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Erwähnung“, die nicht mit einem Preisgeld verbunden ist. Die GEWOFAG führte das Bauvorhaben von 2013 bis Ende 2014 gemeinsam mit dem Architekturbüro Hechenbichler durch.
„Die Herausforderung bei diesem Projekt bestand darin, diese historische Siedlung möglichst effizient energetisch zu sanieren und gleichzeitig Denkmalpflege zu betreiben. Sämtliche Arbeiten wurden im bewohnten Bestand realisiert“, so Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der GEWOFAG. „Dabei mussten wir unseren Mietern leider einiges an Lärm und Staub zumuten, das lässt sich bei einem so umfangreichen Projekt nicht vermeiden. Wir bedanken uns bei allen Mieterinnen und Mietern für ihre Geduld. Aber ich denke, nun freuen sie sich mit uns über die erneuerte Siedlung. Der Fassadenpreis der Stadt München ist eine großartige Anerkennung und zeigt, dass hier gute Arbeit geleistet wurde.“
Auszeichnungen gab es für in den Jahren 2013 und 2014 durchgeführte beziehungsweise fertiggestellte mustergültige Renovierungen von Stuckfassaden der Gründerzeit und des Jugendstils sowie für vorbildliche Fassadenmalereien. Mit dem Fassadenpreis zeichnet die Landeshauptstadt bereits seit 1969 besonders wertvolle Fassaden aus, die durch Renovierungs- und Gestaltungsmaßnahmen in „neuem altem“ Glanz erstrahlen und damit die Stadtgestalt prägen.
Die Wohnanlage, in der sich auch einige Künstlerateliers befinden, ist neben Ramersdorf, Giesing, Harlaching und Friedenheim (Laim) eine der fünf Gründersiedlungen der GEWOFAG. Der Münchner Architekt Hans Döllgast plante sie in den Jahren 1928 bis 1931 im Stil der klassischen Moderne. An der Gestaltung der Einzelgebäude waren damals eine Reihe weiterer Münchner Architekten beteiligt, die die Häuser zusammen mit Bildhauern, Malern und Gartenkünstlern mit Schmuckelementen wie Wandmalereien und Halbreliefs abwechslungsreich gestalteten. Die prämierte Siedlung erstreckt sich über die Arnulfstraße 180-212 (gerade), Karl-Schurz-Straße 19, Renatastraße 37/39, Schäringerplatz 11/13, 12/14, Schluderstraße 24-40 (gerade), 41/43, 45/47, Stupfstraße 1-19 (ungerade), 2-18 (gerade), Zum Künstlerhof 1-11 (ungerade), 2-18 (gerade).
Die historischen Schmuckelemente wie Wandmalereien und Halbreliefs wurden aufwendig durch einen Restaurator saniert. Details wie die je Block individuell gestalteten kupfernen Regeneinlaufkessel konnten originalgetreu nachgebildet werden. Eine Farbkonzeption über die Gesamtanlage, aufbauend auf einer
Befundstudie zu den ursprünglichen Fassadenfarben, übersetzt die Grundidee Döllgasts in die heutige Zeit. Verwendet wurde dabei ein mineralisches Fassadenfarbsystem, wie es auch zu Zeiten Hans Döllgasts üblich war.
In enger Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde im Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat die GEWOFAG alle entscheidenden Maßnahmen an den Fassaden, wie beispielweise die unterschiedlichen Details am Dachrand, genau abgestimmt und mit den Fachplanern individuelle Detaillösungen entwickelt. Da die GEWOFAG aufgrund der reichhaltigen Fassadenzierelemente kein Wärmedämmverbundsystem anbringen konnte, legte sie das Hauptaugenmerk beim Konzept zur Energieeinsparung auf den Fenstertausch. Dazu wurde ein spezieller Fenstertyp entwickelt, der trotz denkmalrechtlicher Anforderungen an Material und Optik und konstruktiver Kriterien der Einbausituation einen möglichst guten Energiestandard ermöglicht. In einigen Häusern befinden sich Künstlerateliers. Hier hat die GEWOFAG soweit wie möglich die alten großflächigen Atelierfenster erhalten und das Gebäude auf der Innenseite mit neuen Kastenfenstern auf den aktuellen energetischen Standard gebracht. (BSZ)
(Malerei an einer Fassade in der Stupfstraße; Relief über einer Haustüre, ebenfalls in der Stupfstraße; Wohnhaus mit Atelier in der Strße Zm Künstlerhof - Fotos: Uwe Kurenbach)



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