Kommunales

In Ingolstadt wird ein neuer Oberbürgermeister gesucht. Beim ersten Wahlgang am Sonntag lag der CSU-Kandidat Michael Kern mit 46,7 Prozent der Stimmen vorn, erreichte aber nicht die erforderliche absolute Mehrheit. Jetzt gibt es eine Stichwahl. (Foto: dpa/Armin Weigel)

10.02.2025

Ingolstädter müssen neuen OB in Stichwahl bestimmen

In Ingolstadt hat die CSU vor fünf Jahren nach fast einem halben Jahrhundert den OB-Posten eingebüßt. Nun hat ein CSU-Mann wieder gute Chancen. Er muss aber in die Verlängerung

Die Oberbürgermeisterwahl in Ingolstadt muss in der Stichwahl entschieden werden. Beim ersten Wahlgang am Sonntag lag der CSU-Kandidat Michael Kern mit 46,7 Prozent der Stimmen deutlich vorn, der Unternehmensjurist verfehlte aber die absolute Mehrheit. Auf den zweiten Platz kam der SPD-Kandidat Christian De Lapuente mit 31,9 Prozent. Der Gewerkschaftler wird auch von Grünen, Linken, der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) und der Unabhängigen Wählergemeinschaft Ingolstadt (UWG) unterstützt.

Parallel zur Bundestagswahl in zwei Wochen müssen nun Kern und De Lapuente in der Stichwahl nochmals gegeneinander antreten. Die beiden weiteren Bewerber im ersten Wahlgang hatten keine Chance. Stefan König von den Freien Wählern kam auf 12,1 Prozent und AfD-Kandidatin Rosa Pepke auf 9,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,1 Prozent, wie die Stadt mitteilte. Rund 100.000 Bürgerinnen und Bürger waren zur Abstimmung aufgerufen.

Amtsinhaber wechselt vorzeitig in die Landeshauptstadt

Die vorgezogene Wahl war etwa ein Jahr vor der nächsten regulären bayerischen Kommunalwahl nötig, weil Amtsinhaber Christian Scharpf (SPD) ab März als Wirtschaftsreferent nach München wechselt. Scharpf möchte aus familiären Gründen in die Landeshauptstadt zurück. Der Jurist hatte früher bereits für die Stadt München gearbeitet. Als Münchner Wirtschaftsreferent wird er künftig auch Chef des Oktoberfestes sein.

Im Jahr 2020 hatte Scharpf überraschend die zuvor fast ein halbes Jahrhundert dauernde Dominanz der CSU auf dem OB-Sessel im Ingolstädter Rathaus beendet. Vorausgegangen war ein Korruptionsskandal um den früheren CSU-Oberbürgermeister Alfred Lehmann. Er war von 2002 bis 2014 Chef im Rathaus und hatte sich bestechen lassen, im Jahr 2019 wurde er verurteilt.

Lehmanns Nachfolger und Parteifreund Christian Lösel verlor in der Folge die Oberbürgermeisterwahl gegen den Sozialdemokraten, die CSU hatte davor seit 1972 durchgängig den Oberbürgermeister gestellt. Damit der OB-Posten nicht gleich wieder an die CSU zurückfällt, hat die SPD für die diesjährige Wahl ein Bündnis von fünf Gruppierungen gebildet, die gemeinsam Christian De Lapuente unterstützen. (dpa)
 

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