Bauen

Der Bürokomplex "Lichthöfe" in der Münchner Maxvorstadt. (Visualisierung: Brückner Architekten)

02.05.2023

Vier Baukörper, drei Innenhöfe

Grundsteinlegung für Bürogebäude „Lichthöfe“ im neuen Tech-Areal in der Münchner Maxvorstadt

Der Münchner Bauträger und Projektentwickler MünchenBau feierte vor Kurzem die Grundsteinlegung und den Beginn der Rohbauarbeiten für sein neues Bürogebäude „Lichthöfe“. Der Bau in der Denisstraße, zwischen Mars- und Karlsstraße, soll bis Mitte 2024 an den Mieter übergeben werden. „Mit den Lichthöfen realisieren wir ein Büroprojekt in einem der zukunftsträchtigsten Münchner Stadtbezirke“, erklärt Friedrich Neumann, Gründer und Geschäftsführer von MünchenBau. „Die vormals durch Industrie und Gewerbe geprägte Maxvorstadt nördlich vom Hauptbahnhof erlebt derzeit einen enormen Strukturwandel und entwickelt sich durch den Zuzug der Internetgiganten Google und Apple zum gefragten Tech-Hotspot“.

Früher Industrie und Gewerbe – heute Tech: Die Maxvorstadt nördlich vom Münchner Hauptbahnhof macht aktuell einen Strukturwandel durch, der seinesgleichen sucht. Internetriesen wie Google und Apple sorgen mit dem Kauf beziehungsweise der Anmietung und dem Umbau großer Flächen gerade dafür, dass sich das Gesicht des Stadtbezirks grundlegend verändert. Die Geschichte des Viertels soll dennoch sichtbar bleiben. Angelehnt an die historischen Wurzeln des Quartiers errichtet der Projektentwickler MünchenBau seine Büroimmobilie in der Denisstraße 3a deshalb im Fabrikdesign. Bis Mitte 2024 entstehen rund 9000 Quadratmeter flexible Büroflächen mit großzügigen Kommunikationsbereichen und weitläufigen, begrünten Dachterrassen sowie rund 7000 Quadratmeter Nebenflächen. Entwurf und Planung stammen vom Münchner Architekturbüro Brückner Architekten.

Das Büroprojekt „Lichthöfe“ besteht aus vier Baukörpern, von denen jeweils zwei parallel zueinander angeordnet sind, sowie drei Innenhöfen. Eine Besonderheit des Projekts ist das Shed-Dach. Bei dem Sägezahndach handelt es sich um eine Dachform, die vor allem bei Fabrikhallen verwendet wird. Dabei werden mehrere kleine pult- oder satteldachartige Dachaufbauten hintereinander gereiht. „Hier haben wir die historischen Bezüge der ehemaligen Bebauung des Viertels aufgegriffen“, erklärt Architekt Laurent Brückner. Die größte Herausforderung des Projekte­­­­s bestand laut Brückner darin, die mit rund 4000 Quadratmetern relativ kleine Grundstücksfläche optimal auszunutzen und dabei gleichzeitig ein Maximum an natürlich belichteter Fläche zu erzeugen – daher der Name ‚Lichthöfe‘, sagt Brückner.

Alle Innenräume lassen sich aufgrund der flexiblen Anschlüsse je nach Bedarf in Größe und Form anpassen. Außerdem wurden bewusst zahlreiche Kommunikationsflächen, Meeting- und Kreativräume sowie Ruheräume geplant. Bauherr Neumann: „Wir haben frühzeitig die neue Arbeitswelt nach der Pandemie mitgedacht und mehr und größere, gemeinsam genutzte Flächen für den Austausch unter den Mitarbeitern eingeplant“.

Um dem Bedarf für 85 Stellplätze sowie Technik- und Nebenräume gerecht zu werden, erstrecken sich die Untergeschosse über drei Ebenen. Die Tiefgarage bietet Ladestationen für E-Bikes und E-Autos. Damit das Gebäude den neuesten Standards für ökologisches Bauen entspricht, wird eine LEED-Gold-Zertifizierung angestrebt.

Laut Zeitplan wird MünchenBau nach der Grundsteinlegung mit der Errichtung der Untergeschosse beginnen. „Aufgrund der beengten Lage des Grundstücks war es notwendig, eine außergewöhnliche und aufwändige Arbeitsplattform auf Bohrpfählen zu errichten“, zeigt sich Martina Decker, Prokuristin bei MünchenBau, beeindruckt. (BSZ)

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