Bauen

Der Neubau des Zugspitzbahnhofs soll das seit 1929 bestehende Bahnhofgebäude ersetzen und gegenüber dem Eisstadion entstehen. (Foto: Bayerische Zugspitzbahn, Hinterschwepfinger)

30.10.2019

Moderne statt Steinzeit

In Garmisch-Partenkirchen entsteht ein neuer Zugspitzbahnhof

Die Tage des 1929 erbauten Bahnhofgebäudes in der Olympiastraße 27 in Garmisch-Partenkirchen sind gezählt. Im September 2019 begannen die Bauarbeiten für den neuen Zugspitzbahnhof. Das neue Gebäude wird vis-á-vis des Olympia-Eissport-Zentrums errichtet und neben dem Bahnhof auch neue Verwaltungsräumlichkeiten beherbergen. Die Eröffnung ist für Dezember 2020 geplant. Die Standortplanung für das Projekt sowie die Architektur und Generalplanung übernahm die Hinterschwepfinger Projekt GmbH aus Mehring bei Burghausen.

Christian Hallweger, Leiter des Geschäftsbereichs Architektur bei Hinterschwepfinger, freut sich über den Auftrag. „Wir übernehmen die Standortplanung sowie die Generalplanung einschließlich Architektur, Statik, Brandschutz und HLSE-Planung und konnten den Bauherrn einmal mehr von den Vorteilen eines kompletten Leistungsspektrums unter einem Dach überzeugen. Die gewerkeübergreifende und auf konsequent auf BIM basierte Planung steht für ein hohes Maß an Kostensicherheit und Termintreue.“

Der Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen dient vielen Gästen der Bayerischen Zugspitzbahn als erste Anlaufstelle und nimmt eine immer wichtigere Bedeutung für das Bergbahnunternehmen ein. Während im Geschäftsjahr 2014/2015 rund 150 000 Besucher an diesem Bahnhof ihren Ausflug auf die Zugspitze oder ins Gebiet Garmisch-Classic starteten, verzeichnete die Bayerische Zugspitzbahn im letzten Geschäftsjahr dort bereits knapp 190 000 Erstzutritte. Durch die direkte Anbindung an den DB Bahnhof Garmisch-Partenkirchen und die ganzjährig bestehende Kooperation mit der Deutschen Bahn wird die Anreise mit dem Zug für viele Gäste der Bayerischen Zugspitzbahn immer attraktiver.

Deutliche Komfort-
und Qualitätssteigerung

Freuen dürfen sich die Gäste des Bergbahnunternehmens ab 2020 auf eine deutliche Komfort- und Qualitätssteigerung ihres Besuchs. Das neue, rollstuhlgerechte Bahnhofsgebäude setzt optisch auf Glas- und Holzelemente und bietet neben einer zeitgemäßen Infrastruktur inklusive Blindenleitsystem auch einen überdachten Bahnsteig. Für die Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn bedeuten die neuen Verwaltungsräumlichkeiten in erster Linie Arbeitsbedingungen, die den Anforderungen und Standards des 21. Jahrhunderts entsprechen. „Die aktuelle Situation am Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen ist weder für unsere Gäste noch für unsere Mitarbeiter tragbar. Der Neubau katapultiert uns sprichwörtlich von der Steinzeit in die Moderne“, so Matthias Stauch, Kaufmännischer Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn.

Zeitgemäßes Design und hochwertige Materialien

Der neue Zugspitzbahnhof verbindet Funktionalität, zeitgemäßes Design sowie hochwertige Materialien. Er präsentiert sich modern und im Einklang mit der Natur – und wird damit dem Selbstverständnis des Unternehmens gerecht. Dies findet Ausdruck in der klaren Linienführung, die das Gebäude harmonisch in die Umgebung einbettet, ohne dass dabei der Blick auf das Bergpanorama verloren geht. Dasselbe betont auch seine Materialität, hier kommen Naturstein, Holz, Glas und Stahl zum Einsatz.

Die Fassade wird von schwarz emailliertem Glas und Holzlamellen geprägt. Im Glas spiegeln sich je nach Betrachtungswinkel Himmel und Berge, wodurch ein Gefühl der Transparenz entsteht. Die horizontal angebrachten Holzlamellen, die nicht nur als attraktive Gestaltungselemente, sondern auch als Sonnenschutz dienen, ermöglichen dem Betrachter sowohl von außen als auch von innen, den Blick ohne Unterbrechung schweifen zu lassen. Außerdem korrespondieren sie mit der Holzfassade des gegenüber stehenden Olympia-Eissport-Zentrums. Auf diese Weise entsteht optisch eine harmonische Einheit.

Auf der funktionalen Ebene stehen zwei Hauptaspekte im Fokus des Konzepts: Technisch auf dem neuesten Stand, bietet das Verwaltungsgebäude effizienzfördernde und gleichzeitig angenehme Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn. Das Gebäude erstreckt sich auf insgesamt vier Ebenen (Keller und drei oberirdische Geschosse). Das Erdgeschoss bilden zwei nicht miteinander verbundene Gebäudeteile (Kassenhalle und Zugang zur Verwaltung), auf denen die weiteren zwei Obergeschosse aufgesetzt sind. So entsteht ein überdachter Bereich mit optimierter Besucherlenkung für Fahrgäste.

Luftiger, großzügiger Empfang für die Fahrgäste

Durch die komplette Verglasung und vertikale Verbindung des Erdgeschosses mit dem ersten Obergeschoss bietet die Kassenhalle einen luftigen, großzügigen Empfang für Fahrgäste, die anschließend über einen anderen Zugang den überdachten Wartebereich betreten können. Ihrem Komfort dient auch ein zu den Gleisen hin errichtetes Vordach.

Die zwei Obergeschosse sind ausschließlich den Mitarbeitern der Bayerischen Zugspitzbahnen vorbehalten. Sie beherbergen unter anderem Büros, Besprechungszimmer, einen geräumigen Aufenthaltsraum, Küche, Sanitärräume. In den Verwaltungsräumlichkeiten sind die Abteilungen Personal, Marketing, Verrechnung/Kasse, Personalvertretung, Vorstand, technische Leitung, Bauabteilung sowie Controlling untergebracht. (BSZ)

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