Freizeit und Reise

Über 600 Teilnehmer waren heuer beim Frankenwald Wandermarathon auf der Strecke. (Foto: Friedrich H. Hettler)

24.09.2018

44 Kilometer auf Schusters Rappen

Rund um Helmbrechts fand der 7. Frankenwald Wandermarathon statt

Obwohl sich die Sonne erst gegen Mittag die Ehre gab, waren die Wetterbedingungen beim 7. Frankenwald Wandermarathon optimal. Früh um sieben Uhr standen letzten Samstag über 1200 Wanderfüße in Helmbrechts erwartungsvoll am Start. Nicht nur, dass die Strecke mit 44 Kilometern etwas länger als die offizielle Marathondistanz ist, auch die Stationen an der Strecke waren dieses Jahr so viel wie nie: Gut zwei Dutzend Erlebnisstationen und mit Frühstück sowie Abendessen in der Göbelhalle insgesamt 15 Verpflegungspunkte sorgten dafür, dass es den aus ganz Deutschland angereisten Wanderfans an nichts fehlte.

Direkt nach dem Start an der Helmbrechtser Göbelhalle ging es in die Natur, Richtung „Orter Alm“, den 

„Walberngrüner Gletscher“ und nach Enchenreuth. Bis dahin gab es schon den Baumschubser, einen ersten Schluck zu Trinken, Stimmung auf der Alm, Laserbiathlon, Blutdruckmessung und einen stimmgewaltigen Empfang bei der Brotzeit. Den Döbraberg immer wieder mal im Blick führte der Weg danach hinab zur Bischofsmühle, anschließend über die „Treppe zum Wanderhimmel“ steil wieder nach oben, nach Hohenzorn, wo man dann erst einmal durchschnaufen konnte.

Von dort musste man auf Schusters Rappen wieder hinab ins Eisenbachtal zum MTB-Parcours und schließlich auf weichen Waldpfaden wieder bergauf Richtung Schwarzenbach am Wald. Spätestens dann wussten die Teilnehmer auch, wie die rund 1100 Höhenmeter zusammenkamen. Doch nicht genug, denn auf dem Skulpturenweg – hier gab es unter anderem den „Hähmann“ zu sehen, eine Sagengestalt aus dem Frankenwald – ging es ab ins Dachsloch, ehe man nach einem tüchtigen Anstieg die Panoramahütte und kurz darauf – bei gut der Hälfte der Distanz – schließlich den Döbraberg-Gipfel erreichte.

Nach der Mittagsrast in Döbra führte der Weg über Haidengrün und Haueisen nach Schauenstein. Flüssiges Obst, Barfußparcours und „süße Bienen“ warteten auf diesem Teil der Strecke auf die Teilnehmer, ehe es über den Schießpark mit der wachenden Jungfrau nach gut 30 Kilometern in Schauenstein Kaffee und Kuchen gab. Obacht war am „Jungfernbühl“ angesagt, denn hier warteten die legendären Frankenwald-Weiber mit einem – wie jedes Jahr – selbst gefertigten Wanderandenken – heuer ein Mini-Rucksack – sowie Bier, Wurst, Essiggurken und natürlich Hochprozentigem.

Ein Glücksrad und die letzte Shuttle-Station vor dem Ziel warteten in Günthersdorf. Wer dort in den Bus einstieg, verpasste den längsten Schal der Welt (über vier Kilometer lang), der einige hundert Meter ausgerollt die Wanderer begleitete, die übrigens auch ein Stück daran weiter weben konnten.

Das Ziel, die Helmbrechtser Göbelhalle, war nun nicht mehr allzu weit entfernt, allerdings wartete auf die Wanderfreunde noch ein letzter Anstieg, denn es galt, den Kirchberg zu erklimmen. Von dort ging es dann nur noch bergab auf den letzten Kilometer. Im Laufe des Nachmittags und frühen Abends trudelten dann die Wanderer, obschon etwas geschafft, aber dennoch überglücklich, unter dem Beifall der Zuschauer im Ziel ein.

Auch in diesem Jahr kann man wieder von einem überaus gelungen Frankenwald Wandermarathon sprechen, zumal auch das Wetter das seinige dazu beitrug – nicht zu heiß und nicht zu kühl. Wer den Wandermarathon noch nicht mitgemacht hat, sollte ihn sich für nächstes Jahr schon mal vormerken – Termin ist der 4. Mai 2019, die ersten Tickets hierfür gibt es noch vor Weihnachten. Und wer schon einmal oder mehrmals dafür seine Wanderstiefel geschnürt hat, der wird auch kommendes Jahr wieder dabei sein wollen, denn dieser Event ist beinahe schon wie eine Sucht. Den Kultstatus hat der Frankenwald Wandermarathon längst erreicht.

So ist es auch leicht zu verstehen, wieso die limitierten rund 600 Startplätze im Frühjahr bereits innerhalb weniger Minuten ausverkauft waren. Einen großen Anteil am Erfolg des Events haben jedes Jahr die vielen engagierten Helferinnen und Helfer an der Strecke, denn erst ihr Einsatz, so Organisator Markus Franz, entlang der Tour macht den Frankenwald Wandermarathon zu einem echten Erlebnis. (Friedrich H. Hettler)

(Sonnenaufgang über Helmbrechts. Frankenwald Weiber, der Baumschubser und der längste Schal der Welt - Fotos: Friedrich H. Hettler)



 

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