Freizeit und Reise

Das Alpenhotel Kitzbühel und der Schwarzsee bei Sonnenuntergang. (Foto: Jukka Pehkonen)

14.11.2023

Ein Paradies im Kaisergebirge

Entspannte Tage in Kitzbühel und am Schwarzsee im Alpenhotel

Die Ruhe, die der Spätherbst ausstrahlt, ist gerade an einem der schönsten Plätze Österreichs mehr als greifbar und inspirierend für Besucher, die vom Alltag loslassen möchten. Wo ginge das besser als mitten in einem Hideaway in der Natur? Der Schwarzsee am Rande von Kitzbühel in Tirol ist gerade jetzt für Urlauber eine wunderschöne Destination für unvergessliche Relaxtage, natürlich auch für Kurz- und Spontanurlauber. Der Name deutet es bereits an: Der Schwarzsee ist ein Moorsee: Im Sommer verwandelt sich der durchschnittlich 23 Grad warme See mit bester Wasserqualität in einen der schönsten Badeseen der Alpen, dem dank seines Moorgehalts heilende Kräfte für Haut und Wohlbefinden nachgesagt werden. Unerschrockene nehmen auch in der kälteren Jahreszeit dort ein schnelles Bad zur Vitalisierung der Lebensgeister. Im Wasser fühlen sich Hechte, Zander, Karpfen und Schleien wohl.

Der wärmste Moorsee Tirols, zwischen Kitzbühel und Reith gelegen und bestens per Auto, Zug, Bus oder Rad erreichbar, ist im Sommer dank seiner erstklassigen Wasserqualität nicht nur ein beliebter Badesee. Elektro- und Ruderboote zum Ausleihen sorgen in der warmen Jahreszeit bei den Wasserfreunden für Kurzweil, in den herbstlichen Monaten strahlt der schwarze See mit seinen 15 Hektar eine besondere Faszination aus und löscht beim stillen Betrachten sofort jedes Gefühl von Stress und Hektik.

Tirols wärmster Moorsee

Teile des Uferbereichs sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Wegen der sich spiegelnden Natur ist der Schwarzsee eigentlich nicht schwarz, sondern schillert meist smaragdgrün und lässt an eine Sage rund um den Schwarzsee denken, die heute noch von Kitzbühlern kolportiert wird. Der Penningberger Volksliterat Anton Schipflinger hat sie 1939 in seinem Buch Sagen, Bräuche und Geschichten aus dem Brixental und seiner näheren Umgebung aufgeschrieben, der Innsbrucker Franz Traxler hat sie in den Schlern-Schriften neu zusammengestellt.

Nachfolgend ein Auszug:

„Wo sich heute der Schwarzsee ausbreitet, da stand gemäß volkstümlicher Überlieferung vor vielen Jahrhunderten ein schönes, stattliches Bauernhaus samt Ställen und Tennen. Überall redete man von diesem Bauernhof, der auch in schlechten Jahren eine gute Ernte unter Dach brachte. Neidig blickte manch einer nach dem Schwarzen Hof, wie man ihn stets nannte. Auf dem Hof herrschte kein Bauer, sondern eine unbekannte Frau. Vom böhmischen Lande kam sie hierher, kaufte aus der Hand des jungen Besitzers, der lieber den Wein in Ehren hielt als die Bauernarbeit, den Hof, stellte Knechte und Mägde ein und von früh bis spät wurde geschafft.
In einer stürmischen Nacht gewahrte man ein Fuhrwerk, das dem Hofe zufuhr. Auf dem Wagen befand sich eine Truhe, die gefüllt war mit Silber und Gold. Das Fuhrwerk lenkte man in die Remise; die Truhe hob ein halbes Dutzend Männer vom Wagen und schleppte sie mit viel Mühe in die Schlafkammer der Bäuerin. In selbiger Nacht verließ das Fuhrwerk noch den Hof. Geheimnisvoll flüsterten die Leute der Umgebung über dieses Geschehnis. Sie fühlten, dass eine fremde Hand vom Heimatboden Besitz ergriffen hatte.

Zu Gundhabing lebte ein junger mutiger Knecht, dem der Gedanke kam, zu der Bäuerin des Schwarzen Hofes fensterln zu gehen. Lange zögerte er, machte sich dann doch auf. Auf dem Wege überkam ihn ein sonderbares Gefühl. Es kam ihm vor, als ginge er einen schweren Gang. Wie er zum Hause kam, sah er neben dem Stall einen Trog, in den ein wenig Wasser hin-einrann. Da er Durst hatte, trank er, doch schnell spie er das Wasser wieder aus. „Geht gut an“, dachte sich der Knecht, kraxelte der Wand entlang und suchte das Fenster der Bäuerin.

Aus einer Kammer drang ein wenig Licht. Diesem ging er zu. Er schaute hinein und sah, wie die Bäuerin aus einer Truhe Goldstücke klaubte. Der Kammerboden war mit Goldstücken übersät. Der Knecht zweifelte, ob dies wohl mit rechten Dingen zugehe. Aus den Augen der Bäuerin sah er Geldfreude glänzen. Jetzt ließ sie die Goldstücke fallen und begann um die Truhe zu tanzen. Nach einer Weile wurde sie schwindelig und fiel auf den Boden. „’S Mooswasser ist mei Tod - geht nit; ‘s Geld is nit mei“, sprach sie. „Zwölf Nächte noch, dann is gar“, vernahm der Knecht wieder. Ihm wurde es unheimlich. Er ging heimwärts. Das Erlebnis der Nacht verschwand nicht mehr aus seinem Kopf. Von Tag zu Tag wurde der Knecht stiller. Zeitweise begann er irre zu sprechen.

Am zwölften Tage schritt er im Hof herum: „Geld hält’ i gnuag - unterm Wasser muß i leb’n - ‘s gar“, vernahm man aus seinem Munde. Abends ging er zum Fenster der Bäuerin vom Schwarzen Hofe, die wieder beim Goldklauben war. Mit Wucht stieß der Knecht mit der Faust das Fenster ein. Die Bäuerin tat einen grellen Schrei und die Erde begann zu sinken. Das Mooswasser neben dem Stall rann immer größer. Die Dienstboten verließen den Hof. Der Knecht eilte ihnen nach. „Bleibt da! Bleibt da!“, rief er. Als sie sich umschauten, sahen sie vom Hause nichts mehr. Ein großer See lag darüber.

Am nächsten Morgen konnte man von diesem stattlichen Hause nichts mehr sehen. Und weil man den Hof den Schwarzen Hof hieß, so taufte man den See gleich „Schwarzsee“. Bald erkrankte der Knecht schwer. Vor dem Sterben sagte er, dass in der Tiefe des Schwarzsees eine Truhe, gefüllt mit Gold und Silber, ist. Diesen Schatz kann nur einer heben, der am Karfreitag geboren ist.“

Hochwertiges Ambiente

In Kitzbühel sind die Berge des Kaisergebirges zum Greifen nah, Wandern und Biken sind dank herrlich klarer Bergluft bis spät in den Herbst hinein wunderschön. Geboten wird ein Wanderparadies, das mit dem Europäischen Wandergütesiegel ausgezeichnet wurde. Spazierwege rund um den Naturbadesee lassen ambitionierte Wanderer von hier aus zum Drei-Seen-Rundwanderweg durch die sanfte Hügellandschaft starten, beim Wandern immer im Blick: das unverwechselbare Panorama des Kaisergebirges.

Zahlreiche Wanderwege sind nur einen Steinwurf vom See entfernt, beispielsweise der malerische Seerundwanderweg, der schon fast ein Wahrzeichen der Region ist. Yogis kommen das ganze Jahr über hierher, um in einer ruhigen Ecke in malerischer Kulisse eines Herbstmorgens ihre Asanas zu üben. Der Naturpfad schlängelt sich malerisch am Seeufer und durch das Naturschutzgebiet entlang. Großartige Bike & Hike Touren bieten einzigartige Eindrücke von einer absoluten Naturidylle in der Kitzbüheler Bergwelt. Die Natur ist selten so schön wie zu dieser Jahreszeit.

Als Stadt des Spitzen-Wintersports ist Kitzbühel vor allem für seinen Hahnenkamm mit der berüchtigten Streif bekannt. Doch auch mit Rucksack und Wanderschuhen lässt sich außerhalb der Wintersaison die Streif-Abfahrt zu Fuß erkunden. So gibt es eine spezielle Themenwanderung mit Start an der Berg- oder an der Talstation der Hahnenkammbahn. Unterwegs werden die Schlüsselstellen der berüchtigten schwarzen Piste erkundet, die zum Teil mit Infoscreens versehen sind, die Interessantes über die Geschichte der Streif verraten. Der zweite Hausberg der Stadt, das Kitzbüheler Horn, ist das Ziel für alle, die den dortigen Alpenblumenweg mit seinen 300 Pflanzenarten aus aller Welt gehen wollen. Anschließend geht es auf 14 Kilometern Länge in einem weiten Bogen talwärts zurück nach Kitzbühel. Wem eine Tageswanderung nicht reicht, der ist auf dem KAT-Walk gut aufgehoben – einem Weitwanderweg, der in sechs Tagesetappen durch die gesamten Kitzbüheler Alpen führt. 

Die herbstliche Zeit lässt sich auch prima outdoor mit Golf genießen: Bis spät in den Herbst hinein können Golfer auf fünf prachtvoll angelegten Golfplätzen in unmittelbarer Umgebung des Sees abschlagen. Der Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith, der Golfclub Kitzbühel, Red Bull Golf am Rasmushof, der Golfclub Eichenheim und der Golfclub Zillertal-Udens garantieren abwechslungsreiche 18 Loch und in herrlichen Bergpanoramen Golferlebnisse vom Feinsten. Vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen ist hier jeder Golfer willkommen, der vergnügliche Golfrunden und die sportliche Bewegung an der frischen Luft zu schätzen weiß. Am Golfplatz sind schon so manche Freundschaften entstanden, die sich später an der Hotelbar unter Gleichgesinnten vertiefen lassen.

Viele Hotels und Gastbetriebe befinden sich in der Nähe des Sees, die Appartementanlagen haben eigene Badestrände. Gleich neben dem Schwarzsee befindet sich ein modern ausgestatteter Campingplatz. Besonders komfortable und unvergessliche lakesidemoments bietet Herbsturlaubern das Alpenhotel Kitzbühel, direkt am Ufer des Schwarzsees gelegen. Exquisiter Service, hochwertiges Ambiente, ein einladender Spabereich und ein Restaurant voller kulinarischer Verführungen lassen den Aufenthalt zum absoluten Genuss werden. Nicht nur österreichische Spezialitäten erfreuen den Gaumen von einheimischen wie internationalen Gästen, auch mediterranes Soulfood wird im hoteleigenen á la carte Restaurant Das Steghaus aufgetischt, das unmittelbar am See liegt.

Ob im ganzjährig geöffneten kuscheligem Loungebereich oder bei wärmeren Temperaturen auf der Sonnenterrasse – der Chef de Cuisine bringt Herbstschätze der Region frisch und in bester Qualität auf den Teller der Gäste. Wenn sich die kühle Jahreszeit ankündigt, schmecken die guten Rotweine bei Kerzenschein. Im großen Weinkeller lagern kostbare Tropfen, die den Gaumen des Genießers verwöhnen. 

Pure Wellness-Freude

In das Lifestyle-Refugium schmiegen sich zudem über 1300 Quadratmeter pure Wellness-Freude. Während die Nebel über den See ziehen, lassen sich Ruhe und Treatments besonders entspannt genießen. Ob Wellness-Oase mit Saunalandschaft, Dampfbad, Infrarotkabine, Fitnessraum, Sonnendeck, erfrischendem Seebrise-Frischluftraum, kuscheliges Dayed oder Cozy-Corner – überall gibt es perfekte Rückzugsorte, die auch bei einem Wochenendtrip sofortiges Urlaubsfeeling garantieren.

Frische Luft kann man im angenehm temperierten Infinity-Pool tanken, sich dann in die See-Sauna zurückziehen und die Ruhe auf sich wirken lassen. Der Infinity-Pool ist ganzjährig wohltemperiert und man scheint direkt in den tiefergelegenen See zu schweben. Der weite Blick auf den Schwarzsee und auf die umliegende Bergwelt gibt dem Pool ein unvergleichliches Flair.

Auf Wunsch revitalisieren und verwöhnen sanfte Massagen und intensive Treatments. Die Wohnwelten im Alpenhotel Kitzbühel sind geradezu prädestiniert, um privates Wellbeing zu zelebrieren: Edle heimische Hölzer, hochwertige Textilien und hohe Panorama-Fensterfronten prägen die sonnendurchflutete und puristisch aussehende Lakeside Lodge. In den fünf Rooftop-Suiten hat man von deren Terrassen aus das Gefühl, direkt im Schwarzsee zu sein und nicht daneben.

Der typischste aller Kitzbüheler ist beziehungsweise war vermutlich der Maler Alfons Walde (1891 bis 1958). Er dokumentierte mit künstlerischen Mitteln den Aufstieg der Stadt Kitzbühel zu einem weltbekannten Wintersportort und trug gleichzeitig zu diesem Ruf bei. Seine zahlreichen Wintersportmotive und -landschaften via Postkarten und Plakatdrucken fanden viele Fans. Kitzbühel bietet im Winter immer noch alles, was Walde malte: Schier überwältigende Schönheit frisch verschneiter Gebirgslandschaften, die halsbrecherische Rasanz von Wintersportlern und eine traumhafte Winterszenerie. Die Kitzbüheler Gams, das berühmte Logo der Stadt, hat übrigens auch Alfons Walde entworfen.

Der Ausblick auf die Winterszenerie des Schwarzsees ist wirklich besonders magisch. Viele romantische Winterspaziergänge führen durch die Landschaft, lassen tief durchatmen und Abstand vom Alltag gewinnen. Zahlreiche Skigebiete sind nur einen Katzensprung vom Alpenhotel Kitzbühel entfernt und bieten bei der Abfahrt Freude an einer zauberhaften Naturkulisse. Es gibt nichts Schöneres, als nach einem Spaziergang in der Wintersonne oder einer flotten Skiabfahrt, eingekuschelt in eine Decke, ein gutes Getränk und eine kulinarische Stärkung zu genießen – das ist Erholung pur. (Petra Preis)
 

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