Reisen

Auf 214 Pistenkilometern können sich Brettelfans im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis austoben. (Foto: Andreas Kirschner)

14.01.2020

Regelmäßig wird noch etwas draufgesetzt

Vor 20 Jahren haben sich die Skigebiete Serfaus und Fiss-Ladis zusammengeschlossen

Pulverschnee, perfekt präparierte Pisten und ein postkartenwürdiges Panorama haben viele Skigebiete. Doch damit gibt sich die Urlaubsregion Serfaus-Fiss-Ladis nicht zufrieden. Sie will mehr sein als nur ein Top-Skigebiet. Und zwar für jeden, egal ob groß oder klein, Anfänger oder Experte, Skifahrer oder Winterwanderer.

Umrahmt von den Bergspitzen der Samnaungruppe und den Ötztaler Alpen bietet Serfaus-Fiss-Ladis eine Ferienregion, die das Lebensgefühl Winterurlaub wie keine andere transportiert. Gelegen auf einem sonnenreichen Hochplateau über dem oberen Tiroler Inntal bieten die drei Dörfer Serfaus, Fiss und Ladis Skivergnügen zwischen 1200 und 2820 Metern Seehöhe und damit den ganzen Winter über Schneesicherheit.
Vor 20 Jahren schlossen sich die zwei Skigebiete Serfaus und Fiss-Ladis zusammen und bieten den Winterurlaubern heute ein atemberaubendes Ambiente mit hochmodernen Liftanlagen und 214 Pistenkilometer. Damit wurde das Skigebiet nicht nur größer und besucherfreundlicher, sondern der Winterurlaub facettenreich, wie er seinesgleichen sucht.

Hier darf es eben noch ein bisschen mehr sein, mehr Abwechslung für Familien, mehr Action für Adrenalinjunkies und mehr einzigartige kulinarische sowie kulturelle Erlebnisse. Dabei setzt die Region aber bewusst voll auf lokale Tradition, herzliche Gastfreundschaft und touristische Innovation.

Fisser Flieger
und Schneisenfeger

70 Prozent. Das ist nicht die Drehzahl des neuen Single Malt Whiskys aus Fiss, der Fissky Imperial, sondern das Gefälle der vielleicht abenteuerlichsten Abfahrt von Serfaus-Fiss-Ladis. Sie startet direkt am Gipfel des Zwölferkopfs auf fast 2600 Metern Höhe und entlässt schwindelfreie Skifahrer und Snowboarder erst kurz vor dem Fisser Flieger wieder aus dem Steilhang. Ein Hoch auf souveränen Kurzschwung, auf scharfe Kanten und auf Nerven wie Stahlseile.

Apropos Fisser Flieger: Wer meint, die Direttissima sei wie der freie Fall, der muss unbedingt den Fisser Flieger ausprobieren. Mit diesem Drachenflieger schießen vier Mutige gleichzeitig mit über 80 Sachen in fast 50 Metern Höhe am schrägen Drahtseil über die Möser-alm hinweg in Richtung Skyswing. Diese Schaukel im XXL-Format setzt wiederum kurzzeitig die Gravitation außer Kraft. Wer meint, mehr Adrenalinüberschuss in kürzerer Zeit als bei diesem Überschlag sei unmöglich, kennt aber die Serfauser, Fisser und Lader schlecht. Denn mit dem Familien-Coaster-Schneisenfeger und dem Serfauser Sauser kitzeln auch schon Kids ihre Nerven.

Mit dem Schneisenfeger rauscht man auf der 1,5 Kilometer langen Rodelstrecke mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h vom Alpkopf zum Högsee. Dabei warten aufregende Jumps, spektakuläre 360-Grad-Kreisel und zahlreiche Kehren.

Wem die 214 Pistenkilometer von Serfaus-Fiss-Ladis zu perfekt präpariert sind, geht direkt an den Gipfelstationen ins Abseits. Freerider und Variantenfahrer haben hier im freien Skigelände rund zehn Routen zur Auswahl. Drei Highlights für erfahrene Tiefschneetaucher: die Schleifplattenroute von der Oberen Scheid, die Powder Nose vom Mittleren Sattelkopf und die Kamikaze-Route parallel zur Direttissima-Piste.

Es ist noch stockdunkel und eiskalt, wenn der Masner Express, eine umgebaute Pistenraupe mit Kabine für gut ein Dutzend Wintersportler, frühmorgens in den abgelegensten Teil des Skigebiets von Serfaus-Fiss-Ladis startet. Sein Ziel, die Hexenseehütte auf 2580 Meter Höhe. Hier oben warten ein herzhaftes Frühstück und ein spektakulärer Sonnenaufgang auf die Frühaufsteher. Anschließend? Freie Bahn auf den jungfräulichen Pisten. Besser kann ein Skitag nicht beginnen.

Die Tiroler Ferienregion bietet aber nicht nur tolle Pisten, sondern auch ein niveauvolles Entertainment-Programm für die ganze Familie und begeistert mit abendlichen Inszenierungen hoch oben in den weißen Bergen der Samnaungruppe.

Begeisterte Blicke, ungläubiges Staunen und tosender Applaus – es ist Showtime in Serfaus-Fiss-Ladis. In einmaliger Kulisse, unter freiem Himmel mitten in der tief verschneiten Winterkulisse, präsentiert Serfaus-Fiss-Ladis nach Liftschluss drei fesselnde Abendshows: die Adventure Night in Serfaus, der Nightflow in Fiss und die Magic Ladis in Ladis. Wöchentlich überraschen die Shows große und kleine Zuschauer mit waghalsigen Akrobaten, actionreichen Show-Stunts, mitreißender Musik, coolen Tanzeinlagen, beeindruckender Ski-Demo der hiesigen Skischulen, einzigartigen Feuerwerken und Lasershow. Dazu bieten Bergrestaurants und Hütten besondere Menüs oder Hüttenabende für ein kulturell-kulinarisches Gesamtpaket der Extraklasse.

Showtime
in den Bergen

Einfach abenteuerlich ist die Adventure Night in Serfaus. Mystische Fabelwesen bevölkern mittwochs die große Open-Air-Bühne. Sie erzählen bekannte Märchen, die untermalt werden von Licht, Feuer, Laser, Musik und Akrobaten, von denen einige für den Cirque du Soleil arbeiten. Der krönende Abschluss: Die Skipiste wird durch leuchtende Stunt-Skifahrer und ein fulminantes Feuerwerk in Szene gesetzt.

Die Adventure Night in Serfaus steht diesen Winter ganz im Zeichen der Märchen unserer Kindheit. „Fairytales“ beginnt jeden Mittwoch an der Mittelstation der Komperdellbahn. Start ist um 21.00 Uhr. Das Showticket kostet inklusive Berg- und Talfahrt 16 Euro. Wer zusätzlich die Piste für den Nachtskilauf nutzen möchte, zahlt 21 Euro. Vorab ein stimmungsvolles Abendessen? Das bietet unter anderem das Panoramarestaurant Komperdell und zudem den besten Blick auf die Adventure Night. Übrigens: Von der Bergstation der Komperdellbahn verläuft eine vier Kilometer lange Rodelstrecke bis zur Talstation in Serfaus. Bei der Adventure Night können Gäste von 18.00 bis 23.00 Uhr auf der beleuchteten Strecke rodeln.

Jeden Dienstag machen die Gondeln der Möseralmbahn für Schneehungrige und Showbegeisterte Überstunden. Denn parallel zur großen Open-Air-Show, die um 20.30 Uhr beginnt und in diesem Winter den Titel „Rock the Snow!“ trägt, ist die Möseralmabfahrt bis 22 Uhr für den Nachtskilauf geöffnet. So können Wintersportler nicht nur eine nächtliche Ski-Extrarunde drehen, sondern auch eine spektakuläre Show mit Akrobatik, rockiger Musik und ausgefeilten Tricks der Skilehrer der Skischule Fiss-Ladis bestaunen. Aber nicht nur das: Mit der Kids Night in Bertas Kinderland wird den Kleinen auch ein echter Nachtskilauf angeboten.

Am Fuße der beleuchteten Burg Laudeck, umgeben von den mittelalterlichen Bauernhäusern mit ihren bemalten Fassaden und direkt am gefrorenen Schlossweiher gelegen, lockt jeden Donnerstagabend in Ladis die „Magic Ladis“. Es ist eine eindrucksvolle Mischung aus heimischem Handwerkermarkt, traditionellen Schlemmereien, Glühwein und Punsch. Der Eintritt ist frei. Das Highlight der diesjährigen bunten Event-Reihe ist die waghalsige Eislauf-Show „Fire and Ice“ des Tiroler Eislaufverbands am 30. Januar 2020 mit Feuerwerk und anschließender Party.

Apropos Kulinarik auf der Piste. Hier stechen insbesondere das Monte Mare auf 2400 Metern, die Seealm Hög und die Zirbenhütte hervor. Wer nach der anspruchsvollen Zwölfer-Sportiv-Abfahrt mit 180er Puls beim Genussrestaurant Zirbenhütte abschwingt, braucht vor allem eines: Selbstbelohnung. Also ab auf die große Sonnenterrasse, oder fast noch besser, rein in eine der urigen Stuben, die so herrlich nach Zirbenholz duften. Bei Hüttenchef Philipp Kaschutnig kommen möglichst nur hochwertige und regionale Produkte auf den Tisch und den Teller.

Die Bergbahnen als Betreiber diverser Hütten, so auch der Zirbenhütte, zahlen den lokalen Bauern zum Beispiel auch 15 Prozent höhere Preise für regionale Produkte. Warum? Weil jeder profitiert: Kurze Lieferwege für die Bauern, regionale Qualität in den Bergrestaurants und Skihütten sowie frische Gerichte für die Gäste.
Dass man Müll trennt, versteht sich ja von selbst. Doch um die Natur zu schützen und um Kosten zu sparen, komprimieren Bergrestaurant wie etwa die Zirbenhütte den Müll in eigenen Recyclingstationen. Müll und Abfälle werden getrennt und mit einer eigenen Presse komprimiert und gelagert. Abtransportiert werden die Müllpäckchen erst nach der Schneeschmelze. So verzichten die Hüttenwirte auf teure und CO2-intensive Helikopterflüge oder Fahrten mit den Materialseilbahnen oder Pistengeräten. Die Energieversorgung erfolgt mittels Wärmepumpen.

Serfaus-Fiss-Ladis ist seit Jahren auch ein Vorreiter in Sachen öffentlicher Nahverkehr für Wintersportler. In Serfaus fährt seit 1985 die kleinste und höchstgelegene auf Luftkissen schwebende U-Bahn der Welt. Nun wurde die U-Bahn Serfaus aufwendig erweitert und modernisiert.

Gut 1100 Einwohner zählt Serfaus – mehrere Tausend Ski- und Snowboardfahrer kommen im Winter hinzu. Das schreit nach Verkehrschaos? Fehlanzeige! Denn schon Mitte der 1980er-Jahre war man sich in Serfaus bewusst, dass Mobilität in einem Urlaubsort auch ohne Auto funktionieren sollte. Man investierte – seinerzeit nicht ganz unumstritten – in eine „Dorf-U-Bahn“. Damals wie heute revolutionär. Und höchst effektiv: Serfaus gleicht selbst in der Hochsaison einer großen verkehrsberuhigten Zone. Nun wurde die Schwebebahn aufwendig erweitert und modernisiert. Investitionsvolumen, rund 26 Millionen Euro. Doch die sind gut angelegt. Bis zu 3000 Personen können jetzt pro Stunde lärm- und emissionsfrei von der Unterkunft in eines der beliebtesten Skigebiete der Welt gondeln – und das sowohl für Einheimische als auch Touristen völlig kostenlos.

„Nach 34 Betriebsjahren, mehreren 100 000 Fahrgästen und fast durchweg positivem Feedback war es für uns an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und unsere einzigartige U-Bahn weiter auszubauen und auf den neusten Stand der Technik zu bringen“, so die Geschäftsführung der Seilbahn Komperdell GmbH – optisch und technisch. In einer rund zweijährigen Bauzeit wurde der Haltepunkt „Kirche“ komplett neu gebaut, die anderen drei traditionellen Stationen „Seilbahn“, „Parkplatz“ und „Zentrum“ wurden modernisiert. „Natürlich barrierefrei und kinderwagentauglich“, unterstreichen die Geschäftsführer der Seilbahn Komperdell GmbH.

Fahrerlos
im Untergrund

Außerdem wurden drei neue Waggons, die vor allem geräumiger und heller sind, angeschafft. Das Besondere am Erlebnis Serfauser-Luftkissenschwebebahn: Der Zug fährt nicht nur völlig geräuschlos durch den Untergrund, sondern auch fahrerlos. Denn bewegt wird die Bahn durch ein Seilsystem, welches sie über 1,3 Kilometer vom Parkplatz im Serfauser Osten zu den Seilbahnen im Westen (Alpkopfbahn, Komperdellbahn und Sunliner) zieht. So bietet Serfaus-Fiss-Ladis jenes Mehr an Luxus, das Gäste andernorts kaum finden: Ein Skiort, der sich ganz ungestört vom nervigen Verkehrsaufkommen in ein friedliches Winterwunderland verwandeln kann.

Wer sich nicht nur vom Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis mit seinen vielfältigen Angeboten verwöhnen lassen will, sondern auch entsprechend wohnen und nach einem Skitag erholen will, ist mit dem 5-Sterne-Superior-Genießerhotel Wellness Residenz Schalber bestens beraten. Das Haus begeistert mit seiner rund 5000 Quadratmeter großen Top-Wellness-Oase, edler Wohnkultur in exklusiven Zimmern, Suiten und Appartements und exzellenter Spitzenküche. Ein eigener Bauernhof, eine eigene Jagd und absolute Spitzenköche am Herd – diese vielversprechenden Voraussetzungen garantieren feinste Gaumenfreuden.

Ein Aufenthalt in Serfaus-Fiss-Ladis, sei es im Winter, Frühjahr, Sommer oder Herbst, lohnt sich immer. Denn in jeder Jahreszeit ist für den Gast ständig etwas geboten, frei nach dem Motto „Darf’s auch etwas mehr sein“. (Friedrich H. Hettler)

(Der Fisser Flieger und der Schneisenfeger; die Adventure Night in Serfaus und eine Station der Dorf-U-Bahn - Fotos: Andreas Kirschner (2)/TVB Serfaus-Fiss-Ladis/Andreas Schalber)

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