Beruf & Karriere

Durch Affiliate-Marketing können alle zu Influencern werden. (Foto: dpa/Matzka)

19.02.2021

Als Affiliate zum großen Geld

Menschen legen mehr Wert auf persönliche Empfehlungen – das eröffnet Unternehmen und Jobsuchenden neue Möglichkeiten

Mit Online-Geschäften schnell und einfach Geld verdienen. Was nach einem dubiosen Angebot klingt, gilt bereits seit mehreren Jahren als erfolgreiches Geschäftsmodel. Die Rede ist von Affiliate-Marketing. Da sich Kommunikation bereits seit einiger Zeit verändert, passen sich viele Unternehmen diesem Trend immer mehr an. Zwar lässt sich nicht pauschal festhalten, dass die Kommunikation seit einigen Jahren eher passiv verläuft. Jedoch findet sie heutzutage subtiler und emotionaler statt. „Produkte unterscheiden sich häufig nur noch gering voneinander, sodass Kunden viel mehr Wert auf persönliche Empfehlung legen – sowohl aus dem eigenen privaten Umfeld als auch von Experten und anderen Personen aus der Öffentlichkeit“, so Businesscoach Mike Warmeling.

Affiliate-Marketing gehört dem Online-Marketing-Mix an und zeichnet sich als eine spezielle Form des Empfehlungsmarketings aus, bei dem Vertriebspartner zusammenarbeiten – mit dem Ziel, ein Produkt zu verkaufen. Hierfür treffen Advertiser, Publisher und gegebenenfalls auch Affiliate-Netzwerke aufeinander. Bei einem Affiliate, auch Publisher genannt, handelt es sich um eine Person, die das Produkt eines Herstellers oder aber auch Händlers – des Advertiser oder Player – auf seiner Website oder dem Social-Media-Kanal vertreibt und dafür eine Provision vom Player erhält. „Affiliate-Netzwerke stellen Plattformen dar, auf denen beide Parteien zusammenfinden können. Darüber hinaus wickeln sie die Zahlungsangelegenheiten ab und unterstützen mit Technologie und Infrastruktur“, erklärt Warmeling. Zu den Publishern zählen neben Nachrichten-, Cashback- oder Gutscheinseiten auch Influencer oder einfach Menschen mit einem eigenen Weblog. Um für die Produkte des Player zu werben, gelten Banner und Videoformate, aber vor allem auch Textlinks als üblich. Geld verdienen lässt sich dabei mit verschiedenen Möglichkeiten der Provision. Einerseits kann der Publisher bei Klick auf das Werbemittel Geld erhalten – das sogenannte Cost-per-Click-Modell. Andererseits gibt es den Cost-per-Sale oder auch Cost-per-Order genannt, der erst Provision generiert, sobald es auch wirklich zu einem Kauf kommt, nachdem auf das Werbemittel geklickt wurde. Die letzte Möglichkeit besteht im Cost-per-Lead. Hier bedarf es der Kontaktaufnahme mit dem potenziellen Kunden oder zumindest der Aufnahme seiner Daten durch den Advertiser.

Geht es bei den Affiliates aber um besonders reichweitenstarke Influencer, basiert die Vergütung eher auf einer speziellen Kampagne oder einem festen Gehalt. Kleinere, sogenannte Micro-Influencer, greifen hingegen gern auf Affiliate-Marketing zurück. Durch diverse Plattformen lassen sich leicht Partner für jede Branche finden, die gut zusammenpassen. Wer Interesse daran hat, ins Affiliate-Marketing einzusteigen, sollte sich im Vorfeld selbst einige Fragen stellen. Zunächst einmal gilt es zu klären, in welchem Bereich jemand über Expertenwissen verfügt. Schließlich geht es hier auch darum, hinter einem Produkt zu stehen und davon überzeugt zu sein. Ein Netzwerk hilft dann im nächsten Schritt bei der Wahl der richtigen Produkte – aber auch die Wahl der Plattform ist entscheidend. Affiliates arbeiten meist ungebunden von Ort und Zeit nach ihrem eigenen Rhythmus – lediglich ein Laptop und eine stabile Internetleitung sind dafür notwendig. Es lassen sich auch mehrere Jobs zeitgleich machen und damit das Einkommen ganz nach persönlicher Entscheidung steigern.
(Silvia Renz)

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