruppe. „Hier entsteht Wohnraum, der ökologisch und ökonomisch funktioniert und der für Generationen gedacht ist." Dass sich das Neubauprojekt harmonisch in den Ort einfügt, ist Paulus nicht nur als in Grünwald ansässiges Unternehmen wichtig. „Wir sind direkte Nachbarn des Baugrundstücks und wollen ein Ensemble, auf das man gern schaut“, sagt er.

Das Neubauprojekt setzt entsprechend bereits äußerlich Akzente. Während bei vielen Holzhybridneubauten in München Holz vor allem als Träger vorkommt und äußerlich kaum sichtbar ist, präsentieren beide Wohnhäuser ihren Holzkern künftig stolz im Grünwalder Straßenbild. Die Fassaden sind durch vertikale Holzelemente geometrisch gegliedert. „Das Holz erzeugt eine warme Struktur, die dreidimensional wirkt und sich modern in den Ort eingliedert“, sagt Ines Stenzel von der Blaesig Architekten GmbH. „Wir haben uns für eine Formensprache entschieden, die bayerische Holzbaukultur modern fortschreibt.“ Selbst die geneigten Satteldächer verbinden Tradition und Zukunft. Auf ihnen sollen Photovoltaik-Module angebracht werden mit einer Leistung von 60 kWp. Bei zwölf Wohneinheiten mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von jährlich rund 3000 kWh kann der Bedarf bilanziell nahezu gedeckt werden.

Die Fichte als Baumaterial macht nicht nur ästhetisch eine gute Figur. „Raumqualität, Klima und Wohnraumgefühl sind bei Holz spürbar anders“, weiß Paulus aus Erfahrung bei anderen Projekten. Darüber hinaus kann mit Holz schneller, sauberer und leiser gebaut werden, weil der Vorfertigungsgrad der Bauteile höher ist. Laut der PAULUS Immobiliengruppe soll das Objekt bis 2028 bezugsfertig sein.

Holzmassivbauweise als Bekenntnis zur Nachhaltigkeit

Vor allem jedoch erlaubt es der nachwachsende Rohstoff Holz der Gemeinde, schon heute ökologische Verantwortung zu übernehmen. In dem bei diesem Projekt verbauten Holz sind rund 376,2 Tonnen CO₂ gespeichert. Im Vergleich zu einem vergleichbaren Referenzneubau braucht das Projekt Green Living in Grünwald 13,8 Tonnen CO₂ weniger pro Jahr und rund drei Viertel weniger Primärenergie.

„Die Verwendung von Holz senkt den ökologischen Fußabdruck“, erklärt Paulus. „Die Holzmassivbauweise ist ein klares Bekenntnis zu ökologischer Verantwortung gegenüber der nächsten und übernächsten Grünwalder Generation", sagt er. Das Wohnbauprojekt am Hirtenweg schafft dringend benötigten Wohnraum im Münchner Süden. Die zwölf Wohneinheiten bieten eine Vielfalt an Grundrissen – von kompakten Wohnungen bis hin zu großzügigen Familienwohnungen. Ein Teil der Wohnungen soll als Mitarbeiterwohnungen für die Gemeinde zur Verfügung stehen und damit einen konkreten Beitrag zur Wohnraumversorgung vor Ort leisten.

Das Energiekonzept sieht eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und ein Erdregister zur Vorwärmung und Vorkühlung der Außenluft vor. Auch Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ist an jedem Stellplatz möglich. Selbst bei der Tiefgarage mit 12 Stellplätzen wird an die Nachhaltigkeit und den Klimawandel gedacht. Viele begrünte Dächer speichern bei Starkregen Wasser und kühlen bei Hitze die Umgebung. (BSZ)

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