Bauen

Blick in einen der drei neuen OP-Säle. (Foto: Christian Horn)

24.10.2019

Modernste Technik, gepaart mit effizienten Prozessen

Die Neu- und Umbaumaßnahmen an der Juraklinik Scheßlitz sind abgeschlossen

Seit 2015 fanden in der Juraklinik Scheßlitz (Oberfranken) umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen statt, in welche rund 16 Millionen Euro investiert wurden. Das Millionenprojekt wurde von der Staatsregierung mit 11,7 Millionen Euro und vom Landkreis Bamberg mit rund vier Millionen Euro gefördert. Entstanden sind ein neu gebauter OP-Trakt mit 710 Quadratmetern Grundfläche, weitere zehn Funktionsabteilungen wurden intensiv umgebaut.

So konstatierte Gesundheitsministerin Melanie Huml in ihren Grußworten am 3. Oktober: „Krankenhäuser sind für die gesundheitliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger ganz zentral. Egal wo sie leben, in der Stadt oder auf dem Land. Umso mehr können wir uns freuen, dass die Menschen bei uns in Bayern überall auf einem sehr hohen medizinischen und pflegerischen Niveau versorgt werden.“

Schon im Dezember 2016 wurde mit der Fertigstellung des Um- und Erweiterungsbaus des Laborbereichs der erste Meilenstein erreicht. Hier entstanden neue Behandlungsräume für die EKG und Lungenfunktionsdiagnostik sowie für die Herzschrittmacherkontrolle. Im Juli 2017 wurde der Neubau mit Verbesserung der Entsorgungsstruktur – das Lager und der Wirtschaftshof mit Außenanlage – im Untergeschoss abgeschlossen.

Drei hochmoderne OP-Säle

Als dritter Meilenstein konnte im gleichen Jahr der OP-Trakt mit zentraler Patienteneinschleusung und drei hochmodernen und nach neuesten technischen Methoden und Möglichkeiten konzipierten und eingerichteten OP-Sälen in Betrieb genommen werden. Der OP-Trakt erhielt als Wandverkleidung farbige Reinraumglaspanele. Dieses spezielle Farbkonzept, das ebenfalls in den Funktionsräumen fortgeführt wurde, dient der Sicherheit und Orientierung von Patienten und Mitarbeitern.

Direkt am OP-Bereich angrenzend befindet sich der neu umgebaute und ebenfalls erweiterte Aufwachraum mit zwölf Betten. Der Pflegestützpunkt, der dem Pflegepersonal eine uneingeschränkte Sicht über den gesamten Raum bietet, ermöglicht eine optimale Überwachungsmöglichkeit der Patienten nach der OP. Ebenfalls wurde die Funktionsabteilung der Endoskopie erweitert. Mit zwei, technisch auf dem neuesten Stand befindlichen, Endoskopieräumen sowie einem separaten Patientenvorbereitungsraum und einer Hightech-Geräteaufbereitungseinheit wird der Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter ebenfalls Rechnung getragen. Die Fachabteilung der Inneren Medizin erhielt neben den neuen Endoskopieräumlichkeiten ebenfalls drei Arztzimmer mit Sekretariat auf der gleichen Ebene.

Um alle notwendigen Fachabteilungen und Behandlungsräumlichkeiten auf einer Ebene unterzubringen, wurde der Eingang der Notaufnahme verlegt und neue Behandlungsräume sowie ein neuer Schockraum angegliedert. Mit der Fertigstellung der Intensivstation mit insgesamt neun Plätzen mit Tageslicht und zwei Plätzen als Isolationskabinen mit separater Schleuse wurde ein weiterer Meilenstein erreicht. Im Oktober 2019 konnten mit der Eröffnung der Information mit zwei Aufnahmekabinen, der Zentralaufnahme mit diversen Behandlungsräumlichkeiten und Wartebereich und mit Anschluss des neuen CT-Geräts der Neu- und Umbau im Erdgeschoss komplett fertiggestellt werden.

„Mit Abschluss der Neu- und Umbauarbeiten im Erdgeschoss der Juraklinik befinden sich alle Funktionsabteilungen auf einer Ebene und in unmittelbarer Nähe. Diese Einheit gestattet die bestmögliche diagnostische und operative Versorgung unserer Patienten. Von der modernen Technik, den strukturellen Verbesserungen und den optimierten Ablaufprozessen profitieren sowohl unsere Patienten als auch unsere Mitarbeiter“, so der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft Udo Kunzmann. (BSZ)

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