Reisen

Knapp 60.000 Besucher kamen zur SPIELWIESN und FORSCHA. (Foto: MPA/Christine Schoger)

19.11.2018

Zocken und checken

Der Run auf die Mitmachmessen SPIELWIESN und FORSCHA war überwältigend

„Stimmung und Atmosphäre berauschend. Die Begeisterung für das hochkarätige Programm unserer Mitmachmessen SPIELWIESN und FORSCHA war Generationen übergreifend hör- und spürbar“, fassten die Veranstalter Petra Griebel und Thomas Gärtner das Ergebnis des Drei-Tage-Marathons durchs Spiele-Paradies und Entdecker-Reich zusammen. Knapp 60.000 ließen sich inspirieren für spielerisches Lernen und lernen beim Spiel. “Wenn Emotionen beim spielerischen Miteinander überkochen und MINT-Begeisterung greifbar wird, hat unser Angebot gezündet“, freute sich Petra Griebel.

Zum Start der FORSCHA am SchulFREItag drängten über 2000 neugierige Schüler aus ganz Bayern in Begleitung ihrer Lehrer und Erzieher voller Tatendrang an die Experimentier-Stationen und Workshops. Dort weckten Unternehmen, Ministerien, Bildungs- und Forschungseinrichtungen beim Programmieren, Philosophieren, Konstruieren oder der Robotik, Begeisterung für MINT und mehr.

Sehr gerne sei auch er in diese Erlebniswelt eingetaucht, verriet Michael Piazolo, der sich bei seinem ersten öffentlichen Termin als Bayerischer Kultusminister vom Entdeckerspaß auf der FORSCHA mitreißen ließ. Gefährlich sei, dass man dabei so leicht hängen bleibt, erklärte er in seinem Grußwort bei der Auftaktveranstaltung des Messeduos und zollte den Veranstaltern großen Respekt.

Den MINT-Checkern folgten mit Eröffnung der SPIELWIESN am Freitagmittag die zahlreichen Fans des Brett- und Gesellschaftsspiels. An der Riesenspielothek und den Verlagsständen wappneten sich Familien, Spiel- und Freundeskreise mit Neuerscheinungen – unter anderem dem sehr gefragten Spiel des Jahres „Azul“ von Pegasus – oder mit traditionellen Spielen für spannende Duelle. Eine Vielzahl an Turnieren und Meisterschaften forderten die Spielstrategen und das Würfelglück heraus.

Für unermüdliche Gern- und Vielspieler ist das größte und schönste Spielefest nach Schließung der Hallentore noch lange nicht zu Ende. „Viele sind gekommen, um zu bleiben, so wie auf der traditionellen langen Nacht der Spiele am Freitag“, wissen Petra Griebel und Thomas Gärtner. Mit der Premiere der GEEK NITE am Samstagnacht, präsentiert vom Verlag Asmodée, erfüllten die SPIELWIESN-Veranstalter die - gar nicht so geheimen - Wünsche der Geeks und Freaks. Für exklusiven Spielspaß bei Meet, Greet & Eat sorgten zahlreiche Überraschungen, darunter auch brandneue Spiele, die bislang noch nicht auf dem Markt zu haben sind. Vorsicht, ansteckend!

Was muss ich lernen, können und wissen, um die Zukunft mitgestalten zu können? Was macht mir Spaß? FORSCHA-Aussteller weckten MINT-Begeisterung sowie Interesse für gesellschaftliche Themen, wie z. B. die Zukunft der Arbeit. Mit Augmented Reality, Objekterkennung und Radarsensorik konnten die Besucher im Innovationscontainer des Bayerischen Bauindustrieverbandes erleben, wie sich Prozesse, Rollenbilder und Zusammenarbeit durch digitale Technologien verändern. Um die Energiewende ging es im Workshop des Max-Planck-Institut für Plasmaphysik. Hier konnten sich die Besucher spielend als Kraftwerks-Manager beweisen oder auf dem Stand von Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH als Recycling-Master glänzen.

FORSCHA-Besucher jeden Alters erlagen auch in diesem Jahr wieder NAOS Charme. Schüler des Gymnasiums Grünwald haben die beiden humanoiden Roboter mit den niedlichen Kulleraugen auf perfekten Small-Talk und gute Manieren programmiert. „Rosi“ und „Blue“ sprechen ihre Fans mit Namen an, geben ihnen die Hand, können sich Gesichter merken und wenn sie es wollen, können die Schüler die Roboter auch tanzen lassen.

Wer DNA aus Früchten extrahieren, Raketenautos bauen, das Prinzip Schubkraft oder die Wirkung des Bernoulli-Effektes begreifen wollte, war bei den Bayerischen Chemieverbänden oder bei Genius, die junge WissensCommunity von Daimler an der richtigen Adresse. Studiotechnik ausprobieren, eigene Songs spielen oder Hörspiel aufnehmen konnten die jungen Besucher im Medienzentrum der MINT-Region Münchener Umland auf dem Stand des Landratsamts München.

Programmieren, tüfteln, erfinden, basteln, reparieren, handwerken oder Upcycling, Neues ausprobieren einfach Spaß haben beim Selbermachen! Darum ging es auch auf der ersten Mini Maker Faire, präsentiert vom deutschsprachigen Make-Magazin auf der FORSCHA. Besucher konnten genialen Machern über die Schulter schauen, sich von ihren unkonventionellen Methoden und faszinierenden Entwicklungen inspirieren und begeistern lassen.

Kreative Maker aus allen Bereichen zeigten wie aus zündenden Ideen mit digitalem und analogem Werkzeug technische Innovationen oder außergewöhnliche Produkte entstehen.

Bunt und vielfältig war auch wieder das Mitmachangebot für die jüngsten SPIELWIESN- und FORSCHA-Besucher. Unter anderem schnitzten sie in der Erfinderwerkstatt für ihre selbst entworfenen Spiele eigene Figuren oder versuchten sich auf dem Stand des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums beim Melken und Butter stampfen. Im Puppentheater halfen sie Inspektor Energie und dem nimmersatten Müllmonster, einer Bildungsinitiative der Stiftungen GRS Batterien und ear beim Umwelt- und Ressourcenschutz auf die Sprünge. Ebenso wie die Erwachsenen staunten sie Bauklötze angesichts der atemberaubenden Miniatur-Wunderwelten der LEGO Modellbauer von Bricking Bavaria, durften selber bauen oder Bagger und Kräne über einen Parcours fahren. (BSZ)

(So geht FORSCHA - Foto: ilbk/Florian Peljak)

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Kommentare (1)

  1. Danny am 20.11.2018
    Zwei großartige Messen dank der grandiosen Vorbereitung einer Powerfrau Petra Griebel und Ihrem Team, Danke!

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