Reisen

Das Museum für zeitgenössische Kunst Ottobeuren Diether Kuerth. (Foto: Christian Prager)

15.04.2019

Von der Kunst, Kultur-Ort zu sein

Der Künstler Markus Lüpertz stellt heuer in Ottobeuren aus

Ottobeuren ist nicht nur für seine Basilika-Konzerte berühmt, auch Künstler aus anderen Disziplinen haben hier eine Heimat gefunden. Im Sommer kommt mit Markus Lüpertz hoher Besuch.

Wien, München, Ottobeuren. Die kleine bayerische Marktgemeinde wird in diesem Jahr in einem Atemzug genannt mit international bedeutenden Kunst- und Kulturzentren: Nach Ausstellungen in der Albertina in Wien, der Pinakothek der Moderne in München oder der Nationalgalerie Berlin zeigt Markus Lüpertz, einer der einflussreichsten deutschen Künstler der Gegenwart, seine Werke jetzt einen Sommer lang im "Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth". Für Ottobeuren die ideale Gelegenheit, um sich auch jenseits der weltberühmten Basilika und ihrer hochkarätigen Klassik-Konzerte als vielfältige Heimat von Kunst und Kultur zu präsentieren.

Der Ottobeurer Kunst- und Kultursommer 2019 beginnt mit einem echten Paukenschlag: Am 18. Mai liest Markus Lüpertz persönlich im "Museum für zeitgenössische Kunst" aus seinem szenischen Traktat "MICHAELENGEL", einem Werk über seine künstlerische Auseinandersetzung mit der Bildwelt von Michelangelos Fresken in der Sixtinischen Kapelle. Darin macht der deutsche Maler und Bildhauer Michelangelos Kampf um die Decke der Sixtina zu seinem eigenen und trägt den Anspruch seines „Vorfahren“ in Bild und Text leuchtend weiter.

Bis zum 11. August zeigt das Museum dann in der Ausstellung "ET IN ARCADIA EGO" unter anderem auch die im Buch enthaltenen Lithographien des bekannten Neoexpressionisten. Gleichzeitig wird hier die eigene Kunst- und Kulturgeschichte der Marktgemeinde im Unterallgäu im 21. Jahrhundert fortgeschrieben: Benannt nach dem in Ottobeuren lebenden, anerkannten Künstler Diether Kunerth, haben dessen Werke im "Museum für zeitgenössische Kunst" langfristig ihre Heimat gefunden.

Dabei ist das kulturelle Zentrum nur einer von vielen "Kunst-Orten" in Ottobeuren, die Einblick in die Vielfalt und Schaffenskraft einer ganzen Reihe einheimischer Kunstschaffender geben. Eine bedeutende Begegnungsstätte für Kunst und Religion hat auch Erich Schickling (1924-2012) im Weiler Eggisried in über 60-jähriger Arbeit geschaffen: Heute Sitz der Erich-Schickling-Stiftung, hat der Ort seinen Mittelpunkt in den hier ausgestellten Bildern und Glasfenstern des Künstlers – und bringt Maler, Musiker, Dichter, Schriftsteller und Gäste bei Führungen, Bildmeditationen, Hauskonzerten und Lesungen zusammen. 2019 feiert die Stiftung ihr 20-jähriges Jubiläum.

Und während sich noch viele kleine, sehenswerte Ateliers, Galerien und Fotostudios überall in Ottobeuren verstecken, ragt ein wahres Juwel unübersehbar aus dem Stadtbild heraus: Die beeindruckende Benediktinerabtei ist nicht nur wegen ihres Museums, das Kunst und Kultur aus 1000 Jahren zusammenträgt, einen Besuch wert. Bei drei hochkarätigen Basilika-Konzerten gastiert Jahr für Jahr auch die Elite der klassischen Musik in der prächtigen Klosterkirche von Ottobeuren – für einen hörbaren Kulturgenuss der Extraklasse. (BSZ)

(Markus Lüpertz mit dem Sternzeichenzyklus - Foto: Jack Kulcke; Ortsansicht von Ottobeuren - Foto: Reinhard Braun)

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