Freizeit und Reise

Vom auf 1919 Metern hoch gelegenen Hochplateau des Rossfeld lässt sich ein grandioser Sonnenaufgang mitverfolgen. (Foto: Friedrich H. Hettler)

18.07.2022

Nach Sonnenaufgang rauf aufs E-Bike

In der Tourismusregion Schladming-Dachstein und im Aparthotel Weiden findet jeder Gast das Passende für sich

Oberhalb von Schladming liegt das weite, sonnige Rohrmooser Hochplateau – ein wunderbarer Platz, um der Seele Ruhe zu geben, sie baumeln zu lassen sowie den Geist zu beleben. Natur, Berge, Almen, Seen, Wasserfälle – hier ist man gerne draußen, um bei sich „drinnen“ anzukommen. Ob sich zwei eine sommerliche Auszeit gönnen, Freunde zum Wandern und Biken zusammenkommen oder Familien abwechslungsreiche Urlaubstage genießen – das Apart & Suiten Hotel Weiden auf 1050 Metern Höhe, mitten in der Wanderregion Schladming-Dachstein, lädt zum Sommerglück. Hier sind Individualisten, die gerne flexibel bleiben und innovative kleine Hotels lieben, genau richtig.

Die Region Schladming-Dachstein liegt im Herzen Österreichs und bietet im Sommer alles, um völlig losgelöst dem Alltag zu entfliehen – atemberaubende Natur, actionreiche Freizeitangebote und eine tief verwurzelte Herzlichkeit, die von den Einheimischen auf die Gäste überspringt. Hier kann man als Gast einfach in den Tag hineinleben, sich kulinarisch verwöhnen lassen oder diverse Abenteuer erleben.
Schladming liegt in der nordwestlichen Obersteiermark im oberen Ennstal an der Einmündung des Talbachs in die Enns. Die Stadt wird umrahmt im Norden vom Dachstein und im Süden von den Niederen Tauern.

Die erste urkundliche Erwähnung einer Siedlung an dieser Stelle geht auf das Jahr 1180 (Slaebnich, altslowenisch für Schluchtberg) zurück. Das Stadtrecht ist erstmals 1322 dokumentiert. Es ist auf den blühenden Bergbau in den Schladminger Tauern zurückzuführen, wo bis zu 1500 Bergknappen beschäftigt waren. Abgebaut wurden Silber, Blei, Kupfer und ab dem 18. Jahrhundert auch Kobalt und Nickel.
Als sich im Zuge der Reformation die Bergleute an den Bauernaufständen gegen die Salzburger Obrigkeit (1524 bis 1526) beteiligten, wurde Schladming 1525 unter Erzherzog Ferdinand I. fast völlig zerstört und dem Ort das Stadtrecht aberkannt. Die Stadtrechte erlangte Schladming erst 1925 wieder.

Der Bergbau, der Schladmings Geschichte jahrhundertelang geprägt hatte, wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts nach und nach eingestellt. Der nächste Aufschwung erfolgte durch die Erschließung des Ennstals mit einer Eisenbahnlinie 1875. Damit begann der Aufstieg zum Tourismus- und Wintersportzentrum. Wichtigster Wirtschaftsfaktor in Schladming ist der Tourismus, wobei der Wintersport (Skiregion Schladming–Dachstein/Ski amadé) etwas über die Hälfte der Nächtigungen ausmacht. Der größte Tourismusmagnet ist die Vier-Berge-Skischaukel, die Schladming mit der Planai verbindet. Bekannt ist dieses Skigebiet vor allem durch das Nightrace, den Nachtslalom, dem alljährlich rund 50 000 Besucher*innen beiwohnen. Darüber hinaus war Schladming 1982 und 2013 Austragungsort der Alpinen Skiweltmeisterschaften sowie der Special Olympics in den Wintern 1993 und 2017.

Seit 2004 findet auf der Planai jährlich der UCI-Mountainbike-Worldcup statt. Damit zieht Schladming im Sommer viele Downhill-Mountainbiker aus der ganzen Welt an.
Der Bikepark Schladming gilt als Topadresse für Drahteselfans im Alpenraum. In diesem Jahr gewinnt er durch die neue Stadium Flowline und weitere Verbesserungen des 40 Kilometer langen Trail-angebots – alle Schwierigkeitsstufen – weiter an Attraktivität.

Natürlich wollen wir bei unserem Besuch der Region Schladming-Dachstein auch einen der zahlreichen Trails testen. Wir entscheiden uns für etwas leichteres, die Peak Flowline, denn wir wollen es nicht übertreiben. Von zwei erfahrenen und bestens ausgebildeten Coaches der Bike School Pekoll (www.bikeschoolpekoll.com) lassen wir uns zunächst in die Basics des Downhill-Fahrens einweisen. Wichtig sind dabei unter anderem die richtige Pedal- und Sattelstellung, das abgestimmte Bremsen mit Vorder- und Hinterbremse sowie die korrekte Position auf beziehungsweise über dem Bike.

Mit Coach Konrad geht es zunächst die wild-romantische Talbachklamm hoch. Über diverse Landstraßen und Forstwege erreichen wir dann die Mittelstation der Planai und damit auch den Uphill Flow Trail. Konrad erklärt uns, wer Forststraßen im Gebirge sicher bewältige, werde sich auch auf diesem Trail wohlfühlen, und ermuntert uns, zumindest einen Teil des Uphill Flow Trail zu befahren. Dieser sorgt nicht nur bei uns für breites Grinsen beim Bergauffahren, und zwar egal ob mit Mountainbike oder E-MTB, mit dem allerdings der Spaßfaktor am höchsten ist. Der Trail ist aber auch für Biker ohne Motor deutlich spaßiger als eine Forststraße. 
Nach etlichen Höhenmetern auf dem Uphill Flow Trail ändern wir die Richtung. Jetzt geht es abwärts auf der Peak Flowline im Bikepark Schladming. Dieser Trail ist perfekt für Anfänger. Kinder können hier ebenfalls ihre ersten Runs machen, aber auch erfahrene Rider kommen auf ihre Kosten. Die Flowline startet eigentlich bei der Planai Bergstation und führt im leichten Schwierigkeitsgrad – geringes Gefälle, durchschnittlich sieben Prozent – bis zur Mittelstation. Dieser Trail hat einen sehr verspielten Charakter und die intuitive Linienführung hilft den Fahrern dabei, sich im Gelände zurechtzufinden, und gibt auch die richtige Geschwindigkeit vor. Somit steht einem gelungenen Bike-Ausflug nichts mehr im Wege.

Für uns geht es dann ein Stück des Weges erst einmal auf Straßen nach Schladming, bevor wir auf die neue Stadium Flowline einbiegen. Sie führt eigentlich von der Mittelstation bis ins Zielstadion der Planai, verfügt über einfache Steilkurven und viele Wellen. Etwas abgekämpft, aber überglücklich über die tolle Tour und das perfekte Guiding bremsen wir unsere E-Bikes gekonnt im Planai Stadion ab, wo uns Konrad, sichtlich zufrieden mit unseren Fahrkünsten, abklatscht.

Natürlich gibt es in und rund um Schladming zahlreiche Unterkünfte, Pensionen und Hotels. Eines dieser Häuser ist das bereits erwähnte Apart & Suiten Hotel Weiden. Das von Nadja und Georg Niederl familiengeführte Hotel gibt es seit 1971 – vormals als Hotel Rohrmooserhof. 2007 übernahm Georg zusammen mit seiner Frau Nadja das Haus von seinen Eltern und machte es nach einem radikalen Umbau – kein Neubau, wie Georg betont – 2021 zum Hotel Weiden. Vorausgegangen war eine vierjährige Planungsphase, in der sich die Eheleute Gedanken machten, wie sie das Hotel neu ausrichten könnten. Sie stellten sich unter anderem die Frage, welche Emotionen das Hotel vermitteln soll. Ihnen war von Anfang an klar, dass das Produkt stimmig sein musste. Priorität hatten schließlich die Begriffe „luftig“, „Freiheit“ und „locker“.

Die Niederls betonen, dass sie keinem Trend hinterher eilen, sondern das machen, wovon sie selber überzeugt sind und was sie gerne machen. „Das macht uns glücklich. Und darin sind wir am besten. So ist auch das Hotel Weiden entstanden. Mit wertvollen Urlaubsangeboten. Frischem Kulinarik-Konzept, viel Freiheit und viel Flexibilität. Mit lässigem Wohnen und einer eigenen Gesundheitslinie, die unsere Kompetenz in Sachen Gesundheit und Erholung unterstreicht“, so Nadja und Georg. 

Zahlreiche Wege führen von der Haustür des Weiden ins Grüne und in die Berge – ganz egal, ob gemütliche Wanderer, Naturgenießer oder Gipfelstürmer zu Gast sind. „Let’s go“, heißt es hier. 1000 Wanderkilometer, 300 Bergseen, 60 Wasserfälle, über 60 bewirtschaftete Almhütten – da kann das Wanderer-Herz nur höherschlagen. Wer mit kleinen Naturentdecker*innen unterwegs ist, erkundet die familienfreundlichen Wanderungen der Wander- und Bergwelt Schladming-Dachstein oder spaziert durch traumhafte Hochtäler. Kinder lieben die Themen- und Wasserwanderungen. Im Weiden erhält man kostenlos die Sommercard, mit der es gratis mit den Bergbahnen bergauf geht und bei der weit über 100 weitere Ausflugsziele und Attraktionen für Kinder, Erwachsene und Familien inkludiert sind.

Früher gab es noch hauseigene Ausflugsangebote für die Gäste, aufgrund der starken Individualisierung stellten die Niederls diesen Service jedoch ein. Allerdings ein Zuckerl bietet das Weiden den Gästen dennoch, eine Sonnenaufgangswanderung mit Gipfelfrühstück auf der Hochwurzen, dem Hausberg des Weiden. Auch wir kommen in den Genuss einer solchen Sonnenaufgangswanderung.

Kurz nach halb vier in der Früh steigen wir ins Auto. Nach kurzer Fahrt machen wir uns mit Wanderführerin Kerstin und Nadja Niederl knapp unter dem Gipfel der Hochwurzen, mit Stirnlampen ausgerüstet, auf den Weg in Richtung Rossfeld. In Serpentinen geht es bergauf. Der Anstieg ist nicht sonderlich beschwerlich. Nach rund 45 Minuten Gehzeit mit tollen Ausblicken ins Tal und die umgebende Bergwelt erreichen wir das 1919 Meter hoch gelegene Hochplateau des Rossfeld. Während Kerstin und Nadja am Bankerl ein kleines Frühstück vorbereiten, warten wir, dass die Sonne sich zeigt. Endlich ist es so weit, der feuerrote Ball taucht langsam in der morgendlichen Stille hinter den Bergen auf und schiebt sich Stück für Stück über diese in das wolkenlose Firmament – ein grandioses Erlebnis. Nach dem Frühstück geht es, tief beeindruckt von diesem Naturschauspiel, wieder zurück ins Hotel.

Das Weiden ist ein kleines, aber feines Refugium mit 34 großzügigeren Apartments, Zimmern und Suiten. Bei dem Umbau erhielten 18 der 34 Zimmer eine Küchenzeile. Flexibel und frei, so Nadja, soll sich der Gast im Weiden fühlen. Beim großflächigen, luftigen Wohnen ist an alles gedacht: Gemütlichkeit durch reduzierte, natürliche Materialien, hochwertige Betten, perfekt ausgestattete Küchen mit allen Details, ein kommunikativer Esstischbereich, sogenannte Weideflächen – traumhafte Kuscheloasen mit vielen Polstern und freier Sicht vor großen Glasfronten zum Tagträumen.

Der Feinschmecker bleibt kulinarisch ungebunden. Egal ob beim Frühstücksbüfett vom Allerfeinsten mit TCM-Bereich (traditionelle chinesische Medizin) im Tante-Emma-Laden-Style oder bei der abendlichen Smart Kitchen: Der Gast entscheidet täglich aufs Neue, ob er die Kulinarik im Hotel genießen möchte, oder ob man doch lieber mal selber den Kochlöffel im eigenen Apartment schwingt oder zwischendurch im Tagescafé vorbeischaut – ganz easy und nach Lust und Laune. „Wir haben die Halbpension in Pension geschickt“, erklärt Georg Niederl mit strahlendem Gesicht. Das Weiden ist jetzt ein Aparthotel mit dem Service eines Vier-Sterne-Hauses, fügt der Hausherr hinzu. 

Wenn sich nach dem Wandern eine angenehme Müdigkeit einstellt, dann ist es im beheizten Pool oder in den Saunas besonders angenehm. Der Ruheraum des Weiden verdient das Prädikat „außerordentlich gemütlich“. 
„Alles, was wir brauchen, ist weniger“, haben sich Nadja und Georg Niederl zum Lebensmotto gemacht. Nicht höher, größer, weiter ist ihr Antrieb, nicht die zehnte Sauna und die nächste Attraktion am Berg. Vielmehr stehen ehrliche Nachhaltigkeit, echte Innovation und ein Umdenken im Sinne eines hohen Qualitätsbewusstseins im Mittelpunkt ihres Schaffens und im Fokus ihres Hotels. Die Weiden und Weiten der umliegenden Landschaft, die vielen Möglichkeiten, sich in der Natur zu bewegen, sind das große Plus des Weiden.

#helloSelfness ist das Motto im Weiden, wenn es um eine nachhaltige Auszeit für das Ich und die Gesundheitsprävention geht. Gastgeberin Nadja hat ihre Kompetenz aus den Bereichen der TCM und TEM zur eigenen Selfness-Marke und Gesundheitslinie gemacht. Dafür steht nQi im Weiden. Gemeinsam mit Partnern aus dem Gesundheitsbereich bietet Nadja Retreats und Angebote zur Erholung und um sich langfristig und nachhaltig Gutes zu tun. Wenn es um Detox, TCM, Fasten, TEM, Kräuter, Ernährung und Yoga geht, dann ist das Haus inmitten der Natur ein guter Insidertipp.

Die Region Schladming-Dachstein bietet für jeden Urlaubswunsch das Passende, ob Action oder Entspannung. Im Weiden dreht sich alles um Freiheit, Ruhe und Gelassenheit, um die Berge und die Natur. Wer sich darauf einlässt, kann hier neue Energie tanken, Erholung finden und Abschalten – einfach eine Auszeit für sich nehmen. (Friedrich H. Hettler)
 

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