Freizeit und Reise

Mit Liebe dabei, aber ohne Perspektive gibt es kein Halten. (Foto: Sonnenalp Resort)

03.05.2021

Klares Zeichen setzen

Top-Hotellerie schlägt Alarm: Jetzt geht es um die Seele der Betriebe

Die AllgäuTopHotels fordern klare Signale der Politik für die Öffnung der Hotels bei einer Inzidenz unter 100 für geimpfte, genesene und getestete  Menschen. Engagiertes Vorgehen aller Beteiligten für die Senkung der Inzidenzzahlen im Allgäu erforderlich. Die Hotels wollen zum 19. Mai öffnen.

Die 80 familiengeführten AllgäuTopHotels und AllgäuHotels haben rund 5000 Mitarbeiter*innen. Täglich werden es schon jetzt spürbar weniger, da die Menschen es nicht mehr aushalten, zuhause zu sitzen ohne Perspektive. Sie  lieben ihren Beruf und wollen wieder anpacken. Hinzu kommen erhebliche Einkommensrückgänge durch das Kurzarbeitergeld – ohne Zulagen und ohne Trinkgeld.

Mit der Öffnung der Hotels, in der direkten Nachbarschaft Österreich, gibt es kein Halten mehr.  Die freien Stellen liegen vor der Haustüre. Damit geht es an die Seele der Hotels und die Basis für den Restart.

In der aktuellen 12. Infektionsschutzverordnung ist keine Perspektive für die Beherbergung enthalten. Der einzige Ausblick ist die Öffnung der Außengastronomie bei einer Inzidenz unter 50 nach 14 Tagen bei sinkender Tendenz! Dies ist nicht haltbar. Es ist ein neuer Ansatz erforderlich, wie er auch für andere Branchen, wie zum Beispiel den Handel  bereits gefunden wurde.

Deshalb fordern die AllgäuTopHotelvon der Staatsregierung, jetzt ein klares Zeichen für die Zukunft der Branche zu setzen., dass eine Öffnung der Beherbergungsbetriebe bei einer Inzidenz unter 100 möglich ist und geimpfte, genesene und geteste Gäste anreisen dürfen.

Das RKI hat in einer Studie veröffentlicht, dass die Hotels keine Treiber der Infektionen sind. Von allen Seiten wird bestätigt, dass es in der Branche verlässliche Schutz- und Hygienekonzepte gibt. Diese können durch Tests ergänzt werden und ermöglichen einen sicheren Restart für die Branche und gesicherte Begegnungen von Menschen. Die hohe Gesundheitskompetenz vieler Hotels sowie das Gefühl der Geborgenheit haben zusätzlich sehr positive Auswirkungen auf die physische und psychische Verfassung der Gäste.

„Wir wollen am 19. Mai parallel zu den Betrieben in Österreich öffnen“, fordert Anna-Maria Fäßler, die Chefin der Sonnenalp und Beiratsvorsitzende der AllgäuTopHotels. "Dafür müssen wir nach der aktuellen Gesetzeslage unter 100 im Allgäu kommen. Das geht nur in einer großen Gemeinschaftsaktion aller Beteiligten. Das Impfen geht in Schritten vorwärts, parallel muss konsequent getestet werden, um eine Trendwende herbei zu führen."

Die AllgäuTopHotels wenden sich daher auch an die lokalen Politiker*innen, Institutionen, Verbände und Unternehmen, um Unterstützung bei diesem existentiellen Ziel.

Auch die Auszubildenden der AllgäuTopHotels halten es nicht mehr aus nur abzuwarten und haben ihre Anliegen für die Zukunft und weit darüber hinaus formuliert. In sehr persönlichen kurzen Statements (www.allgaeu-top-hotels.de) wenden sich die jungen Menschen in einem emotionalen Video an die Politik: „Was würden Sie an meiner Stelle tun?“ (FHH)

 

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