Kommunales

Beim Magnetangeln wird ein äußerst starker Magnet an einem stabilen Seil befestigt und durch das Wasser gezogen. Alle Stoffe, die auf den Magneten reagieren, bleiben an diesem haften und können so geborgen werden. (Foto: Stadt Ingolstadt)

15.06.2020

Verbotenes Magnetangeln wird bei Jugendlichen immer beliebter

Technik wird vom Bayerischen Fischereigesetz nicht umfasst

Das Magnetangeln oder auch Magnetfischen erfreut sich nach Aussage der Polizei immer größerer Beliebtheit. So verabreden sich insbesondere Jugendliche gezielt, um in den Gewässern zu „angeln“.

Ein äußerst starker Magnet wird an einem stabilen Seil befestigt und durch das Wasser gezogen. Alle Stoffe, die auf den Magneten reagieren, bleiben an diesem haften und können so geborgen werden.

Diese Technik ist jedoch grundsätzlich verboten und bedarf zu ihrer Ausübung einer Erlaubnis. Dies gilt für alle Personengruppen: Insbesondere sind auch Angler, die eine gültige Berechtigung zum Fischfang des betreffenden Gewässers haben, nicht automatisch berechtigt, das Magnetangeln auszuüben. Diese Technik wird vom Bayerischen Fischereigesetz nicht umfasst. Ebenso scheidet nach Aussage des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz auch der Gemeingebrauch aus.

Geldbuße bis zu 50 000 Euro

Wer ohne Erlaubnis das Magnetangeln betreibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Hintergrund ist, dass mit dieser Technik immer wieder Waffen und vor allem Munition geborgen werden, die für die „Angler“ selbst, aber auch für alle umstehenden Personen absolute Lebensgefahr bedeuten.

Da über das Internet starke Magnete relativ leicht und legal erworben werden können, bitten die Behörden die Eltern hier aufmerksam zu sein und ihre Kinder über die Rechtslage und insbesondere über mögliche Gefahren aufzuklären. (BSZ)

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