Bauen

Anne Franke, stellvertretende Vorsitzende des Anstaltsbeirats der JVA, Eberhard Schmid, Leiter des staatlichen Bauamts München 1, Bauminister Bernreiter, Michael Stumpf, Leiter der JVA, und Justizminister Eisenreich. (Foto: StMB)

26.06.2023

Neubau innerhalb der JVA München

Größte Krankenabteilung des bayerischen Justizvollzugs nimmt Gestalt an

4600 Quadratmeter Nutzfläche, Platz für 88 stationäre Krankenplätze zur medizinischen Grundversorgung: Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt (JVA) München entsteht derzeit eine neue Krankenabteilung. Gefangene werden dort eine medizinische Grundversorgung erhalten, die die Bereiche Allgemeinmedizin, Psychiatrie, Drogen- und Alkoholentzug, Zahnmedizin und eine Infektionsabteilung umfasst. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter (CSU): „Der Neubau ist eine Herausforderung, da die Krankenabteilung auch den Anforderungen eines Gefängnisses entsprechen muss. Die Baustelle läuft aber auch trotz der Herausforderungen durch Corona und Materialengpässe ohne Unterbrechung. Aktuell finden der Innenausbau und der technische Ausbau statt. Herzlichen Dank an das Staatliche Bauamt München 1, die Architekten der Sweco GmbH, allen weiteren Planern und beteiligten Firmen für diese großartige Leistung!“

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU): "Ein Neubau bei laufendem Betrieb unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen ist eine logistische Meisterleistung. In der neuen Krankenabteilung können insgesamt 88 Gefangene, davon 14 Frauen, stationär behandelt werden, ein Zuwachs von 25 Betten. Damit spielt die JVA München weiter eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Gefangenen im Süden Bayerns. Ich freue mich sehr, dass wir auch Personal aufstocken konnten. Mit Unterstützung des Bayerischen Landtags ist es uns gelungen, bayernweit neue Stellen für den Justizvollzug zu schaffen, darunter allein 17 für Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger."

Der Neubau ist ein wichtiger Baustein in der Sanierung der JVA München. Das rechteckige Gebäude ist rund 30 x 80 Meter groß und wird durch zwei Lichthöfe gegliedert. Die Architektur setzt die hohen Vorgaben an die Sicherheitsanforderungen des Justizvollzugs zweckmäßig und wertbeständig um. Eisenreich: ″Damit haben wir zugleich in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger investiert."

Das Dach des Gebäudes und die Innenhöfe werden begrünt, die Fassade wird in Form einer langlebigen, dadurch nachhaltigen Klinkervorsatzschale errichtet. Die Nutzung von Fernwärme zusammen mit den effektiven Wärmerückgewinnungsanlagen und der Verdunstungskühlung bei den Lüftungsanlagen reduziert den CO2 Ausstoß deutlich.

Als Ergebnis eines Wettbewerbs zur Kunst am Bau werden Gefangene in einem Workshop Motive für Glasfenster erarbeiten, die in die Fassade der Hafträume eingefügt werden.

Die Inbetriebnahme der Krankenabteilung ist für das Frühjahr 2025 geplant. Die Kosten für den Neubau liegen bei rund 62 Millionen Euro. (BSZ)

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