Reisen

Jetzt ist die schönste Zeit für eine Radltour „mit Einkehrschwung“ durch die farbenfrohe Herbstlandschaft. (Foto: Pixabay)

01.10.2019

Das beste Radler für Radler

Die schönsten Biergärten zwischen Passau, Regensburg und Landshut

Wo sich unter gold-blättrigen Kastanien das „flüssige Gold“ Bayerns genießen lässt: Wenn sich der Sommer zurückzieht und dem goldenen Herbst Platz macht, nutzen Bike-Begeisterte die letzten warmen Sonnenstrahlen aus, um noch einmal auf Tour zu gehen: Jetzt ist die schönste Zeit für eine Radltour „mit Ein-kehrschwung“ durch die farbenfrohe Herbstlandschaft. Das Bayerische Golf- und Thermen-land bietet mit seinen rund 1.000 Kilometer umfassenden, gut beschilderten Routen eines der größten Radwegnetze in Deutschland. Bei einem Zwischenstopp in einem traditionell-bayerischen Gasthaus oder Biergarten genießen Frischluft-Freunde unter freiem Himmel die niederbayerische Gemütlichkeits- und Bierkultur mit Leib und Seele. Egal ob unter den Kas-tanien im Klostergarten, mit Blick auf die Donau oder am Fuße eines überdimensionalen Bier-Kunst-Turms – hier schmeckt die Radler-Maß Radlern besonders gut:

1. Himmlischer Biergenuss von Schwester Doris in Mallersdorf:
Von Nonnenhand gebraut: Im Klosterbräustüberl Mallersdorf am Labertalradweg erfrischen sich Radfahrer mit einer kühlen Maß Mallersdorfer Klosterbier. Das Bier wird von Schwester Doris gebraut, der weltweit einzigen klösterlichen Braumeisterin. Immer montags macht sich die quirlige Franziskanerschwester ans Werk, um in Ordensgewand und hochgekrempelten Ärmeln das helle Vollbier in der Klosterbrauerei herzustellen. Aber nicht nur die Braumeisterin in Mallersdorf ist einzigartig – auch das Bier selbst hebt sich von standardisierten In-dustriebieren ab. Weder hocherhitzt noch pasteurisiert bleiben Hefe, Mineralstoffe und Hopfenvitamine im Mallersdorfer Klosterbier naturrein erhalten und verleihen ihm seinen einzigartigen Geschmack.

2. Malerei und Bierbraukunst im Hundertwasser-Turm in Abensberg:
Auf der sechsten Etappe der Niederbayerntour - auf dem Weg von Kloster Rohr zum weltberühmten Kloster Weltenburg – ist ein „Auftank-Stopp“ in der Brauerei Kuchlbauer in Abens-berg lohnenswert. Die Brauerei und sein schattiger Biergarten, in dem die von Einheimischen hochgeschätzte Kuchlbauer Weisse ausgeschenkt wird, sind als Radlereinkehr beliebt. Wer seine Fahrradtour noch mit etwas Kunst-Know-how krönen möchte, nimmt an einer Führung in der Kuchlbauers Bierwelt teil: zunächst geht es durch die Brauerei, dann in den 35 Meter hohen, farbenfrohen und mit einer goldenen Kuppel gekrönten Kuchlbauer-Turm, der nach den Bauplänen des Künstlers Friedensreich Hundertwasser erbaut wurde.

3. Alles Bio im Brauda Büchl in Ering:
Vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein lädt das Wirtshaus Brauda Büchl in Ering Bier-liebhaber in seinen idyllischen Biergarten mitten in der Natur ein. Der Outdoor-Bereich bietet Platz für rund 150 Gäste – davon sind etwa 50 Sitzplätze überdacht und erlauben so auch bei möglichem Regenwetter einen fröhlichen Biergartenbesuch. Highlight des bayerischen Gasthauses in modernem Brauhausstil ist die große Vielfalt an Bieren: von den klassischen Standard-Sorten wie Weissbier, Pils oder Lagerbier reicht die Auswahl im Brauda über aus-gewählte Craft-Biere bis hin zu selbstgebrautem Bio-Bier, Bier-Cocktails, Bierbränden sowie einem hausgemachten Bierlikör. Kulinarisch lassen sich hungrige Radler mit Köstlichkeiten aus regionalen Produkten oftmals in Bio-Qualität verwöhnen. Das Brauda Büchl stellt also die perfekte Gaststätte für alle Innradweg-Radler dar.

4. Rustikal Bayerisch im Biergarten "Seinerzeit" in Bad Füssing:
Der ruhig gelegene Biergarten Seinerzeit in Bad Füssing gilt als die optimale Einkehrmöglich-keit für fahrradbegeisterte Familien im Rottal. Für viele Einheimische ist der Biergarten der schönste Ort in der Umgebung, um hier in uriger Atmosphäre ein kühles Radler zu genießen. Die traditionelle bayerische Gastfreundschaft erfahren Besucher bei einer Brotzeit mit frisch gebackenem Bauernbrot aus dem rustikalen Holzbackofen. Vor allem bei Kindern beliebt ist die traditionelle Holzkegelbahn aus Baumaterialien des 18. Jahrhunderts, die den besonde-ren Charme des Biergartens nochmals unterstreicht. Als Ergänzung dazu schafft der angren-zende Abenteuerspielplatz ausreichend Unterhaltung für Kinder. Alle, die zusätzlich auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit sind, können ihre Zelte auf dem zugehörigen Campingplatz aufschlagen.

5. Verschnaufpause an der rauschenden Donau im Biergarten Mühlhamer Keller:
Der Biergarten direkt an der Donau in Mühlham bei Osterhofen, ist wohl die beste Einkehrmöglichkeit bei einem Ausflug auf dem Donauradweg. Egal ob als Zwischenstopp oder als Feierabend-Lokal – der Mühlhamer Keller liegt erhöht am Donauufer. Mit Blick auf die frei fließende Donau und die Natur der Mühlhamer Flussschleife genießen Besucher im Schatten alter Kastanienbäume frisch gezapftes Bier vom Fass und bayerische Schmankerl. Egal ob zünftige warme Speisen wie Brathendl und Schweinshaxe oder eine deftige Brotzeit mit Brezn, Obazda und Wurstsalat – nach einem Tag auf dem Rad lässt sich hier der Tag gebüh-rend ausklingen. (BSZ)

(Himmlischer Biergenuss von Schwester Doris in Mallersdorf - Foto: Barbara Stefan; gegen den Durst beim radeln hilft ein Radler - Foto: Pixabay)

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