Kommunales

Kloster-Irsee-Chef Stefan Raueiser (links) mit dem Leiter des Stadtarchivs Kaufbeuren, Peter Keller, vor der neuen Vitrine mit den über 100 historischen Bänden. (Foto: BSZ)

19.03.2021

Die Bücher des Abtes kehren zurück

Handbibliothek von Honorius Grieninger dauerhaft in Kloster Irsee präsentiert

Zum Auftakt des Jubiläumsjahrs „Irsee 2021 – 40 Jahre Schwäbisches Bildungszentrum“ wird die Handbibliothek von Abt Honorius Grieninger dauerhaft in Kloster Irsee präsentiert.

Zwar durfte eine Vernissage zur Präsentation von Teilen der Handbibliothek von Abt Honorius Grieninger in Kloster Irsee coronabedingt nicht stattfinden – doch konnte der Leiter des Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrums des Bezirks Schwaben, Stefan Raueiser, dem Leiter des Stadtarchivs Kaufbeuren, Peter Keller, jetzt die neue Vitrine mit den 2019 von Kaufbeuren nach Irsee abgegebenen über 100 Bänden aus dem Nachlass des letzten Irseer Abtes präsentieren. Zugleich informiert die aktuelle Ausgabe der Irseer Blätter über den letzten Abt und seinen Oberamtmann von Bannwarth.

Klosterstaat wurde zur Säkularisation aufgelöst

„Die Aufstellung in Ihrem Museumsbereich ist deutlich ansprechender als in unserem Magazin“, zeigte sich Peter Keller von der Präsentation der Dauerleihgabe überzeugt. Als Dank übergab ihm der Leiter von Kloster Irsee die neueste Ausgabe der historischen Zeitschrift Irseer Blätter zur Geschichte von Markt und Kloster Irsee.

Darin schildert der Augsburger Historiker Helmut Zäh die letzten Jahre des Irseer Klosterstaats, der bis zur Säkularisation von 1802/03 die administrative Herrschaft und Gerichtsbarkeit über ein ansehnliches Gebiet beidseits der Wertach um Eggenthal, Baisweil, Lauchdorf und Schlingen im Westen sowie Pforzen, Rieden, Ketterschwang und Mauerstetten im Osten ausübte.

Der Text macht zugleich mit zwei historischen Persönlichkeiten bekannt, von denen sich bis heute Spuren im Dorfleben erhalten haben: Von Abt Honorius Grieninger, der sich Ende des 18. Jahrhunderts für die Seligsprechung der Crescentia von Kaufbeuren einsetzte und 1809 auf dem dortigen Alten Friedhof bestattet wurde, stammt das Wappen auf dem Klosterbrunnen vor dem Haupteingang des Schwäbischen Bildungszentrums. Sein letzter Verwaltungsleiter, Oberamtmann Marx Fidel von Bannwarth, wurde 1787 in den Adelsstand erhoben und führte in der Armenversorgung, im Landschul-, Jagd- und Forstwesen Reformen durch, sodass der Markt Irsee 1957 die Straße vor Kindergarten und Grundschule nach ihm benannte.

Angeregt durch das jahrelange Kooperationsprojekt des Schwäbischen Bildungszentrums mit dem Stadtmuseum Kaufbeuren und der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg zur Wiedersichtbarmachung der ehemaligen Irseer Klosterbibliothek, entschloss sich die Stadt Kaufbeuren im August 2019, dem Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrum des Bezirks Schwaben über 100 Bände aus der Privatbibliothek des letzten Irseer Abtes für sein kleines Hausmuseum zur Verfügung zu stellen. Die Präsentation konnte jetzt abgeschlossen, kann wegen Corona aktuell jedoch leider nicht besichtigt werden.
(BSZ)
(Die Irseer Blätter stehen auf den Webpages des Marktes Irsee und des Bildungszentrums zum kostenlosen Download bereit. Die Print-Exemplare können zum Preis von drei Euro über die Rezeption bestellt werden.)

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