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Die Blockchain-Technologie lässt sich auch für Verträge nutzen. (Foto: dpa/Annette Riedl)

29.09.2023

Mit Krypto-Technologie zum Erfolg

Warum Unternehmen den Nutzen der Blockchain nicht unterschätzen sollten

Wer sich in der letzten Zeit ein wenig mit Geldanlagen oder auch Online-Banking beschäftigt, hat in der Regel schon einmal den Begriff Blockchain gehört. Dabei handelt es sich um eine dezentrale Datenbanktechnologie. Erste Grundlagen entstanden zwar schon in den Neunzigerjahren, aber erst im Zuge der Kryptowährung Bitcoin startete die erste öffentlich verteilte Blockchain. Seitdem hat sich das Anwendungsgebiet stetig erweitert. „Längst bildet die Blockchain nicht nur eine weitere Stufe im technologischen Fortschrittskampf, sondern entwickelt sich immer weiter zur Zukunft der Datenspeicherung im Finanzbereich“, prognostiziert Investor und Vertriebstrainer Dirk Kreuter.

Während generierte NFTs oder Kryptowährung lange als recht wankelmütig galten, hat sich der Markt in der letzten Zeit immer mehr stabilisiert. Nun haben sich solche Geldanlagen schon seit einiger Zeit als Zahlungsmittel etabliert und wer die Bedeutung dieser Innovation früh erkannt hat, profitiert stark davon. Viele Unternehmer haben den Umfang des bestehenden Potenzials jedoch noch nicht begriffen oder zögern noch, sich auf diesen Hoffnungsträger einzulassen. Dabei bietet die Blockchain neben einem außerordentlichen Maß an Transparenz eine beinah unendliche Auswahl an Möglichkeiten für den Einsatz – von digitalen Kunstwerken bis zur Eintrittskarte. 

Viel Potenzial für die Wirtschaft

Wie die Blockchain jedoch im Allgemeinen funktioniert, lässt sich für Laien relativ schnell erklären. „An sich besteht dieses digitale Konstrukt aus einer Reihe von Datensätzen, die sich stetig durch neue Informationen erweitern und sich dabei in ihrer Entstehung jeweils aufeinander beziehen“, erklärt Kreuter. Sobald eine finanzielle Transaktion zwischen zwei Personen oder Unternehmen stattfindet, verifizieren spezielle „Nodes“ oder Netzwerkknoten diese anhand von kryptografischen Berechnungen im Netzwerk. Danach fasst das System diese Informationen in einen neuen Datenblock zusammen und sichert die Kopie in der wachsenden Blockchain vor möglichen Manipulationen.

Zur Sicherstellung der Reihenfolge und Verifizierung der Aktion kommen zudem verschiedene Konsensmechanismen wie das Lösen von mathematischen Rätseln – auch „Proof of Work“ genannt – zur Anwendung. Sobald sich der neue Datenblock in die Blockchain einfügt, entsteht somit eine transparente und permanente Kopie dieser Überweisung. Informationen, die einmal in der Blockchain enthalten sind, lassen sich aufgrund der Kontinuität auch nur äußerst schwer verändern oder löschen, was die Sicherheit und Nachweisbarkeit der Transaktion verbessert. 

Zum einen handelt es sich bei der Blockchain um eine sichere Datensammlung, die auch aufgrund der dezentralen Speicherung schwer zu manipulieren ist, und zum anderen bietet sie gleichzeitig eine große Transparenz für alle Beteiligten. Dadurch lassen sich unter anderem spezielle Vertrauensbeziehungen mit Geschäftspartnern oder auch Kunden aufbauen. Besonders die dezentrale Verteilung der Blockchain stellt einen ihrer größten Vorteile dar, denn jeder Teilnehmer hat auf seinem Rechner eine vollständige Kopie der Datenbank.

Einzelne Teilnehmende der Blockchain kümmern sich um die Überprüfung der Abläufe. Damit benötigt es bei Transaktionen keine dritte Partei oder Instanz, wie beispielsweise eine Bank, um für Rechtssicherheit zu sorgen. Kreuter erläutert: „Durch diesen Faktor und die öffentliche Nachvollziehbarkeit bei Besitzverhältnissen von NFTs bieten diese eine einzigartige Art der Vermögenswerte im digitalen Rahmen.“ 

Zwar existiert diese spezielle Datenbanktechnik schon seit circa 2009, aber bisher haben viele Unternehmen dieser Technik und den daraus resultierenden digitalen Geldanlagen kaum Beachtung geschenkt. Dabei erweisen sich die individuellen Gründe als recht unterschiedlich. Manche Betriebe sahen die Probleme in der unbekannten technischen Umsetzung und andere haben die vielen Möglichkeiten für sich noch nicht erkannt.

„Neben der klassischen Kryptowährung lässt sich diese Technologie auch für Musik, Fotos, Texte oder sogar Verträge nutzen“, weiß Kreuter. „Von Kundenbindung über die Schaffung eines digitalen Markenerlebnisses bis hin zu erheblichen Vorteilen beim Online-Marketing – die Möglichkeiten eines eigenen NFTs können enorme Auswirkungen auf den Erfolg eines Unternehmens haben.“

Schlussendlich handelt es sich bei der Blockchain um eine Anwendung, die es ermöglicht, Daten sicher und transparent zu speichern. Egal ob Finanzwesen, Lieferkettenmanagement oder Gesundheitsdienstleistungen – damit bietet die Technologie die Möglichkeit, die Wirtschaft zu revolutionieren. Wer diesem Markt noch länger keine Beachtung schenkt, bereut dies spätestens in ein paar Jahren. (Hannah Bädjer)

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