Reisen

Das Deutschordensschloss in Bad Mergentheim. (Foto: Deutschordensmuseum Bad Mergentheim)

04.07.2019

800 Jahre Mythos

Jahrhundertelang residierte der Deutsche Orden in Bad Mergentheim

Jahrhundertelang residierte der Deutsche Orden in Bad Mergentheim. In diesem Jahr darf nun ein großes Jubiläum gefeiert werden.

Der uralte Mythos trägt ein schlichtes Symbol: Ein schwarzes Kreuz auf weißem Grund, das Wappen des Deutschen Ordens, ist in Bad Mergentheim noch an vielen historischen Häusern zu sehen. 800 Jahre ist es jetzt her, dass sich der mächtige Ritterorden hier niederließ und Geschichte schrieb. Aus einer kleinen Grafschaft wurde erst die Residenz der Hoch- und Deutschmeister und schließlich eines der größten Kur- und Heilbäder Baden-Württembergs – eine Erfolgsgeschichte, die im Jubiläumsjahr 2019 mit Ausstellungen, Führungen, Vorträgen und Festen gefeiert wird.

Seit Jahrhunderten ragen die drei Türme aus dem Stadtbild. Schon durch den beeindruckenden Torbau zu flanieren, ist ein Erlebnis: Mitten in Bad Mergentheim liegt das prächtige Deutschordensschloss, dessen prunkvolle Säle von Kriegen und Krisen, von Tradition und Kultur erzählen. Hier wurde am 16. Dezember 1219 der „Grundstein“ zur Stadtwerdung und für die Deutschordensresidenz Mergentheim gelegt. Ein Erbe, das im Deutschordensmuseum – dem Herzstück des Schlosses – anlässlich des 800. Jubiläums besonders eindrucksvoll erlebbar wird. So befasst sich die Sonderausstellung „Der Deutsche Orden im Südwesten“ seit  Juli ausführlich mit der Rolle des Ordens in der Region, in der ihm Generationen von Adelsgeschlechtern die Treue hielten, wo er Reichspolitik mitgestaltete und als bedeutender Bauherr ganze Orte prägte

Der alte Ritterorden ist allerdings nicht nur Geschichte, er existiert noch heute und seine Traditionen werden in Bad Mergentheim lebendig gehalten – zum Beispiel bei den festlichen St. Georgstagen, an denen die Historische Deutschordenkompanie zu Mergentheim vom 26. bis zum 28. April den Schutzpatron des Ordens mit großem Brimborium feiert: Dann knallen Böller und Kanonen, Trommeln und Blechbläser spielen zum Marsch auf und geben den Takt an für festliche Umzüge durch die Innenstadt.

So prägt bis heute kaum etwas die Entwicklung der Stadt so sehr, wie „800 Jahre Deutscher Orden in Mergentheim“ – mit einer Ausnahme: Als der Schäfer Franz Gehring hier im Herbst des Jahres 1826 die erste Heilquelle entdeckte, läutete das eine neue Ära ein. Über die Jahre entwickelte sich die einstige Ordensresidenz zu einem der größten Kur- und Heilbäder Baden-Württembergs. Drei Trinkquellen, die zu den wirkkräftigsten Deutschlands zählen, und eine Badequelle, die in der Solymar Therme und im Gradierpavillon des Kurparks sprudeln, fördern bis heute die Gesundheit. Und so besinnt sich der traditionsreiche Kurort selbst im Jubiläumsjahr des Deutschen Ordens mit mehreren themenbezogenen Gesundheitstagen – vom „Tag der älteren Generation“ über den „Aktionstag gegen den Schmerz“ bis zum „Tag der seelischen Gesundheit“ – auch auf seine zweite Blütezeit. (BSZ)

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