Bauen

Der Erweiterungsbau mit über 70 Büros schafft Platz für mehr als 150 Mitarbeiter*innen. (Foto: Kathrin Preis)

28.10.2022

Prägnante Holzlamellen

Der Erweiterungsbau für das Landratsamt Cham ist fertiggestellt

Pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des Landkreises Cham wurde am 17. September 2022 der neue Erweiterungsbau des Landratsamts Cham eingeweiht. Landrat Franz Löffler (CSU) begrüßte dazu Bayerns Bauminister Christian Bernreiter (CSU), der in seiner Festrede die Bedeutung der Landratsämter hervorhob. Einen Tag später präsentierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Landrat Löffler die Vielseitigkeit und Dienstleistungsorientierung der Behörde bei einem Tag der offenen Tür.

„Diese sind die beste Begründung für den Erweiterungsbau“, so Löffler. „Die Krisen der letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige Verwaltung vor Ort für die Menschen ist.“ Zudem hätten die Landratsämter in den letzten 40 Jahren zahlreiche neue Aufgaben und Dienstleistungen erhalten, die es früher gar nicht gab beziehungsweise nicht in dem Umfang. Die Entwicklung einer Region habe ganz eng damit zu tun, wie ein Landkreis organsiert sei.

Der Anbau mit über 70 Büros schafft dabei Platz für über 150 der 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises Cham. Bernreiter zeigte sich in seiner Rede bei der Einweihung beeindruckt vom neuen Gebäude: „Eine moderne und leistungsfähige Verwaltung braucht entsprechende Räumlichkeiten. Vom Erweiterungsbau des Landratsamts Cham profitieren daher nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Dass das Bauvorhaben in nur zwei Jahren im geplanten Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen werden konnte, ist gerade in der jetzigen Zeit mit all ihren Herausforderungen eine bemerkenswerte Leistung, zu der ich allen am Bau Beteiligten ganz herzlich gratulieren möchte.“

Der Erweiterungsbau mit seinen prägnanten Holzlamellen war auch der Besuchermagnet am Tag der offenen Tür. Während die Besucher*innen im Inneren ein modernes Bürogebäude erwartete, in dem sich viele Bereiche des Landratsamts vom Büro des Landrats bis zum Treffpunkt Ehrenamt präsentierten, wurde über die Außenfassade viel gesprochen. „Bereits zu Beginn der Planungsarbeiten 2018 hatte Landrat Franz Löffler uns das Ziel gesetzt, Energie einzusparen, wo es möglich ist. Dabei spielt die Klimatisierung der Büros eine immer wichtigere Rolle. Durch die Lamellen an der Fassade ist dies energiesparend möglich“, erklärte Architekt Georg Kerschberger bei der kirchlichen Segnung.

Baulicher Sonnenschutz werde in den kommenden Jahrzehnten ein entscheidender Faktor in der Energiebilanz von Gebäuden, der Nachhaltigkeit und somit beim Klimaschutz sein, so der Architekt. Durch das Abrücken des baulichen Sonnenschutzes von der Fassade werde die aufsteigende Wärme durch einen Kamineffekt nach oben abtransportiert. „Der Erweiterungsbau ist in dieser Hinsicht ein Vorzeigeprojekt“, fasste Löffler zusammen. Der Erweiterungsbau entspricht einem Effizienzhaus 55 und wird zudem noch mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet zur Eigenversorgung mit Strom. Für die nötige Wärme sorgt wie im Bestandsgebäude die Fernwärme der Naturenergie Cham GmbH.

Nachdem das Landratsamt erweitert wurde, steht nun im Bereich Hochbau des Landkreises Cham neben verschiedenen Schulsanierungen das nächste Projekt an: die Generalsanierung des Bestandsgebäudes. Das 1979/80 errichtete Landratsamt ist sanierungsbedürftig. Insbesondere in energetischer Hinsicht entspricht das Gebäude nicht mehr den heutigen Anforderungen. Um diese Generalsanierung baulich umsetzen zu können, wird der neue Erweiterungsbau zunächst als Arbeitsort für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zu sanierenden Gebäudeteile genutzt. Geplant ist die Sanierung in mehreren Bauabschnitten. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2023 vorgesehen. (BSZ)
 

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