Beruf & Karriere

Treten technische Probleme oder Störungen auf, sind IT-Systemelektroniker gefragt. (Foto: dpa/Julian Stratenschulte)

12.05.2022

Wenn das Computernetzwerk nicht funktioniert

IT-Fachkräfte werden händeringend gesucht

Ob Feuermelder am Flughafen, Computernetzwerk bei einem mittelständischen Unternehmen oder Telefonanlage: Überall dort, wo es ausgeklügelte technische Systeme gibt, sind IT-Systemelektroniker*innen im Einsatz. Sie kümmern sich um die Planung, Installation und Wartung der Systeme. Treten technische Probleme oder Störungen auf, sind sie erste Ansprechpartner*innen. Dann sind Schnelligkeit und ein kühler Kopf gefragt.

Denn Cybersicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung wie man ganz aktuell am Hackerangriff auf den Traktorenhersteller Fendt aus Marktoberdorf (Landkreis Ostallgäu) sieht. Darum wurden auch die IT-Ausbildungsberufe Fachinformatiker/-in (den Beruf gibt es in vier anspruchsvollen Fachrichtungen: Anwendungsentwicklung, Daten- und Prozessanalyse, Digitale Vernetzung und Systemintegration), IT-System-Elektroniker/-in, Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement und Kaufmann/Kauffrau für IT-System-Management massiv um Lehrinhalte rund um IT-Sicherheit aufgestockt.

So wurde bereits 2018 in allen IT-Berufen unter anderem das Thema IT-Sicherheit ergänzt. 2020 erfolgte dann in einem zweiten Schritt die vollständige Überarbeitung der Ausbildungsordnungen der vier genannten dualen IT-Berufe. Die entsprechenden neuen Ausbildungsordnungen traten am 1. August 2020 in Kraft. Für alle vier Berufe gilt übergreifend: Die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz wurden deutlich ausgebaut.

Rechnersysteme aufbauen

So sind Fachinformatiker*innen der Fachrichtung Systemintegration die Spezialisten für das Aufbauen und Einrichten ganzer Rechnersysteme für die Kundschaft. Sie übernehmen nicht nur Softwareaufgaben, sondern kümmern sich auch um die PCs, Server und die Vernetzung untereinander. Daher sind die Fachinformatiker auch die ersten Ansprechpersonen, sollte ein Rechner abstürzen und nicht mehr funktionieren. Sie bieten Reparaturservices an. Sie schulen Kund*innen im Betrieb und in den wichtigsten Wartungsaufgaben für die IT und sind immer die richtigen Ansprechpartner, falls neue PCs angeschafft und eingerichtet werden müssen.

Nach der Ausbildung zum Fachinformatiker ist vor der Ausbildung – denn die IT-Branche entwickelt sich mit jeder Grafikkarte und jedem Programm weiter und wer hier stehen bleibt, hat beruflich langfristig das Nachsehen. Das heißt, dass man sich häufig auch nach Feierabend noch mit Fachliteratur beschäftigen sollte. Da diese oft auf Englisch ist, sollte man entsprechende grundlegende Fremdsprachenkenntnisse mitbringen. Der Schlüssel für eine Karriere im Informatikbereich liegt dann in der Beherrschung wichtiger Programmiersprachen und der Kenntnis des Marktes.

In allen Ausbildungsverhältnissen gibt es die Möglichkeit, die Ausbildungszeit von in der Regel drei Jahren individuell zu verkürzen. Dies ist schon bei Abschluss des Ausbildungsvertrags beispielsweise bei Vorliegen bestimmter Schulabschlüsse regelmäßig mit einer Verkürzung um sechs bis zwölf Monate möglich. Zudem kann bei guten Leistungen in der Ausbildung eine vorzeitige Prüfungszulassung erfolgen.
(rs)

 

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