Kommunales

Die Tourismuseinnahmen im Landkreis Traunstein betragen jährlich mehr als 600 Millionen Euro. (Foto: Chiemgau Tourismus)

29.09.2023

Chiemgau-Tourismus konzipiert um

Das Fremdenverkehrsmarketing im Landkreis Traunstein wird mit der Wirtschaftsförderung fusioniert

Wer mehr qualifizierte Fachkräfte gewinnen will, muss sich heutzutage einiges einfallen lassen. Da tut sich eine Region mit gutem Image und hohem Freizeitwert leichter, ist sich Siegfried Walch, Landrat in Traunstein, sicher. Die Fachkräftegewinnung ist dort, wie sonst auch üblich, Sache der Wirtschaftsförderung. Freizeitwert und Image der Region betrifft eher das Tourismusmarketing.

Ein Umstand, der einer der Hauptgründe wurde, warum man im Chiemgau die bislang eigenständige Tourismus GmbH in die Wirtschaftsförderung eingliedert. Keine nebensächliche Angelegenheit. Immerhin ist der Tourismus in dem Landkreis mit über 600 Millionen Euro Umsatz ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Und der Chiemgau, der größtenteils zum Traunsteiner Landkreis gehört, ist eine der stärksten Tourismusmarken in Bayern mit jährlichen 4,5 Millionen Nächtigungen vor Corona.

Bislang war die Gesellschaft als Chiemgau Tourismus e.V. eine eigenständige Organisation und wird nun rückwirkend zum 1. Januar Teil der Chiemgau GmbH, der für die Wirtschaftsförderung zuständigen Gesellschaft. Ab dem 1. September werden die Teams der 15-köpfigen Tourismus e.V. und der 26-köpfigen Chiemgau GmbH neue gemeinsame Büroräume in der Seuffertstraße beim Traunsteiner Bahnhof beziehen.

 

Neue Geschäftsräume und ein neuer Geschäftsführer



Neu und noch nicht abgeschlossen ist die organisatorische Struktur. Die Führungsebene besteht aus zwei Hauptgeschäftsführern. Darunter rangieren die verschiedenen Bereiche Tourismus, Wirtschaftsförderung, Dienstleistungen und Event/PM. Tourismus soll dabei ein eigenständiger Bereich bleiben und einen eigenen Geschäftsführer bekommen. Der bisherige Tourismus-Geschäftsführer Stephan Semmelmayr hat die Organisation bereits verlassen.

Sein Nachfolger in der neuen Organisation wird zum Jahresende der Österreicher Franz Bauer, der von der Geschäftsführung des Tourismusverbands Hochkönig im Salzburger Land kommt. Interimsleiter für den Bereich Tourismus ist Jens Hornung, der bisherige stellvertretende Geschäftsführer des alten Verbands. Er sieht spezielle Vorteile für den Tourismus: „Die Gäste suchen mehr denn je Regionalität und Authentizität. Eine enge Zusammenarbeit der Bereiche Tourismus und Regionalentwicklung ist deshalb ganz im Sinne eines nachhaltigen Tourismus.“

Ein Ziel ist, dass der Chiemgau nicht nur als Urlaubsregion sondern auch als attraktiver Wirtschaftsstandort wahrgenommen wird, sagt Birgit Seeholzer, eine der beiden Hauptgeschäftsführer und verantwortlich für die Wirtschaftsförderung. Und dafür sei eine enge Zusammenarbeit von Tourismus und Wirtschaftsförderung sehr wichtig. Je enger desto größer wird der Nutzen für alle, ergänzt sie. Mit der neuen Struktur soll die GmbH die zentrale Institution für die Entwicklung der Region sein. Man verspricht sich viele Synergieeffekte unter anderem bei Werbemitteln und Messeauftritten. So soll der Tourismusbereich Knowhow bei Imagepflege und Onlinemarketing einbringen. Mit der neuen Organisation erhofft man sich auch besseren Zugang zu öffentlichen Fördermitteln sowohl für den Unternehmensbereich als auch für den Tourismus. (Georg Weindl)

 

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