Reisen

Finger weg vom Handy in den Niederlanden, das kann teuer werden. (Foto: AdobeStock)

07.08.2019

Teurer Urlaubsspaß

Die zehn teuersten Verkehrsverstöße im Urlaub: Hier freut sich die Staatskasse über Straßen-Rowdies

Andere Länder, andere Bußgelder: Immer wieder überraschen hohe Strafzahlungen Autofahrer im Ausland. Die Strafen sind teilweise wesentlich höher als hierzulande, die Urlauber informieren sich vorab nur dürftig. Selbst hierzulande gibt es Vorschriften, die die Allgemeinheit nicht kennt. Der Mietwagenspezialist Sunny Cars zeigt zehn skurrile und kostspielige Fehler im Straßenverkehr:

Australien: Sicherheitsgurt schließen. Der Griff zum Sicherheitsgurt vor der Abfahrt ist ein wichtiger Standard. Die Polizei bittet rund um die Welt zur Kasse, wenn es jemand unterlässt. Besonders teuer ist das Vergessen der Anschnallpflicht auf dem Fünften Kontinent. Je nach Bundesstaat liegen die Bußgelder für das Fahren ohne Sicherheitsgurt zwischen 250 und 300 Euro. Der gleiche Satz gilt für den Beifahrer. An Feiertagen verdient Australien noch besser an Verkehrsverstößen, da sich die Höhe der Strafzahlung verdoppelt.

Dänemark: Fahren unter Alkohol – das Monatsgehalt entscheidet. Bei Verkehrsverstößen erreichen die Geldstrafen in Dänemark oft eine markante Höhe. Beim Fahren unter Alkoholeinfluss entscheiden Promillewert und die Einkommenshöhe über die fällige Summe. Ab einem Promillewert von 0,5 multipliziert sich dieser mit dem Monatseinkommen. Liegt die Marke über 1,2 kann der Staat zusätzlich das Auto beschlagnahmen.

Deutschland: Nacktfahren wird teuer. Weltweit steht Deutschland für ein Land mit strikten Regeln und Gesetzen. In einigen Fällen gibt es jedoch ein hohes Maß an Toleranz. Wenn FKK-Fans beispielsweise nackt Auto fahren, ist es straffrei, solange es niemand anderen behelligt. Steigt der nackte Autofahrer jedoch aus und Mitmenschen stören sich daran, fällt ein Bußgeld zwischen fünf und 1.000 Euro an.

Großbritannien: Fußgänger nicht nassspritzen. Zu den Britischen Inseln gehört klassisch das Regenwetter. Das Spazieren entlang der Straßen ist daher oft kein Vergnügen. Das Unterhaus sorgt mit einer Geldstrafe für ein angemessenes Fahren und weniger Ärger für die Fußgänger. Durchqueren Autofahrer Pfützen und machen dadurch Personen auf dem Bürgersteig nass, kostet dies bis zu 5000 Britische Pfund. Möglich ist auch die Aufnahme in die nationale Kartei der Verkehrssünder mit neun Punkten. Die Höhe der Strafe im jeweiligen Fall legt der Crown Prosecution Service fest.

Niederlande: Finger weg vom Handy. Das Telefonieren beim Autofahren ohne eine Freisprechanlage ist in vielen Ländern nicht zulässig. Mit 230 Euro ist die Strafe in den Niederlanden besonders hoch. Im Vergleich dazu müssen Fahrer in Deutschland nur 100 Euro bezahlen und einen Punkt einkalkulieren. Doch auch hierzulande steigt die Summe weiter, wenn die Handyaktion jemanden gefährdet oder zu einem Sachschaden führt.

Russland: Licht an spart Geld. In Russland gilt wie in einigen anderen Ländern die Pflicht, das Auto mit eingeschaltetem Licht zu fahren. Die Regel gilt den ganzen Tag und das ganze Jahr lang. Im Zarenland sowie in Estland fallen mit 200 Euro die höchsten Strafsummen bei einem Verstoß an. Auch die Norweger lassen Autofahrer ohne Licht tief in die Tasche greifen, hier liegt der Wert bei 160 Euro.

Schweiz: Fuß vom Gas. In der Eidgenossenschaft ist es besonders wichtig, das Tempolimit einzuhalten. Eine Überschreitung auf der Autobahn um mehr als 25 Kilometer die Stunde gilt als strafbare Handlung. Die mindestens 60 Tagessätze legt der Staat nach der Höhe des Monatsgehalts fest. Das Beispiel eines schwedischen Fahrers zeigt, wie konsequent die Schweizer dies umsetzen. Der Schwede raste mit 290 Stundenkilometern ins Blitzlicht. Neben einer Strafe von über 700.000 Euro verlor er seinen Führerschein und auch seinen Sportwagen, den die Schweizer beschlagnahmten.

Spanien: Falschparken leert die Urlaubskasse. Für einen Spanienurlaub ist es wichtig, die lokalen Parkregeln zu kennen. Denn die örtliche Polizei verhängt für Falschparker satte Strafen. Hier kann die Forderung bis zu 200 Euro betragen, in Deutschland beginnt der Wert bei zehn Euro.

Vereinigte Arabische Emirate: Keinen Müll rauswerfen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wollen die Verantwortlichen eine geringe Verschmutzungsquote realisieren. Das Wegwerfen von Müll aus dem Autofenster kostet Fahrer 250 Euro. Die gleiche Summe blechen hier übrigens auch Gaffer an Unfallstellen.

Zypern: Keine Nebenbeschäftigung am Steuer. Hierzulande halten Autofahrer den Lenker gerne nur einhändig. Diese Angewohnheit führt auf Zypern zum Knöllchen. Auf der Insel gilt die Pflicht, beim Fahren mit beiden Händen an das Lenkrad zu greifen. So lenken weder das Handy noch Rauchen oder ein Griff zur Trinkflasche den Fahrer ab. Beim Verstoß begleichen Verkehrssünder ein Bußgeld von 85 Euro, zusätzlich drohen zwei bis vier Strafpunkte. (BSZ)

(In Spanien kann Falschparken die Urlaubskasse ganz schön in Anspruch nehmen - Foto: AdobeStock)

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