Freizeit und Reise

Fischerstechen auf der Donau in Ulm. (Foto: Stadtarchiv Ulm)

22.06.2022

Spektakel auf der Donau

Schwörwoche und Fischerstechen in Ulm - Spektakel auf der Donau

Die Ulmer lieben ihre Traditionen und sind stolz darauf. Der Schneider von Ulm und der
Ulmer Spatz sind zwei Beispiele wie Geschichte gelebt und wertgeschätzt wird. Auch die
Schwörwoche und das Fischerstechen sind als wichtige Traditionsveranstaltungen fest im
Kalender der Zweilandstadt verankert. Die historische Bedeutung dieser Festtage spielt zwar
eine große Rolle, dennoch wird in dieser Zeit auch fröhlich gefeiert.

Der Ursprung der Schwörwoche geht auf die Reichsstadtzeiten zurück. 2019 wurde die
Schwörtagstradition von der deutschen UNESCO-Kommission in das bundesweite
Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Der Schwörmontag, der in Ulm
tatsächlich ein offizieller Feiertag ist, ist neben dem Volksfest und der Lichterserenade der
Höhepunkt der Festwoche. Ab dann herrscht in der Donaustadt der Ausnahmezustand –
dieses Jahr ist das am 18. Juli.

Mit der Schwörrede am Vormittag legt der Oberbürgermeister
seinen Eid über die Stadtverfassung sowie Rechenschaft über seine Tätigkeiten im
vergangenen Jahr ab. Nach dem Eid im Schwörhaus auf dem Weinhof geht es an die Donau
zum Nabada (= Hinunter-Baden). Der Fluss wird zur Bühne für eine Art Karneval auf dem
Wasser. Jeder, der ein schwimmendes Vehikel hat, kann am Umzug teilnehmen. Vereine
und Organisationen beteiligen sich mit prächtig geschmückten Motto-Booten, die aktuelle
politische und gesellschaftliche Themen gekonnt darstellen. Am Abend wird in der ganzen
Stadt ausgelassen gefeiert.

Eine Woche nach dem feuchtfröhlichen Wasser-Umzug findet in diesem Jahr wieder das
traditionelle Fischerstechen statt. In aufwendig gestalteten Kostümen treffen 15 historische
Figurenpaare und Ulmer Originale aufeinander. Das Ziel dieses Spektakels ist es – ähnlich
wie bei den mittelalterlichen Ritterkämpfen – den Gegner mit einer langen Lanze zu
schlagen. Allerdings findet der abenteuerliche Wettstreit nicht zu Lande, sondern in
schmalen, länglichen Booten, auch „Zillen“ genannt, mitten auf der Donau statt. Nach dem
KO-Prinzip, gewinnt derjenige, der bis zum Ende Trocken bleibt. Das Fischerstechen findet
an zwei Terminen statt, dem 24. und 31. Juli. Erwachsene zahlen für die Tribünenplätze 18
Euro, und für die Stehplätze 9 Euro. (BSZ)

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