Kommunales

Die Streiks sorgen bei manchen Händlern in der Innenstadt für Ärger. (Foto: dpa)

26.02.2026

ÖPNV-Streik in Bayern: Handel fürchtet 40 Millionen Umsatzverlust

Am morgigen Freitag beginnt ein zweitägiger Streik im Nahverkehr zahlreichreicher bayerischer Städte. Der Verdi-Ausstand hat auch massive Auswirkungen auf den Einzelhandel, weil er Kunden aus den Innenstädten fernhält

Der Handelsverband Bayern befürchtet durch den angekündigten Warnstreik hohe Umsatzverluste im Einzelhandel. Grob geschätzt könnten es in den 13 betroffenen Städten um die 40 Millionen Euro sein, sagt Geschäftsführer Bernd Ohlmann. Dass ausgerechnet an den beiden umsatzstärksten Tagen der Woche gestreikt werde, sei für die Branche "eine dicke fette Kröte". 

Dabei habe der Handel angesichts des besseren Wetters und der anstehenden Frühlingseinkäufe eigentlich auf ein gutes Shopping-Wochenende gehofft. Nun sei aber zu befürchten, dass Kunden fernblieben, weil sie die Fahrt in die Städte angesichts von ausfallenden Bahnen und Bussen sowie Staus scheuten. "Das wird unsere Betriebe sehr schmerzen." Und auch für die Mitarbeiter werde es teilweise schwierig, zur Arbeit zu kommen.

In diesen Städten wird gestreikt

Hintergrund sind die derzeitigen Warnstreiks von Verdi im kommunalen Nahverkehr. Die Gewerkschaft ruft für Freitag und Samstag in zahlreichen Regionen zu einem zweitägigen Warnstreik auf. Betroffen sind demnach auch die fünf größten bayerischen Städte München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt, zudem Fürth, Bamberg, Passau, Landshut, Schwabach, Bayreuth, Schweinfurt und Dachau. In diesen Kommunen dürfte der Nahverkehr am Freitag und Samstag weitgehend zum Erliegen kommen.

Wie schon in den vorhergehenden Streiks sind S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalbusse in der Regel nicht betroffen, da sie von anderen Unternehmen betrieben werden. Zudem ist damit zu rechnen, dass in den betroffenen Städten teilweise städtische Buslinien verkehren, die von externen Dienstleistern befahren werden. 

Das fordert Verdi

Verdi fordert für die etwa 9000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen, für die der Tarifvertrag gilt, unter anderem eine Entgeltsteigerung um 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. (dpa/BSZ)

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