Kommunales

Das Haus stammt aus dem 18. Jahrhundert. (Foto: Landestheater Niederbayern, BSZ)

20.01.2015

Fürstbischöfliches Theater Passau öffnet wieder

Die Sanierungsarbeiten nach den gravierenden Hochwasserschäden dauerten fast 18 Monate und kosteten 3,3 Millionen Euro.

Gut 18 Monate nach dem Hochwasser ist das Fürstbischöfliche Theater in Passau wiedereröffnet worden. Zunächst war das Theater provisorisch repariert worden, sodass die Spielzeit 2014 noch stattfinden konnte. Im Juni letzten Jahres mussten die Schauspieler und Musiker ausziehen und auf Ersatzspielstätten in der Stadt ausweichen. Die umfassende Hochwassersanierung des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert für rund 3,3 Millionen Euro konnte beginnen - überwiegend finanziert durch den Sonderfonds des bayerischen Kultusministeriums, der nach dem Hochwasser zum Wiederaufbau zerstörter Kultureinrichtungen geschaffen worden war, ergänzt durch Spendengelder. Auch die Stadt Passau beteiligt sich am Wiederaufbau des Theaters und nutzte die Gelegenheit für eine dringend nötige Erweiterung des Orchestergrabens - auf eigene Kosten. 

Bei der Sanierung des Hauses wurde vor allemdarauf geachtet, die Bestuhlung, die technischenBlick ins Publikum beim Konzert der Wiedereröffnung des Opernhauses PassauEinrichtungen und das weitere Mobiliar hochwassersicherer zu machen. Der Großteil der Technik wurde dafür in den ersten Stock verlegt, die Stuhlreihen sind nun schnell demontierbar und können bei einer Flut zügig abtransportiert werden. Genau das war während der Flut 2013 ein Problem. Immer 15 Stühle hingen zusammen und bildeten eine Reihe - so war es unmöglich, die Bestuhlung rechtzeitig vor dem Wasser in Sicherheit zu bringen. Darüber hinaus wurde im Zuge der Sanierung auch eine Verstärkeranlage für Schwerhörige eingebaut. Über spezielle Leitungen zu verschiedenen Sitzreihen können Betroffene nun ein Hörgerät anschließen, um das Programm auf der Bühne besser verfolgen zu können.

„Nach eineinhalb Jahren Sanierung erhält Passau und die Region ihr einzigartiges frühklassizistisches Schmuckstück, das Fürstbischöfliche Opernhaus, voll funktionsfähig zurück. Ich freue mich sehr, dass es durch das Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger, des Bundes und der Bayerischen Staatsregierung gelungen ist, dieses Juwel der niederbayerischen Theaterlandschaft in neuem Glanz erstrahlen zu lassen!“, betonte Kunststaatssekretär Bernd Sibler bei der feierlichen Wiedereröffnung des Stadttheaters in Passau. (BSZ)

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