Freizeit und Reise

Gemeinsam mit den Tourismusverbänden Pitztal und Kaunertal sowie den Kaunertaler Gletscherbahnen und den Pitztaler Gletscherbahnen wird die Initiative „Spuren des Eises“, entstanden im Internationalen Jahr des Gletscherschutzes von UNESCO und der World Meteorological Organization, auch 2026 fortgeführt. (Foto: TVB-Tiroler-Oberland-Kaunertal, Roman Huber)

10.06.2026

Spuren des Eises

Spuren des Eises – Gletschersommer im Pitztal & Kaunertal

Gemeinsam mit den Tourismusverbänden Pitztal und Kaunertal sowie den Kaunertaler Gletscherbahnen und den Pitztaler Gletscherbahnen wird die Initiative „Spuren des Eises“, entstanden im Internationalen Jahr des Gletscherschutzes von UNESCO und der World Meteorological Organization, auch 2026 fortgeführt. Sie lädt dazu ein, die alpine Gletscherlandschaft intensiv zu erleben und ihre Veränderungen im Hochgebirge bewusst wahrzunehmen – vom fortschreitenden Rückgang der Gletscher über eindrucksvolle Moränen bis hin zu neu entstehenden Lebensräumen, die durch die Verschiebung der Vegetationszonen entstehen. Ziel ist es, die Schönheit der Gletscher und ihre zentrale Bedeutung für das Ökosystem erlebbar zu machen und gleichzeitig ein vertieftes Verständnis für die Auswirkungen des Klimawandels zu vermitteln. Ein abwechslungsreiches Programm mit vielfältigen Angeboten ermöglicht dabei unterschiedliche Zugänge zur Gletscherlandschaft.

Gletscher erleben – Wissen entdecken

„Wir leben in einer Gletscherregion und erleben diese besondere Landschaft jeden Tag aufs Neue“, sagt Beate Rubatscher-Larcher von den Kaunertaler und Pitztaler Gletscherbahnen. „Mit ‚Spuren des Eises‘ möchten wir unseren Gästen die Möglichkeit geben, diese faszinierende Welt nicht nur zu sehen, sondern auch besser zu verstehen.“ Das Programm bietet auch in diesem Sommer vielfältige Möglichkeiten, den Gletscherraum aktiv zu entdecken: Geführte Touren, Einblicke in die hochalpine Natur, von der Klimawanderung im Kaunertal bis hin zum Meditationsweg im Pitztal sowie besondere Erlebnisse wie Sternenwanderungen machen die Gletscherlandschaften auf unterschiedliche Weise zugänglich. Dabei eröffnet sich Besucher:innen die besondere Gelegenheit, Gletscher heute noch aus nächster Nähe zu erleben – und zugleich die Spuren ihres Wandels in der alpinen Landschaft zu entdecken: von eindrucksvollen Moränen über neu entstehende Lebensräume bis hin zu sich verändernder Vegetation im Hochgebirge.

Aktuelle Messungen des Österreichischer Alpenverein zeigen, dass sich die Gletscher weiterhin dynamisch entwickeln: So zog sich der Taschachferner am Pitztaler Gletscher im Zeitraum 2023/24 um 176 Meter zurück, der Gepatschferner im Kaunertal um 104 Meter (Quelle: Österreichischer Alpenverein, Gletscherbericht 2025). Auch die Forschung – etwa an der Universität Innsbruck – liefert laufend neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Alpengletscher, die in die Vermittlung vor Ort einfließen. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbindung aus unmittelbarem Naturerlebnis, aktuellem Wissen und einem bewussten Blick auf die Dynamik des Hochgebirges.

Vom Gletschersteig bis zur Klimawanderung

Die Gletscherlandschaften des Pitztals und Kaunertals aktiv zu erleben. Gemeinsam mit erfahrenen Bergführer:innen aus beiden Regionen können Gäste an Hochgebirgs- und Gletschertouren teilnehmen und dabei faszinierende Einblicke in die Entstehung der Gletscherlandschaften, die Besonderheiten des hochalpinen Lebensraums sowie die sichtbaren Veränderungen im Zuge des Klimawandels gewinnen.

Im Kaunertal erleben Besucher auf der Kaunertaler Gletscherstraße, die an 365 Tagen im Jahr offen ist, eindrucksvoll alle sechs alpinen Höhenstufen – vom Talboden bis hinauf in die hochalpine Gletscherwelt. Speziell angebotene Klimawanderungen führen vom subalpinen Almgebiet bis ins hochalpine Gelände und stellen die Veränderungen der Bergwelt durch den Klimawandel in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit erfahrenen Bergführer:innen erleben Teilnehmer:innen die Dynamik des alpinen Lebensraums hautnah und erhalten spannende Einblicke in Natur, Landschaft und deren Wandel.

Auch die Sternenwanderungen rund um das Gepatschhaus eröffnen besondere Perspektiven auf die nächtliche Bergwelt und den klaren Sternenhimmel der Alpen. Die Roten Felsen wiederum bieten eindrucksvolle Ausblicke auf die Gletscherlandschaft und machen die Dynamik des Hochgebirges unmittelbar erlebbar.

Im Pitztal laden geführte Gletscherwanderungen dazu ein, die Welt des ewigen Eises aus nächster Nähe zu entdecken und die Veränderungen der Landschaft bewusst wahrzunehmen. Ein besonderes Erlebnis bietet zudem die Fahrt mit der Wildspitzbahn zum Café 3440, dem höchstgelegenen Kaffeehaus Österreichs. Von dort führt der Gletschersteig durch die beeindruckende Hochgebirgslandschaft. Ruhe und Besinnung vermittelt darüber hinaus der Meditationsweg rund um die „Kapelle des Weißen Lichts“, eingebettet in die alpine Bergwelt des Pitztals.

Zwei Täler, zwei Gletscher – ein gemeinsames Sommerangebot

Die neue Gletschercard stellt eine preislich attraktive Ergänzung zu den tälerspezifischen Sommerkarten dar. Sie richtet sich an Gäste, die die beiden durch den Naturpark Kaunergrat verbundenen Gletschertäler Pitztal und Kaunertal gezielt erleben möchten. Die Sommerbergbahnkarte ist als Mehrtages- bis Wochenkarte erhältlich und gilt für die Pitztaler und Kaunertaler Gletscherregionen sowie für die Gebiete Fendels und Rifflsee. Damit eröffnet sie vielfältige Möglichkeiten, die alpine Berg- und Gletscherwelt flexibel und unkompliziert zu entdecken. (BSZ)

Weitere Informationen zu allen Angeboten und Veranstaltungen finden Interessierte unter: https://tirolgletscher.com/spuren-des-eises.html

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