Freizeit und Reise

Waldbaden in Bad Kissingen: Entspannung und Achtsamkeit in der Natur. (Foto: Heji Shin)

22.07.2020

Trend aus Japan

Waldbaden in Bad Kissingen: Entspannung und Achtsamkeit in der Natur

Das Angebot „Waldbaden im Staatsbad Bad Kissingen. Entspannung und Achtsamkeit in der Natur“ der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH in Zusammenarbeit mit Susanne Reuß wird wieder angeboten: Mehrmals pro Monat können Interessierte sich auf eine Reise zu sich selbst und zur Natur begeben.

Anfang März wurde „Waldbaden im Staatsbad Bad Kissingen. Entspannung und Achtsamkeit in der Natur“ erstmalig in Bad Kissingen angeboten und musste nach wenigen Terminen für einige Monate pausieren. „Wir freuen uns darüber, dass wir aktuell Schritt für Schritt unsere Angebote für unsere Gäste erweitern können. Ein schönes und vor allem in dieser Zeit passendes Angebot ist Waldbaden“, sagt Sylvie Thormann, Kurdirektorin und Geschäftsführerin der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH.

Waldbaden wird in Deutschland immer populärer. Dieser Trend stammt aus Japan, wo Menschen seit den 1980er-Jahren regelmäßig im Wald baden. Dort ist Shinrin Yoku, zu Deutsch Waldbaden, eine anerkannte Stress-Management-Methode und wird vom japanischen Gesundheitswesen gefördert. „Als präventive Gesundheitsvorsorge ergänzt Waldbaden sehr gut unser Gesundheitsangebot in Bad Kissingen. Gäste und Einwohner können durch die Zeit im Wald und die bewusste Wahrnehmung der Natur ihre mentale Gesundheit stärken und einen gesunden Lebensstil fördern“, so Thormann weiter. „Kleine Auszeiten wie diese sind vor allem in der aktuellen Zeit sehr wichtig“, betont Thormann.

Beim Waldbaden taucht man in die Atmosphäre des Waldes ein und genießt die Natur mit allen Sinnen. „Es handelt sich um einen entspannten Aufenthalt im Wald, verbunden mit Elementen der Achtsamkeit, Meditation und Atemübungen“, erklärt Susanne Reuß. „Im Wald holen wir uns verloren gegangene Energie wieder zurück, lassen die gesundheitsfördernden Effekte der Pflanzen auf uns wirken und lernen im Wald perfekt abzuschalten“, so Reuß weiter. Dafür ist keine körperliche Anstrengung oder extreme sportliche Aktivität erforderlich, sondern das Genießen des Waldes steht im Vordergrund.

Waldbaden ist erholsam, stressreduzierend und vor allem entspannend. „Im Wald ist es eine ganz neue und intensivere Erfahrung. Die ruhigen Geräusche der Natur, das eins werden sorgen dafür, dass man sich wieder einmal spürt. Die Teilnehmer sollen sich fragen: ‚Wann habe ich das letzte Mal auf meinen Körper gehört?‘ ‚Wann habe ich hinterfragt, was mir guttut?‘ Im Wald beim Waldbaden kann man einfach nur SEIN“, so Reuß.  Diese kleine Auszeit bewirkt Wunder.

Waldbaden ist allerdings nicht zu verwechseln mit Gesundheitswandern: Beim Gesundheitswandern stehen Ausdauer und Beweglichkeit im Mittelpunkt, während beim Waldbaden der Schwerpunkt auf der mentalen Fitness liegt. Im Gegensatz zum Gesundheitswandern mit weiten Strecken und schnellerem Tempo werden beim Waldbaden keine körperlichen Anstrengungen, sondern die Schulung der eigenen Sinne und das Wahrnehmen der Natur in den Fokus gerückt.

Das etwa zweistündige Angebot beginnt um 14:30 Uhr und kostet 15 Euro pro Person. Treffpunkt ist um 14:15 Uhr an der Tourist-Information Arkadenbau. Gemeinsam geht die Gruppe in den Wald Richtung Ludwigsturm oder Kaskadental, wo das eigentliche Waldbaden beginnt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl sind Tickets im Vorfeld an der Tourist-Information Arkadenbau oder online unter www.badkissingen.de erhältlich. Für Waldbaden sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Es ist für jede Altersgruppe geeignet. Angenehme, locker sitzende und an die Witterung angepasste Kleidung, eine Getränkeflasche und gegebenenfalls eine kleine Matte für den Boden werden empfohlen. Alle Infos sind online unter www.badkissingen.de/waldbaden abrufbar. (BSZ)

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